Hand in Hand - Internationaler christlicher Lehr- und Hilfsdienst
Prophetien

ERFOLGREICHE LEITERSCHAFT
Kapitel 10: Umgang mit Kritik
Von Tom Marshall

 
Vielen Leitern fällt es schwer zu akzeptieren, dass sie so oft kritisiert und in Frage gestellt werden. Sie sind betroffen und frustriert, oder aber verletzt und verbittert. Kritik lässt meistens nicht lange auf sich warten. Leiter stellen immer wieder fest, dass Kritik anscheinend einfach zu ihrem Job gehört. Warum hat sie bloß niemand davor gewarnt? Es lohnt sich, diesen Fragen genauer auf den Grund zu gehen.

Kritik kann aus unterschiedlichen Richtungen kommen: von unseren Gegnern oder Feinden, von Leitern anderer Gemeinden und christlicher Organisationen, aber auch aus unseren eigenen Reihen, d.h. ausgerechnet von den Menschen, denen wir als Leiter dienen wollen.

Kritik von außen ist leichter zu verkraften. Wir können uns zumindest sagen, dass unsere Kritiker es auf ihren persönlichen Vorteil abgesehen haben, dass hinter ihren Angriffen Vorurteile, Unwissenheit und geistliche Blindheit stehen, oder dass sie sich bewusst der Wahrheit widersetzen. In der Schusslinie des geistlichen Kampfes zu stehen, kann eine geradezu belebende Wirkung haben.

Kritik von anderen christlichen Leitern dagegen ist viel schwerer zu ertragen, weil man ja eigentlich zum selben Lager gehört – trotz konfessioneller und lehrmäßiger Unterschiede oder verschiedener Gottesdienstformen. Aber auch diese Angriffe können wir, wenigstens teilweise, auf Engstirnigkeit, Unsicherheit oder gar Eifersucht zurückführen.

Am schlimmsten aber ist Kritik aus den eigenen Reihen. Hierbei handelt es sich ja wirklich um Leute aus demselben Lager, und Kritik und Nörgelei riechen sehr schnell nach mangelnder Loyalität oder Rebellion. Es kann zutiefst verletzen, wenn ausgerechnet diejenigen Kritik äußern, die uns vor wenigen Jahren in eine leitende Position berufen haben und meinten, wir seien dafür geradezu prädestiniert Bisher haben sie nie etwas auf uns kommen lassen, und plötzlich fallen sie uns in den Rücken. Wir empfinden ihr Verhalten als Verrat und beschließen, nie wieder jemandem zu vertrauen. Gleichzeitig fragen wir uns, ob wir sie mit den gleichen Mitteln bekämpfen sollen.

 
WIE ENTSTEHT KRITIK?

Wir müssen uns von vornherein klarmachen, dass Kritik aus dem Leben eines Leiters nicht wegzudenken ist. Diese Feststellung verhilft zu einem objektiveren Umgang mit Kritik. In einem englischen Sprichwort heißt es: Wer die Hitze nicht verträgt, sollte besser nicht am Herd stehen. Leiter müssen deshalb von ihren Zielen überzeugt und in der Lage sein, ihre Pläne trotz negativem Feedback zu verwirklichen. Sonst haben sie keine Leiterfunktion mehr, sondern lassen sich von der jeweils vorherrschenden Stimmung ihrer Mitarbeiter beeinflussen.

Unsere Überlegungen sollten noch einen Schritt weitergehen: Kritik ist nicht nur eine unvermeidliche Begleiterscheinung von Führungspositionen; sie ist zudem verständlich und vollkommen legitim, selbst wenn auf Seiten der Leiter kein Fehlverhalten vorliegt. Die Gründe dafür wollen wir uns genauer anschauen.

1. Leiter sorgen immer für Veränderung. Veränderungen empfinden die meisten Leute als etwas Unbequemes oder sogar Bedrohliches, selbst wenn sich etwas zum Besseren wendet. Es wird also immer Mitarbeiter geben, die den Status quo vehement verteidigen und sich allem Neuen hartnäckig widersetzen. Aus ihrer Sicht denken sich Leiter ständig neue Unannehmlichkeiten aus.

2. Leiter beschäftigen sich mit der Zukunft und leben zielorientiert. Die gegenwärtigen Umstände haben also immer etwas Unvollkommenes, und die gesteckten Ziele sind erst teilweise verwirklicht. Insofern besteht auch immer Grund zu berechtigter Kritik; bestehende Mängel und Unzulänglichkeiten bieten sich dafür geradezu an. Sobald sich ein Projekt dem Ende nähert, sehen Leiter wieder neue Projekte am Horizont und steuern neue Ziele an. Auch hier werden Schwachstellen und somit Angriffspunkte für Kritik nicht ausbleiben.

3. Fragen und Kritik entstehen oft aus dem einfachen Grund, dass zukünftige Entwicklungen für Mitarbeiter weniger klar auf der Hand liegen. Das wird auch gar nicht von ihnen erwartet – sonst bräuchten sie keine Leiter oder hätten selbst Leitungsaufgaben. Wichtig ist, dass Leiter ihre Vision in Form eines klaren Konzeptes vertreten und ihren Mitarbeitern immer wieder den Weg weisen. Fragen und Zweifel können ein Zeichen dafür sein, dass darauf nicht genug Wert gelegt wurde.

4. Leiter haben in der Regel einen Informationsvorsprung. Ihre Mitarbeiter sind also weniger gut informiert und ziehen manchmal voreilige Schlüsse. Auch darin liegt eine mögliche Quelle für Kritik. Vielfach kommunizieren die Leiter nicht klar oder umfassend genug, und in manchen Fällen halten sie bewusst Informationen zurück, um ihren eigenen Machtbereich zu behaupten.

5. In schwierigen Zeiten verblasst häufig die Vision. Wenn es hart auf hart geht, zeichnen sich Schwierigkeiten und Hindernisse deutlicher und überzeugender ab als Ziele. Mit der Realität der Probleme sind wir unmittelbar konfrontiert; die Ziele dagegen liegen weit entfernt in der Zukunft. Angstbedingtes Nörgeln und Fragen ist keine Seltenheit. Die Geschichte vom Auszug aus Ägypten sollte für alle Leiter Pflichtlektüre sein, nicht zuletzt, weil wir daraus etwas über den Umgang mit Kritik lernen können. Jede Reise zu einem lohnenswerten Ziel führt streckenweise durch die Wüste. Gerade in diesen Momenten haben Leiter eine wichtige Funktion. Wenn alles glattläuft, ist Führen keine Kunst, und Leiter können sich sogar überflüssig vorkommen. Unter Druck dagegen, wenn alle anderen bereit sind, das Handtuch zu werfen und wieder nach Ägypten zurückzukehren, sind Leiter in ihrem Element.

6. Manchmal wird auch Kritik geäußert, um auf echte Gefahren und Fehler hinzuweisen, die den Leitern nicht bewusst sind. Dadurch, dass Leiter von ihren langfristigen Zielen stark in Anspruch genommen sind, sind sie manchmal blind für Fallen, in die sie förmlich hineinstolpern. Die anderen Mitarbeiter haben oft einen viel besseren Blick für unmittelbare Gefahren.

7. Verschiedene Menschen können ein und dieselbe Situation völlig unterschiedlich wahrnehmen, weil ihr Leben von verschiedenen Grundmotivationen geprägt ist. Auch dadurch wird eine Reihe von Fragen aufgeworfen. Mitarbeiter, deren Aufgaben klar und deutlich abgesteckt sein müssen, bevor sie loslegen können, wollen immer genauere Einzelheiten wissen. Problemlöser sind ständig auf der Suche nach komplizierten Fällen. Menschen, die Zeit brauchen, um sich auf etwas einzustellen, reagieren meistens zurückhaltend.

8. Fahrlässig eingesetzte Macht kann anderen Menschen schweren Schaden zufügen. Es könnte einen zur Verzweiflung treiben, wenn man sieht, wie viele Christen von autoritären, unsensiblen oder einfach achtlosen Leitern zutiefst verletzt worden sind und noch heute an den Folgen leiden. Viele Menschen können keinem Leiter mehr Vertrauen entgegenbringen. Um zu erkennen, wann Kritik etwas mit Verletztheit zu tun hat und um damit umgehen zu können, sind Unterscheidungsvermögen und Weisheit erforderlich.

9. Macht hat immer etwas Faszinierendes; deshalb sind Führungspositionen so begehrt. Bei der Besetzung einer solchen Stelle übergangen oder abgelehnt zu werden, kann Eifersucht auslösen. Neid und Eifersucht können sich durch Kritik oder persönliche Angriffe äußern, wie sie auch gegen Moses gerichtet wurden: „Und sie empörten sich wider Mose im Lager, wider Aaron, den HeiIigen des Herrn“ (Psalm 106,16).

10. Schließlich wird auch deshalb so viel kritisiert, weil es ungleich einfacher ist, Fehler bei anderen zu finden, als selbst etwas auf die Beine zu stellen. Initiative zu ergreifen und etwas Neues zu entwickeln erfordert Zeit, Energie und die Bereitschaft, Risiken einzugehen. Außerdem steht dabei oft eine Menge auf dem Spiel, und wenn es nur der gute Ruf des Projektverantwortlichen ist. Gene Edwards sagte einmal sehr treffend: „Die Fähigkeit, Fehler zu sehen, kann von jedermann mühelos ausgeübt werden.“

Es gibt noch einen weiteren Grund, warum uns Kritik so leicht über die Lippen geht: Wir bringen damit indirekt zum Ausdruck, dass wir die Aufgabe viel besser erledigt hätten. Ob wir dazu wirklich in der Lage wären, lässt sich ja nicht überprüfen.

 
WIE KANN MAN MIT KRITIK UMGEHEN?

Wenn Leiter erkannt haben, dass Kritik weder außergewöhnlich noch unbedingt destruktiv ist und sie sowieso lernen müssen, mit ihr zu leben, stellt sich die Frage nach kreativen Möglichkeiten im Umgang mit, Kritik. Dazu im folgenden einige Grundregeln.

1. Weisen Sie Kritik nicht von vornherein zurück.
Leiter sollten, wie bereits erwähnt, so von ihren Zielen überzeugt sein, dass sie ihre Pläne auch bei negativem Feedback weiterverfolgen. Wer von seiner Veranlagung her dazu neigt, Gegenstimmen zu überhören und ungeachtet aller Widerstände au£ sein Ziel zuzusteuern, hat damit keine Schwierigkeiten. Hüten Sie sich aber davor, Kritik oder Fragen automatisch so zu begegnen, denn der Schritt zu Arroganz und anmaßendem Verhalten ist dann nicht mehr weit.
Leiter sollten vielmehr für jede Art von Kritik, auch wenn sie noch so unüberlegt ist, dankbar sein; schließlich bewahrt sie uns zumindest vor den verhängnisvollen Folgen von Überheblichkeit und Selbsttäuschung.

2. Lassen Sie sich durch Kritik nicht entmutigen.
Kritik kann Leitern sämtlichen Mut rauben. Dies gilt vor allem dann, wenn sie aus den eigenen Reihen oder von Leuten geäußert wird, auf deren Unterstützung man angewiesen ist oder auf deren Meinung man besonderen Wert legt. Manchmal besteht die Möglichkeit, sich durch Gespräche mit Freunden wieder aufrichten zu lassen, aber letztlich sind Leiter, um mit der Situation umgehen zu können, auf eine innere Kraftquelle angewiesen. Jesus Christus und die Gewissheit, dass er uns immer zur Seite steht, ist die Quelle unserer Kraft. Als Davids eigene Leute nach der Niederlage in Ziklag daran dachten, ihn zu steinigen, heißt es: „David aber stärkte sich in dem Herrn, seinem Gott.“ (1. Samuel 30,6)

3. Lassen Sie sich durch Kritik nicht demoralisieren.
Demoralisiert zu sein geht noch einen Schritt weiter als Entmutigung. Leiter, die sich durch Widerstand und Schwierigkeiten eingeengt fühlen, handeln auf einmal willkürlich oder greifen zu Mitteln, die ethisch nicht vertretbar sind, um sich aus dieser Zwickmühle zu befreien. Oder aber der äußere Druck in Form von Kritik und Opposition wird so stark, dass die seelische Stärke und Widerstandskraft des Leiters plötzlich versagt. Dann brauchen wir, was Paulus auch für die Christen in Ephesus erbeten hat:
„... dass er euch Kraft gebe nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit, stark zu werden durch seinen Geist an dem inwendigen Menschen.“ (Epheser 3,16)

4. Lassen Sie sich nicht von Kritik bestimmen.
Manchmal sind Leiter um des lieben Friedens willen versucht, der Kritik nachzugeben und ihre Pläne entsprechend zu ändern. In Gemeinden wird oft das Bemühen um Einheit als Grund angegeben. Meistens bewirkt jedoch die veränderte Situation, dass von denjenigen, die mit dem bisherigen Vorgehen zufrieden waren, Einspruch erhoben wird. Um beiden Seiten entgegenzukommen, versuchen die Leiter, einen Mittelweg zu finden, ernten aber für ihre Kompromisslösung noch weniger Beifall. Und damit nicht genug: Auch die schweigende Mehrheit fängt an, ihren Unmut kundzutun, weil sie beobachtet, wie die Leiter ihr Mäntelchen nach dem Wind hängen und sich jeweils der Gruppe beugen, die ihr Anliegen mit größerem Nachdruck vorbringt.
Damit soll keineswegs gesagt werden, dass man Kritik mit einer vollkommen unflexiblen, unnachgiebigen Haltung begegnen sollte. Wenn jedoch kurzfristig Änderungen vorgenommen werden, um kritische Stimmen zum Schweigen zu bringen, laufen wir Gefahr, unsere langfristigen, übergeordneten Ziele aus den Augen zu verlieren.

5. Nehmen Sie Kritik nicht persönlich.
Dieser Ratschlag ist am wichtigsten, aber auch gleichzeitig am schwersten zu befolgen. Die beiden folgenden Reaktionen sind Ihnen sicher nicht fremd: Sie fassen Kritik an Ihrem Vorgehen oder Ihren Plänen als persönliche Kritik und somit als Angriff auf Ihre Integrität, Ihren Charakter oder Ihre Fähigkeiten auf. Sie beziehen vielleicht persönlich dagegen Stellung und lehnen nicht nur die Ansichten ihres Gegenübers, sondern seine gesamte Person ab.
Versuchen Sie, Kritik stattdessen immer nach ihrem sachlichen Gehalt, d.h. in Zusammenhang mit einem objektiven Tatbestand, zu beurteilen. Leiter sollten immer die Einstellung vertreten: „Wenn du mir helfen willst, eine bessere Entscheidung zu treffen, bin ich offen und dankbar für deine Hilfe.“
Auch wenn hinter der Kritik ein falsches Motiv steht, besteht keine Veranlassung, sie rundheraus abzulehnen. Ich muss der Ehrlichkeit halber zugestehen, dass in bestimmten Momenten genau die falsche Person mit genau den falschen Motiven genau zur falschen Zeit genau das Richtige gesagt hat!

6. Versuchen Sie, dem Grund für die Kritik auf die Spur zu kommen.
Kritik und die Art und Weise, wie sie geäußert wird, gibt häufig noch keinen Aufschluss über das eigentliche Problem, sondern ist nur symptomatisch für die Fragen, um die es eigentlich geht. Wenn man den Gründen auf die Spur kommt, ist es leichter, angemessene Antworten zu finden. Unter Umständen muss man auch auf verschiedene Personen, die das Gleiche vorbringen, unterschiedlich eingehen. Im folgenden sind einige mögliche Gründe für Kritik genannt:

  1. Angst vor Veränderungen oder vor der Zukunft. Versuchen Sie, dem Betreffenden Vertrauen zu vermitteln.
  2. Fehler und Missverständnisse. Hier sind Informationen und genauere Erklärungen gefragt.
  3. Mutlosigkeit angesichts schwieriger Umstände und Probleme. Diesen Leuten sollte man neuen Mut und Zuversicht zusprechen.
  4. Wahrnehmen von Gefahren oder Irrtümern. Derartige Kritik verdient unsere Aufmerksamkeit. Handeln Sie möglichst rasch, wenn Fehler ausgebügelt oder Gefahren abgewendet werden müssen.
  5. Ablenkungsmanöver und nutzlose Diskussionen. Weisen Sie solche Kritik zurück. Sonst werden Energien verschwendet und man tritt nur noch auf der Stelle.
  6. Verletzungen durch augenblickliche oder frühere Erfahrungen mit Leitern. In einigen Fällen ist es erforderlich, dass Leiter ihre Schuld anerkennen, um Vergebung bitten und Wunden verbinden. Andere Menschen brauchen Heilung, auch wenn den Leitern nichts vorzuwerfen ist. jemand, der bei einer Stellenbesetzung nicht berücksichtigt worden ist, kann beispielsweise Verletzungen davontragen, obwohl die Entscheidung korrekt war.
  7. Falsche Haltungen oder ein falscher Geist, wie zum Beispiel Neid, Eifersucht, Streit oder Spaltung. Gegen solche Tendenzen sollte man angehen. Nehmen Sie sich jedoch als Leiter davor in acht, Kritikern falsche Motive zu unterstellen, um damit Ihre eigene Abwehrhaltung, Ihren Stolz oder Ihre Unsicherheit zu tarnen.

Ziehen Sie erst dann vorsichtige Schlüsse in bezug auf Motive und innere Einstellungen, wenn Sie die Situation anhand der anderen, oben genannten Kriterien überprüft haben. Das Infragestellen der Motive sollte nie an erster Stelle stehen. Wir sind kaum in der Lage, unsere eigenen Motive hundertprozentig richtig einzuschätzen und sollten deshalb mit Urteilen über andere zurückhaltend sein.

 
UMGANG MIT PERSÖNLICHEN ANGRIFFEN

Wie sollte man sich verhalten, wenn Kritik in einen persönlichen Angriff umschlägt? Vor allem Kritik an Leitern kann zu einer rein persönlichen Angelegenheit oder sogar zu Rufmord entarten. Dann steht nicht mehr das Vorgehen der betroffenen Personen im Vordergrund, sondern sie selbst sind zur Zielscheibe geworden. Folgendes ist in solchen Fällen zu beachten:

1. Vergelten Sie nicht Gleiches mit Gleichem.
Wenn hinter der Kritik ein falscher Geist steht, kann er nur überwunden werden, indem Sie in der entgegengesetzten Haltung reagieren:

  • Wenn Streitsucht dahintersteht – reagieren Sie friedfertig
  • Wenn Gehässigkeit dahintersteht – reagieren Sie liebevoll
  • Wenn Geiz dahintersteht – reagieren Sie großzügig
  • Wenn Stolz dahintersteht – reagieren Sie demütig
  • Wenn Arroganz dahintersteht – reagieren Sie mit der Bereitschaft zu lernen
  • Wenn Betrug dahintersteht – reagieren Sie in der Wahrheit
  • Wenn Misstrauen dahintersteht – reagieren Sie vertrauensvoll

2. Lassen Sie Ihre Reaktionen nicht von Ihren Gefühlen bestimmen, damit nicht Wut oder Verletzungen die Oberhand gewinnen.
Hüten Sie sich auch vor Bitterkeit, Groll oder Selbstmitleid – dem „Ich Ärmster“-Syndrom. Denken Sie daran, dass Ihr Ehepartner und Ihre Familie unter dem Angriff wahrscheinlich noch mehr leiden als Sie selbst.

3. Lassen Sie sich bei einer Trennung nicht zur zentralen Figur machen.
Eine Trennung stellt in den seltensten Fällen eine fruchtbare Lösung dar. Wenn dieser Schritt jedoch unumgänglich ist, weil man in Grundsatzfragen nicht zu einer Übereinstimmung gelangt, sollte er in gegenseitigem Einvernehmen erfolgen. Trennungen, bei denen Personen im Mittelpunkt stehen, sollte man mit allen Mitteln entgegenwirken.

4. Lassen Sie sich nicht für Angriffe gegen andere benutzen.
Lassen Sie sich auch nicht dazu verleiten, Menschen, mit denen Sie eng verbunden sind, im Stich zu lassen, wenn sie unter Beschuss stehen. Loyalität bedeutet: „Ich stehe auf deiner Seite, auch wenn andere gegen dich sind, und ich werde dich verteidigen, auch wenn es für mich mit Kosten oder Risiken verbunden ist.“

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