Hand in Hand - Internationaler christlicher Lehr- und Hilfsdienst
Prophetien

ABER DER HIMMEL SCHEINT VERSCHLOSSEN
Kapitel 1: Feindlicher Einfluß unter verschlossenem Himmel
Von John Kilpatrick

 
Ich erinnere mich, über eine Gemeinde gelesen zu haben, wo die Kraft Gottes in einem wunderbaren Strom der Herrlichkeit floß. Die Menschen erfreuten sich an herrlicher Anbetung voller Jubel und Freude. Wenn sie „Preis dem Herrn!“ sagten, dann meinten sie es von ganzem Herzen. Ihre Worte klangen kein bißchen wie die „klingenden Erze und schallenden Zimbeln“, die wir heute in christlichen Kreisen so viel hören.

Sie sangen Lieder voller Bedeutung, und der Geist Gottes bewegte sich so mächtig in den Lobpreisgottesdiensten, daß oft Menschen ohne jeden Altarruf von allein aufstanden und zum Gebet nach vorne zum Altar gingen. Wenn der alte, silberhaarige Pastor schließlich aufstand, um zu predigen, fiel es niemandem auf, daß seine Stimme fast aufgebraucht war von Jahren des inbrünstigen, vom Geist inspirierten Predigens. Er predigte mit Tiefgang und einem reichen Empfinden der Gnade Gottes, gestärkt durch die Sicherheit, daß Fürbitter und Gebetskämpfer für ihn und für die Notleidenden beteten.

Diese betenden Männer und Frauen verstanden es, Gott zu berühren. Sie hatten die Woche über viel Zeit in Gebetskammern oder Schlafzimmern verborgen verbracht und in Gebet und Fürbitte zum Herrn geschrien: „O Gott, wenn unser Pastor aufsteht, um zu dienen, dann laß die Salbung auf ihm sein! Laß deine Kraft dasein, um Menschen zu dir zu ziehen.“ Sie waren nicht daran interessiert, über andere erhoben zu werden. Ebensowenig wollten sie von einem anerkennenden Publikum gesehen oder gehört werden. Ihre größte Freude sowie die Quelle ihrer Erfüllung erlebten sie, wenn sie mit Gott alleine waren und inbrünstig beteten, bis Gott Seelen rettete.

Als der alte Pastor beschloß, in Rente zu gehen, änderte die Geschichte der Gemeinde sich für immer. Die Leute erkannten nicht, daß nicht nur der Dienst ihres geliebten Pastors zu Ende ging, sondern auch die Vitalität der Gemeinde. Über Jahre hinweg hatten sie die Tiefen der reichen Salbung und Ausgießung des Heiligen Geistes erlebt. Solide Bibellehre sowie gottesfürchtige Leiterschaft hatten ein starkes Fundament in den meisten Gliedern der Gemeinde gelegt und sie immer näher zum Herrn und zu Seinem Willen gezogen.

Leider war dies nicht bei allen Gliedern der Gemeinde der Fall. Die Personen im Gemeindevorstand hatten den Eindruck, daß gewisse Änderungen nötig seien. Als sie ihre Suche nach einem neuen Pastor begannen, kamen sie überein, nach einem sehr jungen Mann zu suchen. Sie kamen auch überein, daß es Zeit sei, etwas von dem Emotionalismus in der Anbetung wegzustreichen, besonders das Stöhnen und Geburtsarbeit leistender Fürbitter. Das Komitee hatte keine Schwierigkeiten, einen Prediger zu finden, der ihren Vorstellungen entsprach. Leider machten sie sich nie die Mühe, Gott zu fragen, was wohl seine Vorstellungen sein könnten.

 
Fleischliche Leiterschaft führt zu einem verschlossenem Himmel

Der von diesem Gemeindevorstand gewählte Kandidat erfüllte ihre Liste von Qualifikationen vollkommen. Wenn er predigte, gab es wenig von dem irritierenden Emotionalismus, den sie so sehr verhindern wollten, und die Gemeinde schien erstaunlich gefügig. Das Komitee fand den Frieden recht erfrischend. Eine Störung jedoch blieb erhalten. Die treueste (und schon ältere) Fürbitterin des früheren Pastors stand weiterhin zu Ende des Gottesdienstes von ihrer Bank auf und kniete sich genau dort auf den Teppich, wo ihre zerbrechlichen Knie in so vielen Jahrzehnten schon Kerben hinterlassen hatten, um für die Seelen der Verlorenen einzustehen.

Dem neuen Pastor war die Fürbitte dieser älteren Schwester recht unangenehm. Tatsächlich war der schwierigste Teil seiner Pflicht der Altarruf, wenn diese gottesfürchtige Frau vor Gott Fürbitte zu tun und öffentlich Geburtsarbeit zu leisten begann: „Mein Gott, sende uns Erweckung. Mein Gott, gib uns Seelen heute morgen. Laß die Menschen nicht hier heraus und in die Hölle gehen!“ Der neue Pastor fühlte sich davon so belästigt, daß er ernsthaft erwog, dieses politisch inkorrekte und ziemlich primitive religiöse Ritual von der Gottesdienstordnung zu streichen. Er empfand es als etwas gespenstisch. Ganz im Gegensatz dazu hatte der frühere Pastor sich immer auf das Gebet dieser lieben Schwester gefreut in dem Wissen, daß es aus dem Herzen Gottes kam. Es war der Geist Gottes, der durch diese gottesfürchtige Frau betete und Geburtsarbeit leistete. Leider hatte in der Bibelschule niemand jemals dem neuen Pastor der Gemeinde diese Themen beigebracht.

Der junge Pastor ertrug dieses öffentliche Schauspiel beinahe sechs Monate lang, doch eines Sonntag morgens, nachdem er seine Predigt beendet hatte, schritt er zur Tat. Wie immer lag die liebe alte Schwester auf ihren Knien und leistete Geburtsarbeit. So versunken war sie in ihre Fürbitte, daß sie nicht einmal bemerkte, daß der Pastor seine Predigt beendet hatte, ohne einen Altarruf zu geben. „O Gott, o Gott“, weinte sie, ihr kleines Gesichtchen tränenüberströmt.

Der junge Pastor tippte der älteren Fürbitterin auf die Schulter und sagte: „Meine Liebe, das wird nicht mehr nötig sein. Wir wollen das in dieser Gemeinde nicht, weil es neue Besucher vom Kommen abhält. Sie verstehen es einfach nicht.“ Der Pastor wußte es nicht, doch an jenem Tag hatte er durch seine ignorante Tat den alten hebräischen Namen Ikabod über die Eingangstür der Gemeinde gehängt. Das bedeutet: „Die Herrlichkeit des Herrn ist gewichen.“

 
Wo ist die Berührung Gottes?

Du kannst heutzutage in jede beliebige Gemeinde gehen und einen Mann mit großer rhetorischer Kunst predigen hören. Du kannst die Resonanz seiner trainierten Stimme hören und seine noble Haltung beobachten. Du magst seinen makellosen Maßanzug bemerken und den feinen Gesang des Chores genießen. Mit größter Wahrscheinlichkeit wirst du auch teure Ausrüstung und einen wunderschön geschmückten Saal sehen. Du magst sogar eine gewisse Aufmerksamkeit in der Versammlung spüren. Doch wo, oh, wo nur ist die Berührung Gottes?

Die Gemeinden Amerikas wetteifern miteinander in dem Bestreben, die Reichen und die Berühmten anzuziehen und ihre Bänke mit der Elite ihrer Stadt zu füllen. Beinahe jeder bessere Stadtteil ist gespickt mit neuen, gebrauchsfreundlichen Kirchengebäuden, die achtsam darauf ausgerichtet sind, die größtmögliche Anzahl sozial akzeptabler Zuhörerschaft anzusprechen und anzuziehen. Dennoch nimmt die Kirchenzugehörigkeit ständig ab, und das moralische Klima unserer Nation ist wortwörtlich am Nullpunkt angelangt. Christen sind kaum von Nichtchristen zu unterscheiden, und die Gemeinde und ihre Leiter sind tiefster Verachtung ausgesetzt. Tatsächlich sind unsere Augen auf uns selbst gerichtet, während Gottes Augen auf die vielen Seelen gerichtet sind, deren Errettung auf dem Spiel steht. Etwas ist schrecklich falsch gelaufen. Solange nicht jemand wiederentdeckt, wie man Gott berührt, und solange nicht jemand bereit ist, den Preis für echte Erweckung zu zahlen, wird wahre Erweckung nur eine Erinnerung aus vergangenen Tagen bleiben.

 
Gott gibt Erweckung nie im Sonderangebot. Er gibt sie nie billiger. Sie hat für jede Generation ein und denselben Preis.

Gebet ist im ganzen Land in Ungnade gefallen. Einige sagen: „Es funktioniert einfach nicht.“ Andere sagen: „Es ist zu anstrengend.“ Doch es gibt auch viele aufrichtige Menschen, die frustriert sind, weil ihre Gebete nicht erhört werden. Sie gebrauchen sogar einen biblischen Ausspruch, wenn sie mir sagen: „Wenn ich bete, scheint es fast so, als seien die Himmel aus Erz. Ich weiß einfach nicht, was falsch läuft.“ Lieber Freund, nach Jahren des Gebetes und des Suchens nach Gott habe ich entdeckt, daß der Ausdruck „Himmel aus Erz“ genau die Krise der Gemeinde in dieser Stunde beschreibt! Die Himmel aus Erz zu durchbrechen, ist der Schlüssel zur Erweckung.

 
Ungehorsam verschließt den Himmel

Die Gemeinde steht im Begriff, den Kampf um die Seelen der Menschen zu verlieren. Viele Christen geben ehrlich zu, daß sie den Großteil ihrer Tage in wortwörtlicher Niederlage fristen, beinahe als lebten sie ständig unter einer Wolkendecke. Und dies ist tatsächlich der Fall! Sie haben die Tatsache übersehen, daß die Bibel Rangstufen oder Hierarchien von Mächten, Beherrschern und bösen Gewalten in den himmlischen Welten beschreibt, die das Vorankommen der Gemeinde auf der Erde hindern. Unser Ungehorsam verstärkt diese dämonische Macht über uns. Laß uns zum besseren Verständnis einige der Segnungen und Flüche ansehen, die Gott dem physischen Israel (der Nation) sowie dem geistlichen Israel (der Gemeinde) im 5. Buch Mose bekanntgegeben hat.

Der Segen
Und alle diese Segnungen werden über dich kommen und werden dich erreichen, wenn du der Stimme des Herrn, deines Gottes, gehorchst. Gesegnet wirst du sein in der Stadt, und gesegnet wirst du sein auf dem Feld. (5.Mose 28,2-3)

Der Fluch
Es wird aber geschehen, wenn du der Stimme des Herrn, deines Gottes, nicht gehorchst Und dein Himmel, der über deinem Haupt ist, wird Erz sein, und die Erde, die unter dir ist, Eisen. (5.Mose 28,15.23)

Wir haben vergessen, daß Horden von dämonischen Geistwesen, angeführt von Satan, alles in ihrer Macht Stehende tun, um uns auf ihr Niveau diabolischer Verderbtheit herunterzuziehen. Der Apostel Paulus machte klar, daß die meisten seiner Kämpfe gegen geistliche Feinde stattfanden. Dämonische Mächte waren die eigentliche Kraft, die die Menschen und Institutionen motivierten, lenkten und ausrüsteten, die im 1. Jahrhundert das Werk Gottes hinderten. Dies ist auch heute noch der Fall, doch wir erkennen es nicht, da die Gemeinde im großen und ganzen die Wege des Geistes eingetauscht hat gegen die Traditionen der Menschen. Es ist kein Zufall, daß wir im Augenblick in allen Bereichen unseres Lebens in Niederlage leben – in unseren Ehen, unseren Familien, unseren Gemeinden und unseren Nationen.

Der größte Teil des christlichen Werkes wird im physischen oder natürlichen Bereich getan, weil wir so denken und handeln, als hätten wir mit bloßen sterblichen Menschen zu tun. Wir nutzen jede neue Methode, die wir nur erträumen können, um unsere Gemeinden in eine „Haus- und Gartenreligion“ zu verwandeln. Wir wollen alles nett und ordentlich haben. Wir wollen keinerlei Unbehagen oder Konfrontation, und so vermeiden wir tunlichst jegliche Sündenüberführung. Wir produzieren bühnenreife Aufführungen. Wir laden die neuesten und bekanntesten Evangelisten ein. Wir kaufen Sendezeit in allen möglichen Massenmedien, um unsere Gottesdienste auszustrahlen. Doch selten kommen wir auf die Idee, gegen den starken Mann anzugehen, der so viele Menschen und Ortschaften regiert! Solange wir diese dämonischen Kräfte nicht verstehen und gegen sie angehen, werden sie garantiert die Bewegung des Geistes Gottes hindern.

Wir sind blind für die Probleme in den himmlischen Welten, weil wir uns auf das „Sichtbare“ konzentrieren anstatt auf das „Unsichtbare“. Wir arbeiten durch Menschen, um Menschen zu erreichen, anstatt den Geist Gottes zu bitten, an den Herzen der Menschen zu wirken, um sie auf ihre Knie zu zwingen.

Was würde geschehen, wenn wir unsere nutzlosen menschlichen Methoden, die Verlorenen zu erreichen, aufgeben würden? Was würde geschehen, wenn wir im Namen Jesus zu Gott schreien würden, der allein die Macht und Autorität hat, Gewalten und Weltbeherrscher der Finsternis zu entwaffnen? Lieber Freund, dies ist ein wichtiger Schlüssel, um Himmel aus Erz zu durchbrechen. Wenn wir uns von menschlichen Methoden abwenden und uns an die Kraft Gottes halten, werden wir sehen, wie die Herzen verändert, Körper geheilt und Leben wiederhergestellt werden.

Im Laufe des vergangenen Jahrzehnts habe ich gelernt, daß Gott es einfach satt hat, uns die Dinge auf unsere Art und Weise tun zu sehen. Er ist es müde, uns ihm die Schuld dafür geben zu hören, daß er unseren Mist nicht segnet. Wir haben keinerlei Recht zu jammern, wenn wir darauf bestehen, unsere Bemühungen, Menschen zu erreichen, zu kontrollieren und uns dickköpfig auf unsere menschlichen Methoden verlassen anstatt auf die gewaltige Kraft inbrünstigen Gebets. Wenn wir echte Erweckung wollen, werden wir die Dinge auf Gottes Art tun müssen. Punkt.

 
Gott hat das Leben so eingerichtet, daß es ohne ihn nicht funktioniert

Er warnte uns, wenn wir die Dinge nicht auf seine Art tun würden, würde „dein Himmel, der über deinem Haupt ist, Erz sein“. Von welchem „Himmel“ spricht Gott, und wie kann er aus Erz sein?

Laß uns diesen Vers genauer ansehen. Gott sprach über deinen Himmel, der über deinem Haupt ist. Der Himmel kann offen sein für dich, ohne offen zu sein für die Person, die neben dir steht. Jesus drückte dieses Prinzip in Matthäus 24,40 aus:

Dann werden zwei auf dem Feld sein, einer wird genommen und einer gelassen.

Der Himmel war offen über einer Person auf dem Feld, jedoch verschlossen über der anderen.

Vor vielen Jahren war eine der bekanntesten Zeichentrickserien die Serie „Pogo“. Eine der Figuren in dieser Serie hatte immer eine schwarze Wolke über sich hängen. Egal, was er tat oder wohin er ging, er hatte seine eigene, persönliche schwarze Wolke genau über seinem Kopf hängen. Dies mag eine der akkuratesten Darstellungen von einem Himmel aus Erz sein, die wir jemals sehen werden. Wenn wir die Lügen des Teufels glauben, dann legen wir unsere Zukunft, unsere Familien und unsere Gemeinden in seine Hände und erlauben ihm, die Himmel über unseren Köpfen zu verschließen. Paulus warnte uns, dem Teufel keinen Raum zu geben.

 
Sünde macht die Himmel zu Erz

Hier im südlichen Teil der Vereinigten Staaten sagen wir, Sauermilch ist geronnen (clabbered), wenn sie zu Quark wird, da sie sich verdickt hat und trübe geworden ist. Genau das tut Sünde mit den Himmeln. Sünde verdickt die Himmel, so daß sie sich schließlich verhärten gegen unsere Gebete, so wie Erz gehärtet und resistent gemacht wird gegen Feuer und Druck. Sünde trennt uns von der Reinheit und Zugänglichkeit der Versorgung Gottes.

Die Bibel sagt:

Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde. (1. Mose 1,1)

Die Himmel waren rein. Es gab keinerlei geistliche Verunreinigung, keine Hierarchie oder Rangstufen von Dämonen, Mächten, Gewalten oder Weltbeherrschern der Finsternis in den Himmeln, die die Erde beeinflußt hätten. Gott schaute auf die glitzernden Sterne, die Planeten und die weite Expansion der Himmel, die er geschaffen hatte, und nannte sie gut.

Später sündigte Adam und trat seine ihm von Gott anvertraute Autorität an den Teufel ab. Das gab Satan einen neuen Titel in seiner Funktion als Pachtherr und höchste regierende Autorität auf diesem gefallenen Planeten. Paulus sagte den Ephesern: „in denen ihr einst wandeltet gemäß dem Zeitlauf dieser Welt, gemäß dem Fürsten dieser Welt, gemäß dem Fürsten der Macht der Luft, des Geistes, der jetzt in den Söhnen des Ungehorsams wirkt (Epheser 2,2).

Im Anfang sprach Gott ohne jedes Hindernis mit seiner Schöpfung. Die Sünde Adams brachte Trennung und limitierte die Kommunikation zwischen Gott und den Menschen. Jede Generation entfernte sich immer weiter von Gott, bis nur noch Noah die Stimme seines Schöpfers kannte. Eine ganze Generation wurde von der Arche und von Gott ausgeschlossen. Nach der Sintflut vergaßen Noahs Nachkommen bald Gottes Stimme, und so begann Gott nach einem Menschen zu suchen, zu dem Er sprechen könnte. Er fand Abram. Durch Abrams Glauben bekam Gott erneut Zugang zu den Angelegenheiten der Menschen. Ein Bund wurde geschlossen, und bis zum heutigen Tage, beinahe 4000 Jahre später, gibt Gott uns immer noch die Segnungen Abrahams.

Unsere Fähigkeit, diese Segnungen zu empfangen, wird von unserer Sünde signifikant beeinträchtigt, weil Sünde unsere Gebete hindert und uns davon abhält, die Stimme des Geistes Gottes tief in unseren Herzen zu hören. Sie gibt Satan die Autorität, hereinzukommen und über uns zu herrschen. Der Teufel kann nichts tun, solange wir ihm nicht die Macht dazu geben. Anhaltende, vorsätzliche Sünde – die Entscheidung, zu tun, was wir tun wollen – gibt dem Teufel diese Macht. Durch Sünde verpachtete Adam auf legale Weise das System dieser Welt an den Teufel. Er tauschte das göttliche Geburtsrecht des Menschen ein für eine Kostprobe des Bösen von Satan.

Satan ging augenblicklich an die Arbeit, als spiele er kosmisches „Monopoly“. Schnell entwickelte er einen finsteren Meisterplan, schätzte ab, wo und wie er Festungen errichten und was er gebrauchen würde, um Gottes gefallene Geschöpfe in sein Territorium zu locken. Sein offensichtliches Ziel bestand darin, so viel und so schnell wie nur möglich zusammenzuraffen. Keine Taktik fehlte in seinem Waffenarsenal. Täuschung, Lüge, abgestumpfte Sinne – dies waren nur einige der Fallen, die er gebrauchte, um Menschen in sein Reich zu locken.

Einige menschliche Institutionen ergaben sich seinem Einfluß schnell und gaben so Satan die Gelegenheit, signifikanten Reichtum und Autorität aufzuhäufen. Andere waren langsamer darin, die Kontrolle in seine Hände zu übergeben. Sie haben seinen Forderungen erfolgreicher widerstanden. Doch sogar in jenen Randbezirken des Reiches des Teufels sind seine Macht und sein Einfluß ständig zu spüren.

Doch wiedergeborene Christen gewinnen die Kontrolle zurück über das, was der Teufel genommen hat. Sie bekennen ihre Sünde und gehorchen Gottes Wort. Land, das einst unter der Herrschaft Satans war, wird zu heiligem Boden. Obwohl diese heiligen Orte im Laufe der Jahre immer weniger wurden, wird sie die Gegenwart Gottes in Erweckungen auf der Erde wieder zurückbringen.

Historisch gesehen hat die Gemeinde ihre Kraft vergeudet. Sie hat sich Ablenkungen und Kämpfen in den eigenen Reihen hingegeben. Sie ist von den Reichtümern dieser Welt geködert und von kraftloser Religion abgestumpft worden. Sie hat dem Teufel jede nur mögliche Gelegenheit gegeben, seine Macht über die Nationen zu festigen.

Jahre bevor die Erweckung nach Brownsville kam, spürte ich, daß Satan eine starke Gewalt über dem Gebiet von Pensacola einzusetzen suchte. Ich spürte, wie sich Satanismus, Hexerei, Gier und sexuelle Wollust zu einer ausgedehnten Belagerung über das Gebiet legten. Es ist klar, daß Satan auch über andere Städte und Gebiete mächtige Gewalten fest einzusetzen sucht.

Ich begegnete solch einer bösen Herrschaft eines Tages, als meine Frau Brenda und ich von Phoenix/Arizona aus nach San Bernardino/Kalifornien unterwegs waren. Als wir die Wüste durchquerten und kurz vor dem Gebiet von San Bernardino waren, spürte ich plötzlich, wie mein Geist zusammenzuschrumpfen und zurückzuweichen begann, während eine furchtbare Schwere sich auf mich legen wollte. Auch Brenda spürte die Bedrückung.

Später luden wir einen Freund aus San José/Kalifornien ein, in der Gemeinde zu sprechen, der wir zu jener Zeit als Pastoren dienten. Im Laufe einer beiläufigen Unterhaltung sagte jener Mann: „Weißt du, John, San Bernardino ist eines der stärksten Hexereizentren unseres Landes „ ja sogar der ganzen Welt!“ Er hatte meine ungeteilte Aufmerksamkeit. Ich konnte mich gut an die Bedrückung erinnern, die ich in jener dunklen Nacht in der Wüste nahe bei San Bernardino verspürt hatte. Er sagte: „In jener Wüstengegend werden mehr rituelle Opfer durchgeführt als sonst irgendwo im ganzen Land.“ Mein Geist hatte die Gegenwart und den bösen Einfluß eines dämonischen Starken Mannes aufgefangen, der über jener Region und Stadt lagerte.

Ich habe dieselbe Art von Bedrückung in vielen Schlüsselstädten in ganz Amerika verspürt, ganz besonders in der Stadt New Orleans. Einige der mächtigsten Männer Gottes unserer Tage, die wir lieben, haben „ihr Waterloo erlebt“ unter dem mächtigen Einfluß des wollüstigen Starken Mannes über jener Stadt. Ist in New Orleans jeder von bösen Geistern beherrscht? Absolut nicht! Ich habe viele persönliche Freunde, die starke Christen sind und dort dienen. Doch wo immer ein böser Starker Mann in einer Autoritätsposition über einer Stadt sitzt, stoßen Christen und Gemeinden auf größeren Widerstand, und es ist schwieriger, die Verlorenen zu gewinnen wegen der extremen Macht, die von dem höllischen Einfluß über ihren Häuptern ausgeübt wird.

Manchmal fühlte ich mich hilflos, wenn ich sah, wie erfolgreich der Teufel die Gemeinde einwickelt. Er leitet sie in die Irre mit großen Ablenkungen und jedem nur möglichen Zeitvertreib. Er lenkt ihre Aufmerksamkeit von der Anbetung Gottes auf Dinge, die nicht von Gott sind. Einige haben zum Beispiel aus der Erfahrung ihrer Errettung einen Götzen gemacht und beten die Erfahrung an statt den Gott ihrer Errettung. Wir handeln, als könnten wir, sobald wir unser Ticket in den Himmel haben, tun und lassen, was wir wollen, wie auch immer wir es für richtig halten. Wir geben uns damit zufrieden, flüchtig einen Gott anzubeten, den wir kaum kennen. Wir haben sein Wort vergessen und suchen ihn nicht länger in der Kühle des Abends. Wir gehen unsere eigenen Wege und erwarten, daß er uns dort begegnet, doch er kann und wird Sünde, Selbstsucht oder Rebellion nicht segnen! Solange Sünde in unseren Leben ist, werden die Himmel über unseren Köpfen Erz bleiben, und Satan wird das Territorium unter seiner Herrschaft ausdehnen. Nur Gebet, verbunden mit Gehorsam, kann seinen verzweifelten Machthunger stoppen.

Die Himmel waren aus Erz, als Jesus von einer Jungfrau geboren wurde. Gebet und Gehorsam waren seine Schlüssel, um das Erz zu durchbrechen und die Stimme seines Vaters zu hören. Weil Sünde und religiöse Tradition in jener Zeit vorherrschten, mußten die Menschen sich damit zufriedengeben, nur durch Engel oder eine persönliche Heimsuchung von Gott zu hören. All das sollte sich jedoch ändern. Der Gehorsam unseres Herrn seinem Vater gegenüber sowie seine mächtige Fürbitte sprengten ein Loch in das Erz, das die Himmel versperrte.

Der hat in den Tagen seines Fleisches sowohl Bitten als Flehen mit starkem Geschrei und Tränen dem dargebracht, der ihn aus dem Tod erretten kann, und ist um seiner Gottesfurcht willen erhört worden und lernte, obwohl er Gottes Sohn war, an dem, was er litt, den Gehorsam; und vollendet, ist er allen, die ihm gehorchen, der Urheber ewigen Heils geworden. (Hebräer 5,7-9)

 
Mangel an Gebet führt zu Himmeln aus Erz

Wir sind heutzutage im Nachteil. Nicht so viele Christen bombardieren den Himmel, wie jene treuen Heiligen vergangener Tage dies zu tun pflegten. Diese Nation ist so selbstsüchtig und auf Vergnügen ausgerichtet geworden, daß wir das Gebet vernachlässigt haben. Wir sind so davon abgelenkt, uns um unsere eigenen Angelegenheiten zu kümmern, daß wir es versäumen, das Angesicht Gottes zu suchen. Die Himmel sind zu Erz geworden. Unsere Gebete werden nicht erhört, und die Kraft Gottes ist nicht länger sichtbar auf Erden.

Im Jahre 1989 sprach der Herr zu meinem Herzen und sagte: „Sohn, warne die Gemeinde, daß sie beten muß. Trage meinem Volk auf zu beten, denn die Himmel, die einst klar waren, werden nun zu Erz.“ Diese Warnung ist heute noch genauso dringlich wie damals. Lieber Freund, wir müssen beten. Wir müssen beten unter der Salbung und mit großem Mut. Wir müssen kühn die dämonischen Gewalten und Festungen angehen. Unsere Namen sollten dämonische Knie zum Zittern bringen durch unsere Entschlossenheit zu beten.

Diejenigen, die Gott suchen, bis sie ihn gefunden haben, werden den Sieg erringen. Diese Leute werden in der Hölle bekannt sein, so wie die ersten Apostel. Petrus, der Fischer, blieb beharrlich trotz all seiner Mißerfolge und Versäumnisse. Er blieb beharrlich trotz der quälenden Schuldgefühle, seinen Herrn verraten zu haben. Er ertrug die liebevolle Korrektur des Herrn nach dessen Auferstehung. Später wurde er zu dem Apostel Petrus, der im Namen Jesu völlige Autorität über Dämonen ausübte. Als andere, die den Preis der Unterordnung und völligen Hingabe an Christus nicht bezahlt hatten, Autorität über Dämonen auszuüben versuchten, so wie Petrus es getan hatte, entdeckten sie, daß sie in der Hölle nicht bekannt waren.

Aber auch einige von den umherziehenden jüdischen Beschwörern unternahmen es, über die, welche böse Geister hatten, den Namen des Herrn Jesus anzurufen, indem sie sagten: Ich beschwöre euch bei dem Jesus, den Paulus predigt! Es waren aber sieben Söhne eines jüdischen Hohenpriesters Skevas, die dies taten. Der böse Geist aber antwortete und sprach zu ihnen: Jesus kenne ich, und von Paulus weiß ich. Aber ihr, wer seid ihr? Und der Mensch, in dem der böse Geist war, sprang auf sie los und bezwang sie miteinander und überwältigte sie, so daß sie nackt und verwundet aus jenem Haus entflohen. Dies aber wurde allen bekannt, sowohl Juden als Griechen, die zu Ephesus wohnten; und Furcht fiel auf sie alle, und der Name des Herrn Jesus wurde erhoben (Apostelgeschichte 19,13-17).

 
Räume die Hindernisse der Erweckung aus dem Weg

Als wir in die 90er Jahre kamen, wurde mir klar, wie verzweifelt ich mich nach mehr von Gott sehnte. Ich hatte ein schmerzliches Verlangen, die Verlorenen errettet zu sehen, doch ich fühlte mich kraftlos und ineffektiv. Ich hatte auch den Eindruck, daß unsere Gemeinde ebenso kraftlos war, obwohl wir regelmäßig gebetet hatten. Dieses Gefühl von Kraftlosigkeit vergeht nur, wenn wir beschließen, die Hindernisse der Erweckung aus dem Weg zu räumen, die die Himmel über unseren Köpfen in Erz verwandeln.

Eine Zeitlang war ich Pastor einer Gemeinde in einem ländlichen Gebiet, wo ein älterer Farmer meiner Gemeinde einen über einen Hektar großen Fischteich auf seinem Grundstück hatte. Eines Tages wurde der Zufluß, der den Teich versorgte, verstopft und der Wasserdurchfluß kam zum Stillstand. Innerhalb kurzer Zeit starb all das quirlige Amphibienleben in jenem Teich an Sauerstoffmangel, und die Algen gewannen die Oberhand. Nach einer Weile war jener wunderschöne kleine Fischteich zu einem stinkenden Schlammloch geworden. Als der Farmer die Frischwasserzufuhr freimachte, wurde der lebenspendende Strom wiederhergestellt, und langsam kehrte das Leben in jenen Teich zurück.

Unser Leben ist wie jener stagnierende Teich. Die lebenspendende Gegenwart und Kraft Gottes ist uns vorenthalten, weil wir unserer fleischlichen Leiterschaft zu Hause und in der Gemeinde, unserem Ungehorsam, unserer Sünde und unserem Mangel an Gebet erlaubt haben, unsere Gemeinschaft mit unserer Quelle zu verstopfen. Vergiß nicht, der Teufel übt nur dann Autorität aus, wenn sie ihm gegeben wird. Nur Buße und eine unverminderte Suche nach Gott wird seine Macht brechen und unsere Städte und Nationen von seiner Herrschaft erlösen.

Ich weiß nicht, wie stark die Festung des Teufels über Amerika ist, aber ich kann dir sagen, Gott ist mit dieser Nation noch nicht fertig. Ich empfinde, daß ein Bruch stattfindet. Der Durchbruch ist am Kommen! Gott liebt die Menschen dieser Nation von ganzem Herzen, und Er läßt in unseren Gemeinden einen Weckruf erschallen! Er hat den Preis für unsere Freiheit schon bezahlt. Nun fragt Er uns: „Wirst du den Preis bezahlen, dein Land zu erretten?“

 
Beuge deine Knie

Das Wort sagt:

Unterwerft euch nun Gott! Widersteht aber dem Teufel, und er wird von euch fliehen. (Jakobus 4,7)

Unser Problem ist, daß wir nur allzu gern die erste Hälfte dieses Verses vergessen! Wir mögen den Teil vom „fliehen“, doch den Teil vom „unterwerfen“ meiden wir wie die Pest. Die Wahrheit ist jedoch, daß keinerlei Fliehen geschehen wird, wenn nicht zuvor das Unterwerfen geschehen ist. Wenn der Teufel nicht von dir flieht, dann gib nicht Gott die Schuld. Wenn du möchtest, daß der Feind flieht, mußt du dich hingeben. Du mußt dich Gott unterwerfen.

Wenn wir es versäumen, vor Gott unsere Knie zu beugen, wird der Himmel über uns immer verschlossen bleiben. Dies wird überall erkennbar sein. Es wird wenige Bekehrungen zu Christus geben. Wir werden nicht erleben, wie hungrige Menschen im Heiligen Geist getauft werden. Wahre Erweckung wird nicht kommen.

Lieber Freund, wir können es uns nicht leisten, keine wahre Erweckung zu haben! Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich habe so viel gemaltes Feuer gesehen (eine Imitation echter Erweckung), und ich habe so viel Rauch gesehen von Werken, die in den Köpfen von Menschen geboren wurden anstatt im Herzen Gottes, daß es mich einfach anekelt! Wir hören Menschen von Erweckung sprechen, doch oft entdecken wir, daß ihre „Regenwolken“ keinen einzigen Tropfen Regen gegeben haben. Oh, es gab schon einige Donner und Blitze, doch wahre Erweckung war nirgends zu sehen. Diese Wolken gaben niemals Regen! Die Menschen, die nach dieser Show nach Hause gehen, sind genauso trocken wie immer „ es gab keinerlei Veränderung, und sie wurden ein weiteres Mal enttäuscht. Kein Wunder, daß die Leute nur zögernd glauben wollen. Kein Wunder, daß sie sofort den Schluß ziehen, es sei nur eine weitere Wolke ohne Regen.

 
Was braucht die Gemeinde wirklich?

Ich glaube nicht, daß das größte Bedürfnis der Gemeinde eine weitere Predigt ist. Wir hören ständig Predigten. Ebensowenig haben wir es nötig, ein neues Anbetungslied zu hören oder zu singen. Beides ist gut und notwendig, doch was wir verzweifelt brauchen, ist die Disziplin, Gott und Seinem Wort zu gehorchen. Gehorsam öffnet; Ungehorsam verschließt! Wir müssen im Gebet unser Leben niederlegen und andere aufzuziehen helfen, die zusammen mit uns Gottes Angesicht suchen werden, nicht nur Seine Hand.

Wenn unsere Himmel zu Erz geworden sind, müssen wir uns prüfen und uns fragen: „Waren wir Gott ungehorsam und haben das Gebet vernachlässigt?“ Das erste, was Jesus tat, als er im Alter von 30 Jahren seinen Dienst als inzwischen Erwachsener begann, war, alleine an einen einsamen Wüstenort zu gehen, wo er betete und fastete!

Lieber Freund, höre gut zu: Wenn der Sohn Gottes höchstpersönlich die Notwendigkeit empfand, so inbrünstig und anhaltend zum Vater zu beten, bevor er diente, wie können dann du und ich unsere Gebetslosigkeit rechtfertigen? Wir können es nicht. Keine Erklärung ist gut genug. Wir brauchen gehorsame und mächtige Gebetskämpfer, die Satans Domäne bombardieren, indem sie seine bösen Gewalten und Weltbeherrscher der Finsternis mit pfortensprengenden Gebeten zu Gott und kühnen Proklamationen seines Wortes erschüttern. Wir müssen ein Loch in die Himmel sprengen, so daß die Segnungen Gottes wieder neu herabkommen können.

Wir haben erlebt, wie inbrünstiges Gebet und entschlossener Gehorsam Löcher in die Himmel aus Erz über Pensacola und anderen Orten in den Vereinigten Staaten und in aller Welt gesprengt haben. Wir haben erlebt, wie die Herrlichkeit Gottes plötzlich unter klaren Himmeln herabkam und Tausende von Anbetern in seine Gegenwart einhüllte! Glaube mir, wenn du erst einmal geschmeckt und gesehen hast, wie gut die Gegenwart des Herrn sein kann, wirst du dich nie mehr mit zweitrangigen Segnungen unter trüben Himmeln aus Erz zufriedengeben. Erweckung ist da, doch wenn du möchtest, daß sie zu dir, zu deiner Stadt und zu deiner Gemeinde kommt, dann mußt du den Feind bekämpfen, bis in den Himmeln aus Erz eine Öffnung erscheint! Werde energisch. Es ist höchste Zeit, daß du Gottes Herrlichkeit auf dich herabkommen siehst in all seiner unglaublichen Macht und Schönheit. Die Welt wartet darauf, daß die Gemeinde ihr Leben vor Gott in Ordnung bringt, sich ihm unterwirft und dem Teufel widersteht mit großer Entschiedenheit im Kampf.

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