Hand in Hand - Internationaler christlicher Lehr- und Hilfsdienst
Prophetien

PROPHETISCHE VORHERSAGE ÜBER GOTTES HEIMSUCHUNG
Kapitel 2 des Buches: „Welcoming a visitation of the Holy Spirit“
Von Wes Campbell

 
Als er sich Jerusalem näherte und die Stadt sah, weinte er über sie und sagte: „Wenn du, ja wenn du nur an diesem Tag erkannt hättest was dir Frieden bringen würde – aber jetzt ist es von deinen Augen verborgen. Denn Tage werden über dich kommen, wenn deine Feinde einen Wall um dich aufschütten und dich umzingeln werden ... Sie werden nicht einen Stein auf dem anderen lassen, weil du die Zeit deiner Heimsuchung Gottes nicht erkannt hast. (Luk. 19,41–44)

Die Phrase „Heimsuchung Gottes“ wird hier von den Worten Jesu aus Lukas 19,44 zitiert. Jesus beschreibt darin sein Kommen auf die Erde im Fleisch als die „vorhergesehene Zeit“ oder passende Zeit oder gute Gelegenheit von Gottes Heimsuchung. Es bedeutet aber vor allem nicht, daß die Anschuldigung Jerusalems durch Jesus die Zeit der Heimsuchung ist. Gott hatte eine festgelegte Zeit ausgewählt um seinem Volk nahezukommen, aber sie bemerkten es nicht. Das griechische Wort „kairos“ (= festgelegte Zeit) trägt in sich die Idee einer Zeitspanne von Gelegenheiten wie es in Hebr. 11,15 heißt, oder sogar die Idee von einigen ausschlaggebenden Ereignissen oder Krisen. Das griechische Wort für Heimsuchung ist nach Luk. 19,44 episkope. Seine Wurzelbedeutung ist „aufpassen, beaufsichtigen“. Dies bringt die Idee einer gnadenvollen Heimsuchung mit Demonstrationen von göttlicher Kraft, die sich in Schutz und Fürsorge manifestiert, mit sich. Ausdrücke, die mit dieser Wurzel verwandt sind, sind Bischof und Aufseher. Der Begriff für Ältester und Aufseher ist im neuen Testament die Ableitung von Bischof. Jesus sagte zu Jerusalem, daß Gott zu ihr gekommen war um mit Fürsorge und Kraft auf sie aufzupassen, aber sie hatte es nicht erkannt. Sie bemerkte die Zeit ihrer Heimsuchung nicht.

Auf diese Art kann die Phrase „das Willkommenheißen einer Heimsuchung Gottes oder des Heiligen Geistes“ benutzt werden, folgendes zu beschreiben: Unser Empfangen oder Annehmen einer außergewöhnlichen Zeit, in der Gott Individuen und Gruppen auf solche Weise besucht, daß Seine Gegenwart und deren Auswirkungen zunehmen. Doch sehen wir auch durch die Schrift und durch Erfahrung, daß es da außergewöhnliche Zeiten gibt, wenn Gott es erwählt näher zu kommen. Er bewegt sich in „kairos-Aktion“ und produziert dabei dramatische Auswirkungen und Resultate. Überall fragen Christen, wie sie sich selbst vorbereiten können, eine Heimsuchung Gottes willkommen zu heißen.

Gott bereitet oft sein Volk auf Zeiten der Heimsuchung vor und wird sogar auf diese Zeiten durch prophetische Offenbarung hindeuten. Amos 3,7–8 erklärt: „Sicherlich tut der souveräne Gott nichts, ohne seinen Plan seinen Dienern, den Propheten mitzuteilen. Der Löwe hat gebrüllt, wer wird sich nicht fürchten? Der Herr HERR hat gesprochen, wer prophezeit da nicht?“ Wie in dem ersten Kapitel vorgestellt, ist eine große Heimsuchung seit 1994 im Fortschreiten begriffen. Ein Hauptanteil wie man sich selber darauf vorbereitet diese zu empfangen ist es den „rechten Zeitpunkt“ zu erkennen, der von Gottes Dienern, den Propheten vorhergesagt wird. Das wird uns zu einem erweckten, geistlichen Status anreizen und wird uns mit dem notwendigen Glauben erfüllen seine Heimsuchung willkommen zu heißen und zu umarmen.

 
Prophetie und eine Heimsuchung Gottes
Biblische Beispiele

Prophetie kann eine starke Rolle dabei spielen, uns darauf vorzubereiten eine Heimsuchung willkommen zu heißen, wie wir es auch schon in der Bibel und der Kirchengeschichte gesehen haben. In vergangenen Erweckungen riefen Prophetien Glauben in den Gläubigen hervor und ermächtigten sie damit zu handeln. Ein biblisches Beispiel davon wird in dem Leben von Josia, dem jungen König von Juda, demonstriert. Als Josia sechsundzwanzig Jahre alt war, ordnete er an, den Tempel zu restaurieren. Während dieser Zeit fanden Arbeiter das verlorene Buch des Gesetzes. Als ihm die Inhalte vorgelesen wurden, war Josia erstaunt zu hören, daß über ihn vor ungefähr dreihundert Jahren prophezeit und geschrieben worden war. Ein Prophet war damals gekommen und hatte gegen den Altar, an welchem König Jeroboam ein Opfer machte, ausgerufen, indem er sagte:

Altar, Altar, so spricht der HERR: Siehe, ein Sohn wird dem Haus David geboren werden, sein Name ist Josia. Der wird auf dir die Höhenpriester schlachten, die auf dir räuchern; und Menschengebeine wird man auf dir verbrennen! (1. Kön. 13,2)

Viele Jahre und Könige später wurde Josia geboren. Als er danach trachtete, dem Herrn zu gehorchen, stolperte er über seine eigene Bestimmung. Die Auswirkung des Buches des Gesetzes und der Schriftrollen, die Josieas Leben dreihundert Jahre früher vorhergesagt haben, hatten einen überwältigenden Einfluß auf den jungen König. Josia zerriß seine Kleider und weinte in der Gegenwart Gottes. Er bekam einen heiligen Wutanfall und erneuerte Israels Bund mit Gott. Er sammelte alle Idole des Tempel Gottes zusammen und verbrannte sie. Er riß die Häuser der männlichen Kultprostitution nieder. Er entweihte alle Höhen und zerschmetterte die heiligen Steine. Die Aschera wurden zermalmt und ihre Plätze wurden mit menschlichen Knochen bedeckt. Die Tatsache, daß Josia sich seiner dreihundert Jahre alten Prophetie bewußt war, wird durch die biblische Bemerkung, die zu der Prophetie während seiner Reinigungsoperationen, nur wenige Tage später gemacht wurde, bewiesen. In wilder Hingabe handelte Josia ganz bewußt, um die Prophetie zu erfüllen (siehe 2. Kön. 23,16) Erweckung war das Resultat als Josia das Wort, das auf seinem Leben lag, erfüllte und er erntete einen geistlichen Lohn. Die Inschrift über das Leben Josias, wie die Schrift berichtet, erklärt folgendes:

Weder vor noch nach Josia gab es da einen König wie ihn, der so zum Herrn umkehrte wie er es tat – mit seinem ganzen Herzen und mit seiner ganzen Seele und mit all seiner Kraft, entsprechend dem Gesetz des Mose. (2. Kön. 23,25)

 
Historische Beispiele

Sogar die letzte weltweite Erweckung, die 1904 begonnen hat, wurde vom gleichzeitigen Wort der Prophetie angetrieben, wie von Evan Roberts festgehalten worden ist. Vor kurzem stellte ich schockiert fest, daß erweckte Menschen der Vergangenheit an die prophetischen Gaben glaubten und sie ausübten. Als ein Baptist, der in einem Baptistencollege und Seminar ausgebildet worden war, hatte ich oft Lehrer gehört, die den Tagen von Evan Roberts und der Walisischen Erweckung nachtrauerten. Während dieser außergewöhnlichen Zeit der Heimsuchung wurden ganze Städte zu Christus gebracht. Tavernen wurden geschlossen, was zu sofortigen und verschiedenerlei finanziellen Verlusten im Likörhandel führte. Die Kriminalität ging dramatisch zurück und die Bibeln waren ausverkauft. Jeder soziale Treffpunkt wurde ein religiöser Anlaß für Gebetsversammlungen, die in Kohlenminen, Zügen, Bahnen, und Geschäftsorten nur so aus dem Boden schossen. Doch ungeachtet der geistlichen Frucht strichen meine konservativen Mentoren wählerisch die übernatürliche Komponente heraus. Ich war überrascht zu hören, daß von Evan Roberts als „den jungen Propheten“ gesprochen worden war. Noch viel mehr war seine Treue und sein Glaube für die bald kommende Walisische Erweckung zum Teil auf persönliche Visionen und Träume zurückzuführen.

Im Frühling 1904 hatte Evan Roberts eine Reihe von ungewöhnlichen, geistlichen Erfahrungen. Für über vier Monate wurde Evan jede Nacht vom Herrn aufgeweckt um Stunden mit ihm Gemeinschaft zu haben. In einem Interview mit W.T. Stead, dem britischen Herausgeber von ‚Review of Reviews‘ (Rückblick der Rückblicke) gab Evans Zeugnis von einer dieser Zeiten.

„Ich fand mich selbst mit einer unaussprechlichen Freude und Ehrfurcht in der innersten Gegenwart mit dem Allmächtigen Gott. Und für die Zeitspanne von vier Stunden war ich privilegiert, von Angesicht zu Angesicht mit Ihm zu sprechen, so wie ein Mann von Angesicht zu Angesicht mit seinem Freund spricht. Um fünf Uhr morgens schien es mir, als wenn ich wieder zur Erde zurückkehrte. Und es war nicht nur diesen Morgen, sondern jeden Morgen für drei oder vier Monate lang so.“

Während dieser Zeit der Erfrischung empfing Roberts eine spezielle Vision, die ihn mit Glauben für Erweckung voranantrieb. Er hatte eine Vision des Mondes, der mit größerer Brillianz als jemals zuvor erschien. Der Historiker Eifon Evans berichtete:

„Für einige Momente schien der Mond die göttliche Gegenwart zu reflektieren und es zeigte sich ein Arm ausgestreckt zur Welt hin. Dieser beanspruchte etwas für sich selber, bevor er wieder verschwand. Zu einer anderen Zeit waren der Arm und die Hand verschwommen, aber das Stück Papier, welches sie hielt, hatte die Zahl Hunderttausend darauf geschrieben.“

Nach diesem Geschehen, hatte er, wenn immer er betete, keinen Frieden bis er Gott spezifisch für diese Zahl von Seelen gebeten hatte. Von da an hatte Roberts Glauben für Erweckung. Sein Vertrauen war für seine Familie und Freunde beunruhigend und brachte Kritik von anderen. Sogar vor dem aktuellen Ausbruch der Erweckung, war sein prophetisches Vertrauen so stark, daß Evan Roberts am 4. November 1904 dem Verleger der Sunday Newspaper schrieb, um ihn um einen Kostenvoranschlag für gedrucktes Papier zu bitten, indem er erklärte: „Wir sind am Tage vor einer großen und großartigen Erweckung, die größte, die die Welt jemals gesehen hat. Glaube nicht, daß der Schreiber ein verrückter Mann ist.“

Es ist eine feststehende Tatsache, daß Roberts nach dem Beginn seiner Mission in einer Nacht vom Montag, den 31. Oktober mit nur siebzehn Anwesenden, glaubte, daß dies der Start einer Bewegung war, die einhunderttausend Leute für den lebendigen christlichen Glauben alleine in der kleinen Provinz Wales, gewinnen würde, ganz abgesehen davon, daß sie sich auf weiter entfernte Länder auswirkte. Innerhalb von Tagen ergriff das Erweckungsfeuer ganz Wales und später die ganze christliche Welt. Eine Menge von Bekehrten wurden den Gemeinden, die in den lokalen Zeitungen veröffentlicht worden waren, hinzugefügt: Siebentausend in zwei Monaten, Fünfundachtzigtausend in fünf Monaten und mehr als Hunderttausend in einem halben Jahr.“ Die Erweckungsbewegung ging weiter, um über den Rest von Großbritannien, Skandinavien, Teile Europas, Nordamerika, die Missionsfelder Indiens, den Orient, Afrika und Lateinamerika zu fegen. Da gibt es keine Frage, daß die Walisische Erweckung auch aus demselben Boden hervorkam, aus welchem auch die berühmte Azusa-Street-Erweckung entsprungen ist und welche die größte Ausdehnung des Christentums in diesem Jahrhundert in der Geschichte der Menschheit in Bewegung setzte. Diese Bewegung war durch Glauben vorangetrieben worden, der aus prophetischem Vertrauen gezogen wurde.

 
Prophetische Vorhersage der Heimsuchung Gottes im Jahr 1994

Genauso wie die Menschen fragen, in welche Position sie sich selber bringen können, um eine Heimsuchung Gottes willkommen zu heißen, ist es für sie notwendig die Zeiten und Saisonen zu verstehen – die bestimmte Zeit Gottes. Mein Glaube ist, daß Gott bereit ist uns seinen Willen mitzuteilen, wenn wir ihn fragen (siehe Joh. 14,29; 15,15; 16,13–14). Die folgenden Beispiele der modernen Zeit über spezifische prophetische Worte sind erstaunlich im Licht dessen, was seit ihrer Proklamation geschehen ist, und dem Anfang der Erfüllung seit 1993. Das Hauptanliegen des folgenden Materials ist es, die Höhepunkte dessen, was Gott getan hat, herauszustellen, so daß sie ein Raster dafür bekommen, was Gott in ihrem eigenen, persönlichen Rahmen tun möchte. Der Heilige Geist möchte offenbaren, was der Vater tut. Laßt uns sicher gehen, daß unsere geistlichen Augen geöffnet sind. Die chronologische Abfolge der folgenden Prophetien bedeutet nicht, daß diese erschöpfend ist, sondern nur, daß sie eine Anzahl derer repräsentiert mit denen ich bekannt geworden bin. In manchen Fällen, erlaubt es der Platz nicht die ganze Prophetie wiederzugeben und auch nicht eine detaillierte Interpretation zu geben.

 
Mike Bickle

1983 kurz nachdem Mike seine Gemeinde in Kansas City gegründet hatte, machte er dramatische Erfahrungen bei einem Gebetstreffen am 13. April. Mike hörte die hörbare Stimme Gottes sagen: „Rufe die Menschen zusammen und kommt vor mich und fastet, so wie es Daniel in Daniel Kap. 9 tat.“ Gott wies Mike an seine Gemeinde in ein einundzwanzigtägiges Fasten zu führen, genau wie Daniel, der durch Prophetie die Zeit bezüglich der Verheißungen, die kommen sollten, verstanden hatte und dann gebetet und gefastet hat, um sie festzumachen. Zu dieser Zeit war die Gemeinde erst sechs Monate jung und Mike war 27 Jahre alt.

Am nächsten Morgen rief ihn Bob Jones, ein Mann in seiner Gemeinde, der sich in einer starken prophetischen Gabe bewegte, an. Mike sagte: „Letzte Nacht ist etwas geschehen, was mein Leben verändern wird. Ich hörte die Stimme Gottes.“ Bob überraschte Mike, indem er sagte: „Ja, ich weiß. Der Herr hat mir bereits gesagt, was er dir gesagt hat.“ Mike erwiderte: „Ich komm gleich rüber.“ Er rief einige von seinen Freunden an und sie fuhren zusammen zu Bobs Haus. Im Auto erzählte Bob darüber, wie Gott Daniel 9 erwähnt hat und wie die Absichten Gottes durch Gebet und Fasten errungen werden. Im Haus kündigte Bob an, daß er ihnen sagen würde, was der Herr Mike die Nacht davor gezeigt hatte. Bob sagte, daß er in der selben Nacht eine sehr tiefgründige Vision gehabt hatte. „Ich sah in einer Nachtvision buchstäblich den Engel Gabriel. Und Gabriel sagte: Gib dem jungen Mann Daniel Kapitel 9 und er wird verstehen.“ Mike nickte in Übereinstimmung. Dann sagte Bob: „Der HERR wird dies mit einem Zeichen bestätigen. Ein Komet, der von den Wissenschaftlern nicht vorhergesehen worden ist, wird in den Himmeln erscheinen, wenn die Zeit des Gebets und Fastens anfängt – als ein Zeichen für dich, daß ER hören und handeln wird, um seine eigenen Absichten zu erreichen.“ „Was war der Tag, den der Herr dir gesagt hat, an dem du anfangen sollst?“ fragte Bob. Mike erwiderte: „Wir sollen unser Fasten am 7. Mai anfangen.“

Am 7. Mai begann die Gemeinschaft ihr 21-tägiges Gebet und Fasten. Viele tranken nur Wasser und beteten achtzehn Stunden am Tag. Als an diesem Tag eine Zeitung – ‚The Independence Examiner‘ (der unabhängige Prüfer) – herausgebracht wurde, sah jeder fassungslos die folgende Schlagzeile: „Komet ist vorbeigezogen, um einen nahen Anblick zu geben“ Die Zeitung berichtete, daß der Komet von den Wissenschaftlern nicht vorhergesehen worden war und die IRAS sagte: „Es war nur pures Glück, das uns widerfuhr, weil wir gerade da hinschauten, als der Komet vorüberzog.“

Schließlich erzählte am letzten Tag des Fastens Bob Mike, daß er schlechte Nachrichten hätte: „Der Herr hat zu mir in einem Traum letzte Nacht gesprochen und mir gesagt, daß ER die Erweckung nicht in der Weise, wie wir alle gedacht hatten, losbrechen lassen wird. Gott hatte nie gesagt, daß es nach dem Fasten beginnen würde. Wir hatten nur angenommen, daß es so sein würde. Der Herr sagte: Nein! Da gibt es eine festgelegte und eine bestimmte Zeit für Amerika und wenn der Herr sagt, daß es Zeit ist, wird es nicht einen Tag zu spät sein.“ Bob fuhr fort: „Aber Gott wird dir helfen, indem er dir ein anderes Zeichen gibt. Da wird ein anderes Zeichen in den Himmeln sein. Über dieser Stadt wird es eine dreimonatige Trockenheit geben. Und da wird eine Trockenheit im Geist in Amerika sein bis zu Gottes festgelegter Zeit. Am 23. August – notiere dir dieses Datum – am 23. August wird Regen kommen. Und wenn der Regen am 23. August kommt, wirst du von einer Wahrheit wissen, daß es da einen Tag und eine Stunde gibt, die Gott bereits festgelegt hat, in der die Regen im Geist kommen werden. Wisse, daß alles was Gott dieser Nation versprochen hat – an welchem du im Gebet in diesen einundzwanzig Tagen Anteil genommen hast – sicher zustande kommen wird.“ Dieses geschah am 28. Mai.

Und prompt war zu Ende Juni hin Kansas City von einer ernsthaften Dürre betroffen. Die Zeitungen sagten, daß es der dritt-trockenste Sommer, von dem in ungefähr einhundert Jahren berichtet worden ist, war. Mike und die Gemeinde fuhren fort sechs Stunden am Tag für eine Erweckungsheimsuchung zu beten. Am Morgen des 23. Augusts – der festgelegte Tag des Regens – war der Himmel noch klar. Aber als sich die Leute für das abendliche Gebetstreffen versammelten, begannen sich Regenwolken zu formen. Gerade als das Gebetstreffen anfing, gab es da einen gewaltigen Wolkenbruch für über eine Stunde. Die Gruppe war verzückt: Die Regen waren gekommen. Die Dürre setzte sich die nächsten Tage fort und dauerte weitere fünf Wochen an, um die Zeit von drei Monaten vollkommen zu machen.

Obwohl die physische Dürre nach drei Monaten geendet hatte, blieb die geistliche Dürre lebendig. Gutes Gebet war schwer und die Leute flossen nicht sehr darin. Dann kam im November ein anderes Wort. Bob rief Mike an: „Der Herr hat zu mir durch einen Traum letzte Nacht gesprochen und zwar bezüglich dessen, was am 7. Mai 1983 geschehen ist. Gott sagte, daß du in acht Tagen am 15. November eine Botschaft vom Himmel deswegen empfangen wirst. Wenn du diese Botschaft empfängst, wirst du nie wieder daran zweifeln, daß eine Heimsuchung Gottes, wie sie die Geschichte noch nicht gesehen hat, nach Amerika kommen wird.“ Bei der nächtlichen Gebetsversammlung am 15. November passierte überhaupt gar nichts. Um 10 Uhr ging Mike in sein Büro um zu beten und zu warten. Mit Erwartung nahm er ein kleines fünfzigseitiges Büchlein von seinem Schreibtisch über einen Mann namens Howard Pittman auf. Er war für 35 Jahre lang ein Baptistenpastor gewesen. Im August 1979 hatte Pittman einen massiven Bruch in seinen Baucharterien gehabt und starb am Krankenhausbett. Sein Geist verließ seinen Körper und er ging nach oben, um mit Gott zu reden, bevor er wiederbelebt und in seinen Körper zurückgesandt wurde. (Der Raum erlaubt nur einen kurzen Ausschnitt von dieser Geschichte; für einen vollständigen Bericht lesen sie Pittmans dreiundfünfzig-seitiges Büchlein „Placebo“.) Gott sagte Pittman, daß dieses das „Laodizea’sche Zeitalter“ sei und daß verschiedene Dinge damit in Zusammenhang stehen. Dann sagte Gott: „Geh und sag ihnen, daß ich eine Armee aufrichte, die zu den Enden der Erde gehen wird. Und diese Armee wird Zeichen und Wunder tun – größere Werke, als sie sogar mein Sohn tat.“ Um 23.50 Uhr hatte Mike die letzten Seiten von diesem Buch erreicht. Er wartete noch immer vom Herrn über den 7. Mai 1983 zu hören. Zu seinem Erstaunen fing das Buch an über eine Ankündigung im Himmel in Zusammenhang zu einem übernatürlichen Ereignis zu diskutieren. Pittman schrieb: „Meine Drei-Jahres-Frist“ (welche am 7. Mai 1980 begann) war ein Dienst über der Prophetie von einem welterschütternden Ereignis, welches am Ende von meinen drei Jahren in Erscheinung treten würde. Das Ereignis an sich würde würde übernatürlich sein. Die Ankündigung vom Himmel ... würde das weltweite Ereignis repräsentieren, das sofort anfangen würde.“ Pittman fuhr fort zu schreiben, daß dieses Ereignis nichts weniger war als die Rekrutierung für eine große Endzeiterweckung, die durch Joel ausgesprochen worden war und zu Pfingsten begonnen hatte. Der ganze Prozeß würde mit einem „weltweiten Wiederausspeien“ starten, genauso wie der Herr anfangen wird das sogenannte „Lauwarme“ aus seinem Mund auszuspucken.“

Plötzlich wurde es Mike schlagartig bewußt: Es war zehn Minuten vor Mitternacht und ich empfange eine Botschaft von jemanden, der im Himmel gewesen war. Die Botschaft war in Kürze, daß am 7. Mai 1983 ein Zeichen im Himmel eine neue Zeit ankündigen würde, die die Absichten Gottes bezüglich einer Gideonarmee, die sich auf eine große Ernte vorbereitet, betreffen. Das war das gleiche Thema, wofür Mike und seine Gemeinde gebetet hatten, und nun wußte er, daß ihr Fasten, mit dem sie am 7. Mai 1983 angefangen hatten, Teil davon gewesen war.

Nun blieb nur eine Frage übrig: Wann würde Erweckung kommen? Die Antwort kam Monate später an einem gewöhnlichen Samstagmorgen im April 1984. Mike war in seinem Schlafzimmer, als sich der Raum mit der Gegenwart des Heiligen Geistes erfüllte und Mike die hörbare Stimme Gottes vernahm: „Seine Stimme klang wie Donner, beides nahe und ferne zur gleichen Zeit. Es erschütterte mich zutiefst.“ Der Herr sagte: „Ich habe eine Offenbarung für dich.“ Dann sagte der Herr: „Ruf Bob Jones an“. Mike wußte intuitiv, daß der Herr dasselbe Wort und auch den Zeitpunkt der Erweckung an Bob Jones gab. Als Mike sich selbst gefaßt hatte, rief er Bob an. Bob war auch erschüttert und sagte: „Du wirst nicht glauben, was mir gerade an diesem Morgen geschehen ist“. Mike antwortete: „Ich wette, ich werde!“ Der Herr hatte Bob in eine offene Vision hineingenommen und ihm 1.Mose 40 gezeigt, die Geschichte des Bäckers und des Mundschenks, die in das Gefängnis gesteckt worden waren, weil sie den Pharao beleidigt hatten. Der Bäcker wurde geköpft, aber der Mundschenk wurde freigelassen um dem König wieder Wein zu servieren. Der Herr gab Bob auch die Bedeutung dieser Vision. Die Gemeinde würde durch zehn Jahre göttlicher Einschränkung gehen, wie wenn sie in einem Kerker oder in Gefangenschaft wäre. Die zwei Männer symbolisieren zwei Arten von Diensten. Während der zehn Jahre würde der Herr mit den „Bäckerdiensten“ handeln. Das sind jene, die das Brot mit dem Sauerteig von Heuchelei servieren. Viele Lehrdienste, die das Wort gesät haben und Stolz und Arroganz anstelle von Demut und Bescheidenheit vor dem Herrn produziert haben, würden ihre Köpfe verlieren. Eine Säuberungsaktion wird stattfinden werden. Auf der anderen Seite würden Dienste, die demütig vor dem König dienen, verborgen und für eine Zeitspanne in einer Beschränkung bleiben. Dann würde in zehn Jahren eine mächtige Heimsuchung Gottes in der Gemeinde sein. Viele von diesen „Mundschenk-Dienern“, die strategisch zurückgehalten worden waren, würden vom Gefängnis herauskommen und anfangen dem König den neuen Wein zu servieren. Diese Bewegung würde sich weltweit ausbreiten und würde ihren Höhepunkt in der Endzeitbewegung haben, wovon der Herr am 7. Mai 1983 gesprochen hatte. Die Zeitspanne sollte zehn Jahre sein – also 1994.

Später sagte Mike: „1994 denken die Leute, daß dies ein großartiges Wort war, aber es war 1984 ein schreckliches Wort, besonders wenn man gerade eine Gemeinde angefangen hat. Nichtsdestoweniger empfingen sie das Wort und begannen über die zehn Jahre der göttlichen Einschränkung zu beten. Sie beteten, daß der Herr der Gemeinde während dieser Zeit der Trostlosigkeit helfen würde und daß er Dienste im Geheimen für die Zeit vorbereiten würde, in der sie anfangen würden, 1994 diesen neuen Wein zu servieren. Es ist kein Zufall, daß nach zehn Jahren, die als tragisches Jahrzehnt von Skandalen in der Kirche Nordamerikas beschrieben werden könnte, eine mächtige Ausgießung und Heimsuchung Gottes 1994 losgelassen worden war. Seither sind wir Zeuge der größten weltweiten Erneuerung seit der Walisischen- und der Asuza-Street-Bewegungen an der Wende des Jahrhunderts gewesen. Obwohl viele gute Dienste über die Jahre mit einigen signifikanten lokalen Resultaten funktioniert haben, fangen nun erst Historiker und Kirchenbeobachter an zu berichten, daß es das Jahr 1994 war, als es anfing, daß dieser neue Wein serviert wurde – so wie er in der Toronto Airport Christian Fellowship ausgegossen worden war. Im Frühling 1994 fing dann der Wein an international zu fließen, als England die Bewegung dem Rest der Welt offenbarte. Praktisch wußte nach achtzehn Monaten die ganze christliche Welt von der Bewegung, die Toronto Segen getauft worden war. Zu dem Zeitpunkt hatte sie schon zehntausende Gemeinden ergriffen. Zur Zeit dieses Schreibens hier sind schon über zweihundert Nationen vom neuen Wein berührt worden. Die Leiterschaft der Metro Vineyard empfing 1985 weitere Offenbarung in Zusammenhang mit der kommenden Heimsuchung. Der Herr sagte ihnen „die Augen für eine große Flut offenzuhalten. Wenn ihr die Mississippi überlutet seht und er sogar die Richtung ändert, dann ist das das Signal, daß eine mächtige Bewegung des Geistes dabei ist anzufangen.“ Im nächsten Kapitel über Larry Randolph werden sie mehr über diese prophezeite Flut hören.

 
Larry Randolph

Ein anderer prophetischer Leiter, Larry Randolph, wußte nichts über die Prophetien, über die vorher berichtet worden war. Er lebte in Arkansas und betete für Erweckung in seinem eigenen Leben und seiner Gemeinde. 1986 hatte Larry eine Begegnung mit Gott und es wurde ihm gesagt, daß er nach Kalifornien umziehen soll. Innerhalb einer Woche nachdem er nach Kalifornien umgezogen war, empfing er eine sehr dramatische Heimsuchung vom Herrn. Mit seinen eigenen Worten gibt er die Geschichte wieder:

„Ich erwartete, daß Gott mir antwortete. Eines nachts war ich auf meinem Bett und horchte, als ich auf einmal, wie es schien, im Geist war. Ich war noch in meinem Körper, aber ich war im Geist ... es wurde auf mich geregnet. Ich konnte Regen riechen, fühlen und hören. Ich dachte, vielleicht ist das Gott, vielleicht auch nicht. Ich sprang auf und lief zum Fenster, aber der Himmel war klar und die Sterne schienen. Ich dachte, das ist seltsam und ging zum Bett zurück. Ein paar Minuten später passierte die gleiche Sache wieder. Ich sprang aus dem Bett, öffnete das Fenster und sah denselben klaren Himmel. Dieses Mal sagte ich wie Samuel: ‚Gott, was geschieht hier? Es regnet draußen nicht – sprich zu mir.‘ Als ich auf meinem Bett lag, sprach der Herr in einer fast hörbaren Stimme zu mir. ER sagte: „So wie es in den Tagen Noahs war, so wird es sein Kommen des Menschensohnes sein. Ich werde eine noch nie dagewesene Ausgießung meines Geistes auf die Gemeinde und die Welt bringen. Genauso wie Noah einen Regen empfing, der in seiner Generation beispiellos war, so werde ich einen Regen meines Geistes in noch dagewesener Weise auf diese Generation bringen. Gott beschrieb, wie Er Seinen Geist auf die Erde regnen lassen würde. Larry fragte: „Wie lange noch? Die Antwort war: „Sieben Jahre“ Der Herr sagte, daß dieses in der Ausgießung von 1993 in Embryoform anfangen und sich zu einer großen Erweckung entwickeln würde.“

Larry fing an diese Botschaft überall in Amerika, in Europa und überall, wo er noch hinging, mitzuteilen. Lachend erzählte er mir: „Ich entwickelte sogar eine dreiteilige Serie über das Leben Noahs: Der Regen – die Ebenen in der Arche und über all die verschiedenen Arten von Tieren.“ Am 1. Januar 1993 sagte Larry: „OK, Herr, es kommt. Dieses ist das Jahr, gib mir ein Zeichen!“ Am nächsten Tag erhielt er einen Anruf von Fred Price von der Crenshaw Christian Fellowship in Los Angeles, der Larry einlud, in seinem Radiosender das mitzuteilen, was er fühlte, daß der Herr über 1993 sagte. Während er live am Radiosender war, fühlte Larry die folgenden Worte hervorkommen:

„Der Herr bringt eine beispiellose Erweckung. Der Herbst 1993 wird ihr Anfang sein. Ein Zeichen wird sein, daß die Nation eines der nassesten Jahre haben wird, das jemals in dieser Nation in den letzten hundert Jahren gewesen ist. Es wird im Mittleren Westen regnen, es wird in Kalifornien regnen. Es wird regnen, regnen, regnen.“

Nach der Übertragung nahm Larry seine Kopfhörer herunter und dachte: ‚Oh je, da waren Millionen von Leuten, die dies gehört haben.‘ Im Februar 1993 brachten Schlammlawinen Verwüstungen in Kalifornien. Sintflutartiger Frühlingsregen hämmerte auf den Mittleren Westen! Nachrichtensprecher in St. Louis sagten: „Dieses ist die schlimmste Flut innerhalb dieses Jahrhunderts!“ Fluten des Jahrhunderts waren das Gesprächsthema auf den Lippen der Leute. Die Fluten im Mittleren Westen waren so groß, daß der Missourifluß seine Ufer überflutete und sich in den Mississippifluß ergoß. Ganze Bereiche von diesem Gebiet waren überflutet und die Hauptstraßen waren wegen den Fluten verschüttet. Das Verschmelzen der zwei großen Flüsse verursachte sogar, daß der Mississippi seine Richtung an verschiedenen Stellen änderte. Wie prophezeit worden war: „Die Wasser werden fluten und wenn du den Mississippi seine Richtung ändern siehst, wird das das Signal für den Anfang der Zeit der Heimsuchung sein.“ Ironischerweise überfluteten die schweren Regenfälle das Erdgeschoß von Randy Clarks neuer Kirche in St. Louis dreimal in diesem Frühling. Monate später im September haben Randy Clark und seine Gemeinde ein Flut von einer anderen Art erfahren, als der Herr sie mit seiner ersten Anzahlung der Erneuerung besuchte. Im Januar 1994 würden sie zur Toronto Airport Christian Fellowship reisen und der Segen würde beginnen.

 
John Paul Jackson

John Paul Jackson, ein Pastor in Fort Worth Texas sagte vor Jahren, daß es in der Mitte der neunziger Jahre eine große Bewegung des Geistes geben wird. 1989 fragte die Zeitschrift Charisma John Paul, was denn Gott darüber geoffenbart hätte, was in den Neunzigern kommen würde. Eines der Dinge, die John Paul schrieb war, daß der Herr „die Leidenschaft von Pfingsten“ der Gemeinde durch eine massive Ausgießung des Heiligen Geistes zurückbringen wird. Im September 1993 hatte John Paul einen prophetischen Traum, in welchem er hoch über Nordamerika hinausgenommen wurde. Ich war oben über Nordamerika und schaute auf es herunter. Es schaute mehr wie eine Straßenkarte, die das Gebiet fotografiert hatte, aus. Ich sah ein dickes goldenes Band, welches in St. Louis begann und nach Osten auf Terre Haute, Indiana zuging. Es schwang plötzlich ab gegen den Nordosten hin und ging nach Kanada. Dann sagte der Herr mir, daß ER von diesem goldenen Band aus „Machtvolle Werkzeuge“ aufrichten würde und viele „Läden für aächtige Werkzeuge“ öffnen würden, wegen seines goldenen Bandes.

John Paul schrieb Randy und erzählte ihm, daß er fühlte, daß etwas in St. Louis beginnen und sich über ganz Nordamerika verbreiten würde.

 
Paul Cain

Die prophetische Geschichte von Paul Cain ist absolut erstaunlich. Paul ist einer der wichtigen Leiter des Prophetischen, der auch diese gegenwärtige Heimsuchung des Geistes vorhergesagt hat. 1989 lehrte Mike Bickle in einer Einführung zu einer Seminarreihe über Prophetie, wobei er Paul Cain, wie folgt, zitierte: In der Ausgießung des Geistes 1993 und 1994 wird der Herr anfangen, souveräne Gefäße quer durch diese Nation freizusetzen, und die Gemeinde wird in großes Erstaunen versetzt werden. Dienste, die im zweiten oder dritten Gang fahren, werden sofort in den zehnten Gang gehen. Wie in Mal. 3,1, wo es heißt; „Plötzlich wird der Herr, den du suchst in seinen Tempel kommen.“ Paul sagte: „Der Herr hat mir ganz spezifisch gesagt, daß ER 1993 und 1994 diese souveränen Gefäße freilassen würde. Alles was wir vorher gesehen haben wird anfangen zu verblassen wegen der Herrlichkeit dessen, welche in diesen Tagen geschehen wird.“

Am Neujahrtag 1993 prophezeite Paul Cain in der Anaheim Vineyard Gemeinde bezüglich der bald kommenden Bewegung des Geistes. Volle drei Wochen vor der ersten Versammlung in Toronto gab Paul bekannt: „Da kommt eine frische Freigabe und eine Heimsuchung des Geistes zu John und Carol.“ Er sagte auch, daß diese Bewegung des Geistes die ganze Vineyard-Bewegung segnen würde. Jeder jubelte und dankte dem Herrn. Später ging Paul zu John und Carol Wimber und erzählte ihnen, daß der Herr gesagt hatte: „John und Carol, und nicht Wimber!“ John Wimber begann darüber nachzudenken. Die einzig anderen John und Carol, die er in der Vineyard kannte, waren John und Carol Arnott.

Im Juli 1994, sieben Monate nach Paul Cains Prophetie waren bereits zwei Drittel aller Vineyard Gemeinden durch die Ausgießung, die auf John und Carol und ihre Gemeinde gefallen war, gesegnet worden. Zu Ende Dezember 1994 waren mehr als viertausend Gemeinden in England dramatisch durch eine Heimsuchung Gottes berührt worden. Leitende evangelikale Leiter sagen heute immer wieder in der Presse und in Magazinen, daß England heißer im Geist ist, als es jemals gewesen wäre.

Zweifelsohne ist die Gemeinde wiederbelebt worden und die Erwartung ist überall, daß es nun anfängt, daß verlorene Seelen en masse gerettet werden.

 
Marc Dupont

Marc Dupont, ein prophetischer Leiter, der in der Torontogemeinde angestellt ist, empfing eine zweiteilige Offenbarung betreffend der Ausgießung von 1994. Im Mai 1992 waren Marc und seine Frau Kim von San Diego, Kalifornien nach Toronto umgesiedelt. Am allerersten Arbeitstag von Mark gab ihm der Herr eine großartige Vision und ein prophetisches Wort von dem, was schließlich in dieser Stadt stattfinden würde. Teil dieser Vision war das Folgende:

„Ich hatte eine Vision von Wasser, das auf einen großen Felsen herunterfiel. Die Menge des Wassers war ähnlich wie die der Niagara Fälle. Ich fühlte, daß Toronto der Felsen war über den viel lebendiges Wasser mit großer Kraft fließen würde. Wie Jerusalem würde Toronto schließlich ein sendender Ort für alle Nationen zu allen Kontinenten hin zu sein. Als der Felsen begann aufgerichtet zu werden, nahm er die Gestalt eines riesigen Dammes an, welcher bis zu einem gewissen Maß lebendiges Wasser bevorratete. Das Wasser begann sich aus dem Damm zu ergießen und nach Westen den ganzen Weg zu den Rocky Mountains zu fließen. Dann lief es nördlich entlang des östlichen Randes der Berge und östlich zurück über die Prärien Kanadas.

Am 5. Juli 1993 während Marc in Vancouver, Britisch Kolumbien war, spürte er ein Gefühl der Dringlichkeit vom Herrn. Er glaubte, daß der Herr eine Zunahme von Evangelisation, eine Bewegung des Heiligen Geistes und einen Ruf an die Christen zum Gebet andeutete, welches im Sommer und Herbst dieses Jahres geschehen würde. Das Tempo würde sich bis zum neuen Jahr beschleunigen.

Marc sah, daß da zwei grundlegende Phasen sein würden, gemäß dem Prozeß, wie er in Hesekiels Vision von den trockenen Beinen veranschaulicht wurde (siehe Hesekiel 37). Die erste würde eine prophetische Phase sein, in der die Gemeinde und die Leiter den Vater suchen würden und zu IHM um eine souveräne Bewegung seines Geistes rufen würden. Die andere würde eine apostolische Phase von Kraft und Autorität sein, die in die Gemeinde im Gebiet Torontos kommen würde. Da würde eine Bewegung des Geistes auf der Stadt sein, die machtvolle Zeichen und Wunder miteinschließen würde. Marc fühlte, daß Gott ein einzigartiges Werk in Toronto und Südontario tun würde. Der Wind des Geistes würde von dort zu allen Ecken der Erde blasen. Er sah Künstler und Musiker, die auf öffentliche Plätze hinausgingen. Die Einheit in der Gemeinde würde zunehmen und Pastoren würden miteinander kooperieren, wenn sie zusammen für Evangelisation und Gebet arbeiteten. Verschiedene kulturelle Gruppen würden berührt werden. Traditionelle Pastoren und Gemeinden von Denominationen würden sich geradewegs in die vorderste Front der Bewegung des Geistes hineinbegeben.

Im nächsten Monat, im August 1993 gingen Marc, John Arnott und ich über den Parkplatz ihres Familiencamps, als plötzlich der Geist der Prophetie auf Marc kam. Er sagte John, daß innerhalb von sieben Monaten eine Bewegung des Geistes anfangen und John und Carol auf die größten Bühnen der Welt zu katapultieren würde. Mark beschrieb wie John zu den Hauptstädten rund um die Welt reisen und zu Tausenden sprechen würde. Die Kraft Gottes würde durch seine Hände und seine Gegenwart freigesetzt werden, wenn er betete und Menschen in die mächtigen Dinge des Geistes Gottes freisetzte. Die Prophetie war so großartig, daß wir nicht einmal wußten, wie wir uns solch ein Ding vorstellen sollten. John war Pastor einer dreihundert Mitglieder großen Gemeinde und man kann nicht gerade sagen, daß Einladungen zum Sprechen hereinströmten.Es war ein Gebet, aber da waren keine Zeichen von Realität. Innerhalb von sieben Monaten begann alles, was prophezeit worden war, zu geschehen und sich örtlich umzusetzen.

 
Randy Clark

Am Tag bevor Randy Clark zu einer ersten Veranstaltung nach Toronto reiste, fühlte er sich nervös. Was, wenn Gott sich nicht bewegte? Randy erhielt an diesem Tag einen Anruf von Richard Holcomb. Richard war ein Baptistenfreund, der keine Ahnung von dem hatte, was gerade dabei war zu geschehen. Er erzählte Randy: „Ich habe ein Wort für dich, das ist das klarste Wort, das ich jemals gehabt habe.“ Randy fragte: „Was ist es?“ Richard prophezeite: „Der Herr sagt: Teste mich jetzt, teste mich jetzt, teste mich jetzt. Hab keine Angst. Ich werde dich bestätigen. Ich möchte, daß du deine Augen geöffnet hast, damit du meine Ressourcen für dich in den Himmeln siehst, genau wie Elisa gebetet hatte, daß Gehasi’s Augen sich öffnen würden (2. Kön. 6,17). Werde nicht ängstlich, denn wenn du ängstlich wirst, kannst du mich nicht hören.“ Randy sagte später: „Ein Friede kam in mein Herz und ich wußte, daß Gott sich bewegen wird. Ich sagte sogar meinem Team: „Macht euch bereit! Wir gehen zu einer apostolischen Mission nach Kanada.“

 
Zusammenfassung

Durch die verschiedenen erwähnten Personen hatte Gott eine Zeit geoffenbart: 1994. Durch Prophetie war ein bestimmter Ort offenbart worden: Toronto, Kanada. Gott hatte einige souveräne Gefäße gekennzeichnet: Einen John und eine Carol von Kanada, die dazu benutzt werden würden eine große Welle von Erfrischung zu der Vineyard Bewegung zu bringen. Schließlich hatte der Herr gesagt, daß es hinausgehen und die ganze Welt berühren würde. Niemals zuvor war in der Geschichte von Kanada etwas wie dieses je geschehen. Sogar nach mehr als zweieinhalb Jahren setzen sich die Versammlungen fort. Durch das ganze Jahr hindurch kommen jeden Wochentag abends ein bis zweitausend Menschen, um gesegnet zu werden und über zweitausend an den Wochenenden. Nahezu jede Nation der Welt, wo es Christen gibt, bezeugt, daß sie direkt oder indirekt durch diese eine spezifische Heimsuchung beeinflußt worden ist. Gott hatte gesagt, daß es geschehen würde, bevor es je geschehen ist, so daß wir nicht zweifeln würden, daß das Seine auserwählte Zeit ist – Seine Zeit, die Erde zu segnen. In den Tagen von Evan Roberts schrieb das Quäker Journal von 1905: „Was wir in Wales gesehen haben ist wiedergetauftes Quäkertum! Das Eisen in unseren Dörfern in Wales ist heiß. Laßt es uns schmieden bevor es kalt wird.“ Wir würden gut daran tun, eine Lektion von unseren Walisischen Brüdern zu lernen. Die Wahrnehmung, daß dieses unsere auserwählte Zeit ist, sollte unsere Haltung, unseren Glauben und unsere Aktivitäten dramatisch ändern. Nur ein Wort ist ausreichend: „Mehr!“

Siehe auch „Die Elia-Diener Gottes“ von Howard Pittman

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