| DIE VERBORGENE KRAFT DES BETENS UND FASTENS Meine wunderbare Frau, Bonnie, stand einmal in einem Gottesdienst auf, um die Besucher einer Erweckungskonferenz zu begrüßen. Sie begann ihre Ansprache damit, daß sie eigentlich gar nichts so besonders Tiefgründiges zu sagen habe. Und dann sagte sie einige sehr tiefgründige Dinge, die ganz direkt damit zu tun haben, warum gerade in letzter Zeit so viele berufene und gesalbte Diener Gottes auf der Strecke geblieben sind und warum sich heutzutage so viele überfordert fühlen und das, obwohl Gott sich im Moment in einem Maßstab auf dieser Welt bewegt, wie wir es noch nie zuvor gesehen haben! Bonnie sagte das Folgende: Ich hoffe, daß Sie im gleichen Zustand sind wie ich ich sehne mich ganz verzweifelt nach dem lebendigen Gott in unserer Zeit. Was ich dabei herausgefunden habe, ist, daß es zwei Arten von Menschen gibt. Es gibt Menschen, die völlig absorbiert sind im Streß und in der Getriebenheit unserer Zeit; und dann gibt es Menschen, die das ganze aus der Entfernung beobachten und rufen: Mein Gott, ich will keinen Teil daran haben. Ich hoffe, daß Sie zu der Gruppe von Menschen gehören, die sagen: Herr, es muß mehr im Leben geben, als das, was ich hier in der Welt sehe! Ich möchte Sie einfach ermutigen: Gott kommt gerade jetzt mit einer Macht, die wir noch nicht gesehen haben. Ich glaube wirklich, daß wir allmählich in einer Zeit leben, die der Zeit sehr ähnlich ist, als Abraham seinen Diener aussandte, um eine Braut für seinen Sohn, Isaak, zu finden. Gott gießt seinen Geist auf ganz neue Weise aus. Das eine, was ich Ihnen sagen möchte, ist das Folgende: Sie müssen sich verzweifelt nach Gott sehnen. Werden Sie verzweifelt und bleiben sie verzweifelt. Und je mehr er Sie berührt, desto mehr sollte das Ihren Hunger anfachen. Und je mehr er Sie füllt, desto mehr sollte Sie das durstig machen. Und je mehr er seinen Geist auf Sie ausgießt, desto mehr sollten Sie erkennen, wie ausgetrocknet Sie wirklich sind! Denn Gott ist ehrfurchtgebietend, ehrfurchtgebietend, ehrfurchtgebietend. Wozu ich Sie noch ermutigen möchte, ist das Folgende: Wir sind in unserer Kultur sehr nachlässig darin geworden, uns als Volk Gottes zu versammeln und auf das Wort Gottes zu hören. Erlauben Sie mir, Sie zu ermahnen und Sie aufzufordern, so zu sein, wie Bartimäus, als er seinen Bettlermantel abwarf. Es gibt einen Mantel der Apathie und Arroganz, der auf uns liegt und sich in Ausreden, wie den folgenden, ausdrückt: Ich bin schon okay, Gott. Ich kann hier am Sonntag Morgen zu Hause sitzen, vielleicht gehe ich einmal im Monat in die Kirche oder überhaupt nicht, vielleicht bekomme ich ja, was ich brauche, aus dem Fernsehen. Meine Freunde, wir müssen in die lebendige Gegenwart des lebendigen Gottes durchdringen, zusammen mit seinem lebendigen Leib. Ich möchte Sie ermahnen und auffordern: Werden Sie nicht müde, Gutes zu tun. Werden Sie nicht müde, in die Gemeinde zu gehen werden Sie hungrig. Und je mehr Sie in die Gemeinde gehen und je mehr Sie das Gefühl haben, daß nichts für Sie dabei herausspringt, desto mehr sollten Sie kommen! Weil Sie hungrig sind und in seiner Gegenwart sein müssen. Genießen Sie die Gegenwart des Herrn und strecken Sie sich aus nach ihm, so wie der blinde Bartimäus. Legen Sie jeden Mantel ab, alles, was Sie zurückhält oder an diesem dunklen, blinden oder bettelarmen Ort sitzen läßt. Und lassen Sie Ihren Hunger schreien: Du Sohn Davids, sei mir gnädig! Ich möchte hier näher auf zwei Gründe für Gefallene im Dienst eingehen (es gibt mehr als zwei, aber ich werde mich auf dieses spezielle Paar konzentrieren). Die Probleme sind weder neu noch fremdartig, aber sie tauchen immer und immer wieder auf, und sie zeichnen für einige der größten Niederlagen und Fehlschritte in der Bibel und der Kirchengeschichte verantwortlich. Ich glaube, daß viele, die wir im Dienst fallen sehen, dies dann tun, wenn Menschen die Fülle des Heiligen Geistes empfangen haben und in einen öffentlichen Dienst freigesetzt werden, ohne die Kraft des Geistes. Einfach mit dem Geist gefüllt zu sein, ist nicht genug. Wir alle brauchen diese Zeit der Reifung, wenn der Herr uns lehrt und vervollkommnet, bevor wir hinaus gehen, um anderen zu helfen. Wenn Sie halbgar in die Dinge Gottes hineingehen, kann es sein, daß Sie ein solcher Gefallener oder Verunglückter werden, einfach eine weitere Zahl in der Statistik derer, die nicht genügend vorbereitet waren. Jesus ist das erste Problem gleich nach der Heilung des dämonenbesessenen Jungen angegangen, dessen Leiden der verliehenen Salbung der Jünger widerstanden hatte: Und als sie zu dem Volk kamen, trat ein Mensch zu ihm, fiel ihm zu Füßen und sprach: Herr, erbarme dich über meinen Sohn! Denn er ist mondsüchtig und hat schwer zu leiden; er fällt oft ins Feuer und oft ins Wasser; und ich habe ihn zu deinen Jüngern gebracht, und sie konnten ihm nicht helfen.Jesus aber antwortete und sprach: O du ungläubiges und verkehrtes Geschlecht, wie lange soll ich bei euch sein? Wie lange soll ich euch erdulden? Bringt ihn mir her! Wir haben bereits weiter oben festgestellt, daß Jesus diese Männer ausgesandt hatte. Er hatte ihnen die Autorität gegeben, Kranke zu heilen, Dämonen auszutreiben und sogar die Toten aufzuwecken. Dann sagte er: Geht! Und dennoch trafen sie hier auf ein Bollwerk des Bösen, daß sich auf ihr Geheiß hin einfach nicht bewegen wollte. Dieser hemmende Widerstand verhinderte, daß die Jünger dieser Familie Befreiung und Freiheit bringen konnten. War die Autorität, die Jesus ihnen gegeben hatte, überhaupt noch da? Ja. Jesus hatte ihnen das volle Recht und die Autorität gegeben, Teufel auszutreiben, aber aus irgend einem Grund waren sie hier auf eine neue Art der dämonischen Kraft gestoßen, die vor dem Maß der Salbung, das auf ihrem Leben war, einfach nicht weichen wollte. Als Ergebnis davon hatte nun ihr öffentliches Versagen, diesen Dämon zu besiegen, alles in Frage gestellt, was sie zuvor getan hatten. Ich kann mir vorstellen, daß mehr als einer der neun restlichen Jünger, die am Fuße des Berges zurückgeblieben waren, an diesem Tag überlegten, ob sie wirklich für die Aufgabe geeignet waren, die Jesus ihnen da anvertraut hatte. Sie habe sich wahrscheinlich gefragt: Hat Jesus wirklich gesagt: Treibt Dämonen aus ...? Als der Dämon dann ausgetrieben und Jesus mit seinen Jüngern alleine war, da zeigte er ihnen zwei Dinge auf, die im Leben und Dienst der Jünger ein Problem waren:
Die Lösung für beide Probleme kann man in der abschließenden Bemerkung Jesu finden, die er bezüglich der Situation mit dem Geist der Epilepsie machte, der den jungen Mann am Fuße des Berges plagte. Diese Bemerkung kommt nach der klassischen Lehre des Herrn über die Kraft des Senfkorn-Glaubens. Aus der Natur der Bemerkung sehen wir, daß er hier über dämonische Machte spricht, die nicht einmal vor diesem Senfkorn-Glauben weichen. Unmittelbar nach seiner Bemerkung über den Glauben, der Berge versetzt, sagte Jesus: Aber diese Art fährt nur aus durch Beten und Fasten. Bestimmte Siege werden wir in unserem Leben nur erringen, wenn wir unser Gebet mit Fasten kombinieren. In den letzten Jahren haben wir viel über das Beten gehört, und viele Bücher über Gebet füllen die Regale der christlichen Buchläden auf der ganzen Welt. Leider gab es dabei aber nur sehr wenig lebendige Proklamation oder persönliche Vermittlung, was den ganzen Bereich von Fasten betrifft. In anderen Worten, nur wenige Leute haben es wirklich in die Praxis umgesetzt und dadurch Frucht getragen, bevor sie dann ein Buch über das Thema geschrieben haben. Fasten ist wie eine verborgene Wahrheit, die im Laufe des letzten Jahrhunderts über lange Zeit vom Leib Jesu vergessen oder absichtlich verlegt oder ignoriert wurde. Und dennoch habe ich herausgefunden, daß Fasten eine der größten Waffen ist, die Gott seiner Endzeit-Armee gegeben hat! Es ist die Bestimmung Gottes für uns zu sehen, wie unsere Familien befreit werden. Er will, daß ganze Generationen und Nationen gerettet werden. Er möchte unsere örtlichen Gemeinden in eine echte Erweckung getaucht sehen. Er sehnt sich danach zu sehen, wie unsere Großstädte auf wunderbare Weise Rettung und Erlösung genießen. Er möchte seine übernatürliche Heilungskraft bringen, die Verlorenen befreien und Erweckung neu anfachen, nicht nur für einzelne Städte, sondern für ganze Nationen! Aber es gibt da zwei Hauptprobleme, die den Weg für so eine übernatürliche Heimsuchung in der Gemeinde und in der Welt versperren. Eine der größten Sünden der Gemeinde ist die Sünde des Unglaubens. Zweifel und Unglaube sind das Gegenteil zu Glaube. Das Wort Gottes warnt uns, daß es ohne Glaube ... unmöglich ist, Gott zu gefallen, aber nach unseren Handlungen zu schließen, würde man es nie für möglich halten, daß wir dies tatsächlich glauben. Ich glaube wirklich, daß der Herr vor einigen Jahren verschiedene Glaubenslehrer hochgehoben hat, um einem ernsten Abrutschen in Skeptizismus und blutarme, glaubenslose Religion bei dem größten Teil der Christen vorzubeugen. Viele Gemeinden der westlichen Welt haben den Schein, der Frömmigkeit angenommen, wahrend sie deren Kraft verleugnen. Viele Aspekte der sogenannten Glaubensbewegung waren sehr gut und gesund für die blutarme Gemeinde, aber Seite an Seite damit gingen auch üble Exzesse der Motive und Taten, für die viele noch Buße tun müssen. Die Wahrheit dabei ist, daß wir die Wahrheit empfangen müssen, Glauben zu haben, weil wir berufen sind, ein Volk des Glaubens zu sein. Wir benötigen Glauben, der verbunden ist mit Werken, denn letzten Endes wird alles auf dieser Welt und in der zukünftigen Welt an seinen Früchten gemessen werden. Was haben wir getan, um unser Reden von der Nachfolge Jesu und vom Tun seiner Werke zu untermauern? Wo waren wir ungehorsam, und wo haben wir Gott in unserem Leben und Dienst gehorcht? Wo sind die guten Früchte unseres Baumes? Was für Wasser fließt aus unserer Quelle? Um ganz ehrlich zu sein, schäme ich mich ein bißchen, diesen Vergleich zu ziehen, denn wir als Volk haben so weit gefehlt, aber selbst nur ein flüchtiger Blick auf die Geschichte des Kommunismus auf diesem Planeten zeigt uns, daß diese Ideologie innerhalb von nur ein paar Jahrzehnten erstaunlichen Fortschritt und Wachstum zu verzeichnen hatte! Ich weiß wohl, daß viele der ehemals so mächtigen kommunistischen Regierungen heute in absolutem Chaos versunken sind, aber davor marschierte die kommunistische Expansion 70 Jahre lang voran, bis ihre Anhänger etwa ein Drittel der Welt unter ihre Herrschaft gebracht hatten. Weite Teile der Gemeinde jedoch sind die letzten 1900 Jahre mehr oder weniger schläfrig entlang geschlendert, während sie doch eigentlich alle ihre Ressourcen auf die Erfüllung des großen Missionsbefehls hätten ausrichten sollen, den Jesus Christus persönlich ihrer Aufsicht überlassen hatte. Wir hatten ein gewisses Maß an Erfolg (wenn man einen kleinen Maßstab anlegt), aber wir sind nicht einmal annähernd an den Erfolg heran gekommen, den wir hätten haben sollen. Der größte Teil des Fortschritts in der Verbreitung des Evangeliums ist auf die Arbeit der Gemeinde des ersten Jahrhunderts zurückzuführen und auf Schlüsselpersonen, die durch Beten und Fasten lebensverändernde Begegnungen mit Gott hatten, wie z. B. Martin Luther, die Herrnhuter, John Wesley, George Whitfield, D.L. Moody und andere. Ich glaube, Gott wartet nur darauf, was geschieht, wenn wir endlich aufhören, darauf zu warten, daß die wenigen Getreuen die Arbeit tun. Er will sehen, wie seine Gemeinde als ganzer, vollständiger Leib aufsteht, in all seiner leuchtenden Herrlichkeit als seine fleckenlose Braut. Die Welt wird niemals mehr die gleiche sein! Tatsache ist, daß die Gemeinde scheinbar machtlos war, die Familie der Menschen in den Sieg und in die Freiheit zu führen, und das, obwohl uns der Name und die Autorität des Sohnes Gottes für den Gebrauch gegeben war. Kommt Ihnen das irgendwie bekannt vor? Es kommt mir fast so vor, als hätten wir der Menschenmenge am Fuße des Berges der Verklärung einen erneuten Besuch abgestattet! Wir leiden an denselben Problemen, wie die Jünger Jesu im ersten Jahrhundert. Ich bin sehr froh zu sagen, daß Jesus nicht auf das beschränkt ist, was er heute sieht. Da er auch die Zeit in seinen Handen hält, sieht er auch, was morgen sein wird. In Matthäus gab er der Gemeinde eine Verheißung bezüglich des letzten großen Zeichens vor seiner Wiederkunft: Und es wird gepredigt werden dies Evangelium vom Reich in der ganzen Welt zum Zeugnis für alle Völker, und dann wird das Ende kommen. (Matthäus 24, 14) Eingebettet in diese prophetische Verheißung ist das Heilmittel für unsere Beschwerden. Sie enthält einen prophetischen Befehl, ein perfektes Beispiel und die Erfüllung einer Verheißung. Uns wird befohlen dies Evangelium zu predigen. Gott gab uns keine Menüliste zum Auswählen oder den Auftrag in Form eines kalten Buffets. Wir sind gesalbt, um dies Evangelium zu verkündigen, und nur dies Evangelium. Es ist dasselbe gesegnete Evangelium, das Jesus verkündigte. Es ist dasselbe Evangelium, das die Apostel verkündigten, das Evangelium, für das sie bereitwillig ihr Leben niederlegten. Es ist dasselbe Evangelium, das die Jünger, wie Stephanus und Philippus, verkündigten. Dies Evangelium. Wie immer ist unser erstrangiges Beispiel bei der Verkündigung dieses Evangeliums Jesus Christus von Nazareth. Gibt es irgendeinen anderen Leiter, dem Sie lieber nachfolgen würden als Jesus? Das ist hier nicht nur eine rhetorische Frage, auf die Sie nicht zu antworten brauchen. Wenn Sie wirklich glauben, daß Jesus der Herr und Retter ist, daß er der eingeborene Sohn Gottes ist, dann sollten Sie Ihr Leben und Ihren Dienst mehr an Jesus ausrichten als an irgend jemand anderem. Wenn Sie es wagen, dies zu tun, dann wird Gott es wagen, eine weitere Verheißung Jesu zu erfüllen, die wir bereits untersucht haben: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und er wird noch größere als diese tun; denn ich gehe zum Vater. (Johannes 14, 12) &132;Dies Evangelium, das von Jesus und den Jüngern verkündigt wurde, war immer begleitet von mächtigen Zeichen und Wundern, Machttaten und Heilungen. Diese Dinge begannen auch in meinem Dienst zu geschehen, nachdem Gott begann, meine Aufmerksamkeit auf Jesus zu konzentrieren, und auf sein göttliches Muster, Gebet mit Fasten zu verbinden. Dies ist wegen der riesigen humanistischen Wolke des Zweifels und Unglaubens, die in unseren Tagen die westlichen Nationen bedeckt hat, wichtiger denn je. Die Gemeinde ist berufen und gesalbt, diese Wolken zu durchbrechen und dies Evangelium zusammen mit Zeichen und Wundern, die das Wort bestätigen, allen Nationen zu verkünden. Ein Grund, warum der Herr sich gerade so mächtig in seiner Gemeinde bewegt, ist der, daß eine große Ernte einen großen Bedarf an Speicher- und Verarbeitungskapazitat mit sich bringt. Vor mehreren Jahren sagte mir der Herr: Ich bereite dich auf China vor. Damals hatte ich den sehr starken Eindruck, daß der Herr den Bambus-Vorhang über Festland-China noch in unserer Generation einreißen würde. Innerhalb nur weniger Jahre hatte ich mehrere Großevangelisationen in dem Inselstaat der Republik China (Taiwan) durchgeführt. Wir brachten einige der größten Versammlungen in ihrer ganzen Geschichte zusammen, und ganz egal, wie groß das Gebäude war, das wir für die Gottesdienste anmieteten, wir mußten jeden Abend mehrere Hundert nach Hause schicken! Später wurde mir berichtet, daß einige der Wunder, die während dieser wegweisenden Gottesdienste geschahen, noch nie zuvor in der Republik China geschehen waren. Und jetzt beträgt die Bevölkerung der Republik China nur einen Bruchteil der Bevölkerung der gesamten chinesischen Bevölkerung, wobei die meisten von ihnen in Festland-China leben, das zum Zeitpunkt meines Schreibens noch immer unter kommunistischer Herrschaft steht. Diese Gottesdienste waren wegen des intensiven geistlichen Widerstandes, auf den wir dort trafen, sehr schwierig durchzuführen. Sie waren mit die ersten Power-Evangelisationen, die jemals in Taiwan durchgeführt wurden, und ich wußte, daß ich gegen dämonische Götter und Göttinnen zu kämpfen haben würde, die von Generation zu Generation in dieser 3000 Jahre alten Kultur angebetet worden waren. Wie konnte ich gegen eine so beeindruckende Zusammenstellung dunkler Mächte kämpfen, die von sich sagten: He, wir besitzen dieses Land! Wer bist du denn? Ich kam und verkündigte das Evangelium. Manchmal fühlte ich mich, als befände ich mich in einem intensiven Zweikampf, Mann gegen Mann, aber Gott gab uns auf jeden Fall eine wunderbare Ernte. Hunderte und Aberhunderte Chinesen kamen jeden Abend nach vorne, um von ihren Sünden umzukehren und Buße zu tun über ihre finsteren Verbindungen und gerettet zu werden. Aber trotz all dieser frühen Erfolge sagte der Herr zu mir: Du hast noch gar nichts gesehen! Stellen Sie sich das einfach einmal vor: Was geschieht, wenn man die lebensverändernde Kraft dieses Evangeliums in eine so gut wie nicht evangelisierte Nation von 1,2 Milliarden Menschen (das sind tausend Millionen Menschen und noch zweihundert Millionen oben drauf, um das Maß voll zu machen) hineingießt? Es gibt heute im kommunistischen China eine blühende Hauskirchenbewegung im Untergrund, aber als ich selbst dorthin reiste, fand ich heraus, daß sich die Mitgliederzahlen nur in den Millionen bewegen. Das ist aber gar nichts, wenn man es mit tausend Millionen Menschen vergleicht. Nun, was ist mit dem Kommunismus? Der Kommunismus war nur in einer einzigen Sache erfolgreich: Er schuf ein ungeheuerliches geistliches Vakuum. Um es in den Worten Josephs zu sagen: Ihr gedachtet es böse mit mir zu machen, aber Gott gedachte es gut zu machen, um zu tun, was jetzt am Tage ist, nämlich am Leben zu erhalten ein großes Volk. (l. Mose 50, 20) Die Gemeinde heute ist berufen, jedes Vakuum, das durch totalitäre Regimes und gottlose Philosophien entstanden ist, mit der Verkündigung des Evangeliums zu füllen, bestätigt von Zeichen, Wundern und Machttaten. Auf gar keinen Fall können Sie und ich unsere göttliche Berufung ohne die Kraft Gottes erfüllen. Wenn wir in die Situation kommen, an einem Ort zu dienen, wo die ganze Atmosphäre nur so mit dämonischen Mächten geschwängert ist, dann können wir nicht nur einfach so zu jemandem hingehen und ihn fragen: Kennst du die Vier geistlichen Gesetze? Ich schätze Instrumente zum Seelengewinnen, wie die Vier geistlichen Gesetze und die Römer-Straße, und ich weiß auch, daß sie in bestimmten Situationen funktionieren. Aber wenn Sie die Tür aufsprengen müssen, um die Tore Satans einzureißen, dann brauchen Sie die Kraft Gottes, die sich in Zeichen und Wundern erweist und die Ihrer Predigt des Wortes Gottes nachfolgt. Seit dem Pfingsttag vor fast 2000 Jahren war dies die Lieblingsmethode Gottes zu evangelisieren, und seitdem ist sie in fast jeder großen Erweckung, jeder Erneuerung und jedem Aufbruch wieder aufgetaucht. Jetzt muß ich Ihnen einmal etwas durch den Geist Gottes sagen: Der Herr ist dabei, Sie darauf vorzubereiten, aktiv an dieser großen Ernte teilzunehmen! Ja, er bereitet Sie vor. Ihre örtliche Gemeinde ist auch dazu vorherbestimmt, aktiv an dieser endzeitlichen Erweckung und Verkündigung des Evangeliums teilzunehmen. Aber Sie haben immer noch die Möglichkeit, ja oder nein zu ihm zu sagen. Wenn der Vorhang des Kommunismus endgültig fällt und die Grenzen Chinas geöffnet werden, das Evangelium zu verkündigen, dann wird es unsere Aufgabe sein, sofort eine Million Pastoren auszubilden, die in diesem riesigen Land mindestens genauso viele neue Gemeinden ausbilden und als Pastoren leiten können! Verstehen Sie jetzt, warum der Herr so deutlich endzeitliche apostolische Dienste auf einer weltweiten Ebene zusammenstellt? Er hat keine Geduld mehr mit unseren kleinen Grabenkämpfen, ob es Apostel, Propheten und Wunder immer noch gibt oder nicht er will, daß Menschen freigesetzt werden, ihre Aufgaben zu erledigen, und zwar sofort. Und er möchte auch, daß Sie in Ihre übernatürliche Berufung treten, aber es kostet einen Preis. Noch ein Aspekt, an dem sich die Evangelisation des ersten Jahrhunderts stark von unseren modernen Methoden unterscheidet, ist, daß niemand dort etwas alleine gemacht hat. Gott ist sehr offensiv dabei, dieselbe Art von Netzwerken durch göttliche Beziehungen wiederherzustellen, die den frühen Christen geholfen hatten, das Evangelium innerhalb einer Generation in der gesamten bekannten Welt zu verbreiten. Ich weiß, daß ich durch die Gnade Gottes gewisse Dinge ganz gut tun kann. Er hat mir die Art von Dienst gegeben, die Türen in bestimmte Städte und Nationen hinein durch Zeichen und Wunder aufsprengen kann, aber das ist nur eine der Salbungen, die Gott für Großevangelisationen vorgesehen hat. Meine Aufgabe ist es, die Verlorenen zu gewinnen und Tausende neuer Gemeinden zu gründen, aber es ist auf gar keinen Fall möglich, daß ich persönlich all diesen Gemeinden als Pastor dienen kann oder die Hunderttausende junger Christen in diesen Gemeinden in Jüngerschaft anleiten kann. Das bringt die nächste Frage auf den Tisch, die der Heilige Geist den Christen auf der ganzen Erde stellt: Was ist Ihre Aufgabe? Sind Sie bereit, den Preis zu bezahlen? Werden Sie tun, was auch immer nötig ist, um zu vermeiden, zu einem Gefallenen im Dienst zu werden? Ich preise Gott dafür, daß er in unseren Gottesdiensten in Afrika 300 000 Anwesende pro Abend mit Tausenden von Bekehrungen zusammengeführt hat. Aber dennoch sprach Gott zu meinem Herzen und sagte, daß diese Gottesdienste nur das Übungsfeld dessen waren, was er in Indien und China tun würde! Ich glaube, daß wir in einigen dieser Gottesdienste 100 000 oder mehr Bekehrungen an einem Abend sehen werden. Es ist für Gott nicht genug, einfach nur diese Anzahl von Schafen in einem Gottesdienst hereinzubringen. Unser Vater Gott, unser Hirte und Retter, ist an Kindern und Schafen für die Ewigkeit interessiert. Es ist unsere Verantwortung vor Gott, sie in Gemeinden einzupflanzen, damit sie im Glauben stehen und wachsen können, während sie im Wort Gottes gegründet werden und auf dem Weg der Heiligung in Jüngerschaft genommen werden. Lassen Sie mich zum Thema des Herrn in diesem Buch zurückkehren: Eines der Dinge, die Gott tut, um uns auf die Teilnahme an der endzeitlichen Erweckung vorzubereiten, ist dies: Er verwandelt uns in Männer und Frauen, die bereit sind, den Preis zu zahlen, indem sie lernen zu beten und zu fasten. Wir müssen wieder anfangen, diese großartige Waffe der Ernte zu gebrauchen. Deshalb gibt es keinen Ersatz für Beten und Fasten, wenn wir wirklich den Sieg Jesu in das Leben unserer Familien, unserer Gemeinden und unserer Nation bringen wollen! Jesus sagte das, nicht ich. Er sagte: Aber diese Art [der dämonischen Bindung, Bedrückung, Hinderung und höllischer Kontrolle] fährt nur aus durch Beten und Fasten. (Matthäus 17, 21; vgl. auch Markus 9, 29) Es ist sehr wahrscheinlich, daß Sie an irgendeinem Punkt Ihres Lebens oder Dienstes schon einmal durch verschiedene Hindernisse plötzlich aufgehalten oder zumindest sehr behindert worden sind. Dieses Ding, was auch immer es sein mag sei es eine dämonische Macht, Unvergebenheit oder eine anhaftende Sünde, die immer und immer wieder zum Vorschein kommt, wird sich nicht vom Fleck rühren, bis Sie Ihre Gebete nicht mit Fasten verbinden. Ich habe durch praktische Anwendung und Erfahrung gelernt, daß dies etwa den gleichen Effekt hat, wie eine Atombombe in sein geistliches Waffenarsenal zu werfen. Stellen Sie sich einmal vor, Sie hatten bislang Handgranaten des Gebets verwendet, um einen riesigen Berg des Unglaubens, der Blockaden oder dämonischen Hindernisse in Ihrem Leben und Dienst zu bewegen. Wenn Sie Ihre Gebete mit Fasten verbinden, werfen Sie auf einmal eine Wasserstoffbombe über diesem Berg ab, der Ihre Berufung und Ihren göttlichen Auftrag hindert. Ich rede hier nicht über geringfügige Unterschiede. Fasten verstärkt die Intensität und den Wirkungsgrad Ihrer Gebete zumindest um ein Zehnfaches, wenn nicht um ein Hundertfaches! Deswegen ist die verborgene Kraft des Fastens zu einem Muß Gottes geworden. Sie ist ein zentrales endzeitliches Werkzeug, um den Nationen das Evangelium mit Zeichen und Wundern zu verkünden, die das Wort bestätigen, das wir predigen. Und ebenso, wie ich einem solchen Kampf auf Leben und Tod um Seelen in der Republik China oder in Afrika gegenüberstand, genauso steht die Gemeinde der westlichen Welt in einem geistlichen Nahkampf um unsere Nationen. Wir haben nicht die Zeit, uns zurückzulehnen und Gottes Parade an uns vorüber marschieren zu sehen. Man konnte sagen, die Gemeinde ist Gottes gemeinschaftliche Ester, die gerade für einen Zeitpunkt wie diesen geboren und zur Reife gebracht wurde. Sein souveränes Wort für uns heute ist dies: Erweckung ist nahe. Vergeßt eure früheren Verletzungen und Wunden, und ergreift die Vision eurer Berufung in Gott!" Sie sind berufen, ein Teil dieser Erweckung zu sein, und als erstes können Sie daran durch Beten und Fasten teilnehmen. Beginnen Sie heute mit der Fürbitte für die Verlorenen. Fasten Sie einmal in der Woche und stehen Sie für Ihre Nation in der Fürbitte ein, indem Sie beten: Herr, gib uns Erweckung. Es ist meine Vision, mindestens eine Milliarde Gläubige in einem beständigen Fasten zusammengeschlossen zu sehen, die vor dem auferstandenen König fiir eine Ernte an Seelen bitten. Was würde geschehen, wenn sich jeder von uns festmachen wurde, jeden Monat wenigstens einen Tag lang für unsere Nation, die Gemeinde und unsere Familien zu beten und zu fasten! Der Herr mochte uns in der Kraft des Geistes freigesetzt sehen, aber das kann nur geschehen, wenn wir dem Werben des Geistes Gottes beständig nachgeben selbst wenn es uns dabei sehr unbequem wird (wie das so häufig geschieht). Und in genau diesem Prozeß nimmt der Herr durch den reinigenden Strom seines überführenden Geistes und seine heilende Gegenwart allen Zweifel und Unglauben aus unseren Herzen. Es gibt einfach keine Abkürzung in seine Gegenwart, und der sicherste Weg zu Heiligkeit, Reinheit und Kraft liegt in der potenzierten Kraft der Kombination von Gebet mit Fasten. 1986 erhielt Bonnie eine Prophetie vom Herrn, die sie niederschrieb, und auf meine Ermutigung hin brachte sie sie vor die Ältesten der Gemeinde in Florida, in der wir zu der Zeit dienten. Ich war dort einer der Ältesten, und ebenso Bruder Derek Prince. Als Bonnie die Prophetie empfing, war ich gerade bei einem auswärtigen Dienst in Washington, D.C., und befand mich in einer weiteren Fastenzeit. Wahrend dieser Zeit erschien mir der Herr sieben Nächte lang hintereinander, und während dieser Zeit gab er auch mir eine Prophetie über unsere Gemeinde in Florida. Als ich dann später meine Aufzeichnungen mit Bonnies verglich, stellten wir fest, daß die Grundaussage beider Prophetien sogar im Wortlaut übereinstimmten! Der Herr hatte zu uns beiden gesagt, daß der gesamte Leib der Gemeinde 21 Tage lang fasten sollte. Ich erhielt noch ein zusätzliches Wort, daß wir uns nämlich als Gemeinschaft von 5.00 Uhr bis 7.00 Uhr jeden Morgen treffen sollten. Und der Herr sagte dann noch: Wenn ihr das nicht tut, dann werde ich mich zurückziehen, und ihr werdet noch nicht einmal merken, daß ich weg bin. Ich war bereits oft Zeuge von Situationen geworden, in denen die Gegenwart des Herrn eine Gemeinde verlassen hatte, aber die Menschen durchliefen eben noch ihr tägliches Programm, obwohl ihr Leben bereits gewichen war. Wir als Gemeinde standen nun an der Schwelle dieser Gefahr. Die versammelte Ältestenschaft prüfte Bonnies Brief und kam überein, daß es wirklich ein prophetisches Wort war, ebenso wie mein zusätzliches Wort von den Treffen am frühen Morgen. In der Folge riefen wir für die gesamte Gemeinde ein 21-tägiges Fasten aus und baten darum, daß jeweils so viele Leute, wie nur irgend möglich, sich jeden Morgen von 5.00 Uhr bis 7.00 Uhr zum gemeinsamen Gebet einfinden sollten. Sowohl Derek Prince als auch ich hatten Termine, die uns aus der Stadt wegführten; aber die Gemeinde sollte trotz unserer Abwesenheit am folgenden Montag die Fastenzeit beginnen. Am ersten Tag des Fastens waren aus einer 600-köpfigen Gemeinde ganze fünf Menschen bei der gemeinsamen Gebetsversammlung anwesend. Am nächsten Tag kamen nur zwei Leute. Einer der beiden an diesem Morgen Anwesenden war ein Mann mit einer sehr starken prophetischen Gabe wenn ich in Afrika im Rahmen meines Dienstes unterwegs war, reiste er immer zusammen mit mir. An diesem Morgen begann dieser Mann zu weinen, als der Geist Gottes auf ihn kam. Tags darauf sprach er während des gewöhnlichen Mittwoch-Abend-Gottesdienstes zur Gemeinde: Der Herr sagte zu mir: Ich bin hier, aber wo ist mein Volk? Am selben Abend kehrte ich nach Hause zurück, aber erst gegen Mitternacht erfuhr ich von den Ereignissen. Nachdem dieser Mann sich an die Gemeinde gewandt hatte, begann der Geist des Herrn, zuerst auf die Kinder zu fallen. Dann kam er auch auf eine Reihe von Erwachsenen. Ich wußte, daß es sich um etwas sehr Ungewöhnliches handeln mußte, als meine vierjährige Tochter Serah um 4.00 Uhr morgens in mein Zimmer kam und mich an der Schulter rüttelte. Sie sagte: Papa, wach auf! Es ist Zeit, in die Gemeinde zu gehen. Also, meine kleine Serah liebte ihren Schlaf, aber hier stand sie an meinem Bett, putzmunter und bereit, in die Gemeinde zu gehen. Später fanden wir heraus, daß viele der Eltern in der Gemeinde von ihren Kindern geweckt wurden. Bonnie erzählte mir, daß sie am Tag vor meiner Rückkehr von einem lauten Klopfen an unserer Haustür geweckt worden war um 4.00 Uhr morgens. Als sie aufstand, um die Türe zu öffnen, war niemand da. Sie sammelte die Kinder ein und ging hinüber zum Gemeindegebäude. Als sie die Türe öffnete, war die Herrlichkeit des Herrn so stark, daß sie sofort zu Boden fiel! Als die Herrlichkeit Gottes herabkam, hatten alle Kinder gleichzeitig Visionen. Wann immer der Herr den Saal betrat, wußten wir sofort alle, daß er da war, und alle konnte das gleiche sehen. 150 Leute kamen, dann versammelten sich 200. Wir waren plötzlich eingehüllt vom Geist der Erweckung, und es war ein ehrfurchtgebietender Anblick. Menschen begannen, über ihre Sünden Buße zu tun Männer, die man bislang für Vorbilder an Heiligkeit gehalten hatte, begannen, unkontrolliert zu schluchzen und über ihre zwanghaften Aktivitäten im Bereich von Pornographie und Abhängigkeit Buße zu tun. Eines der bemerkenswertesten Kennzeichen dieser Heimsuchung war unser Bewußtsein der buchstäblichen Gegenwart Gottes, die über uns brütete, wenn der Herr die Versammlungen betrat. Ich konnte nur noch in einer Art heiligen Furcht weinen; denn die Heiligkeit und Herrlichkeit des Herrn war so atemberaubend. Ich wollte nicht einmal meinen Kopf heben, weil ich die Heiligkeit Gottes so stark an diesem Ort spüren konnte. Und die Gegenwart Gottes blieb auf uns, Woche um Woche, und wir befanden uns in echter Erweckung selbst 1986 bereits! Derek Prince sagte uns damals, daß er in seinen 40 Jahren des Dienstes bis dahin noch niemals die Salbung Gottes oder seine greifbare Gegenwart auf einer derartigen Ebene verspürt hatte. Es war eine der herrlichsten Erfahrungen, die wir jemals zusammen als Gemeinde erlebt hatten. Wenn das so stark war, warum hat dann nicht die gesamte christliche Welt davon gehört, so wie sie von der Heimsuchung Gottes in Toronto, Ontario und Pensacola, Florida in der Mitte der 90er Jahre hörte? Die Antwort darauf ist, daß wir nicht wußten, wie wir treue Haushalter der Gegenwart Gottes sein sollten. Der Heilige Geist fragte uns nicht, wie er zu uns kommen sollte. Er entschied sich, als souveräner Herrscher, sich in einem Geist der Buße zu offenbaren, und er rief uns als sein Volk zur Buße. Leider verstanden wir nicht, daß Buße ein Wort des Segens ist. Der einzige Grund, warum wir wahrhaft Buße vor ihm tun können, ist, weil der Heilige Geist uns Gnade zur Buße gibt. Woche um Woche kam der Heilige Geist mit seiner schweren, mächtigen Herrlichkeit auf uns, und führte uns in einer beständigen Buße auf unsere Knie. In der Zwischenzeit begannen einige der Leiter, sich darin sehr unwohl zu fühlen. Sie waren (und sind) gute Bruder, die den Herrn wirklich lieben, aber sie fühlten sich so unwohl dabei, wenn der Heilige Geist über uns brütete, daß sie gerne weitergehen wollten. Das Problem dabei war, daß der Geist Gottes nirgendwohin gehen wollte. Sie sagten: Das ist jetzt genug Buße. Laßt uns zur Freude übergehen. Und letzten Endes verließen wir den Heiligen Geist, um eine Party zu feiern, während er doch ein noch viel tieferes Werk der Buße in uns und vielleicht sogar in unserer ganzen Nation hatte vollenden wollen. Oft meinen wir, Gott müßte doch mit unserer Buße oder unserem Gehorsam in einem bestimmten Bereich schon zufrieden sein, dabei ist sein Augenmerk gar nicht auf uns gerichtet! Manchmal reicht ihm unsere Buße bereits am Tag 1, und er möchte dann von Tag 2 bis 21 ein Werk der Buße in unseren Familien, Gemeinden, Städten oder unserer Nation tun. Aber wir werden so oft ungeduldig. Wir wollen ein Fest feiern, bevor es überhaupt etwas zu feiern gibt! Wir verließen Gottes Ort der Gnade, um weiterzugehen in die Freude, aber als wir ihn zurückließen, da begann auch die brütende Gegenwart des Geistes zusammen mit der Salbung abzunehmen und zu verschwinden. Alle von uns, die diese erstaunliche Heimsuchung Gottes erlebten, wurden auf Jahre hinaus tiefgreifend verändert. Ich kann mich immer noch an die wunderbare Gegenwart Gottes erinnern, die in diesen Versammlungen auf uns herabkam, und ich lernte dabei, daß es nicht ausreicht, wenn wir wissen, wie wir die Herrlichkeit herunterholen können, sondern wir sollten auch lernen, wie wir treue Haushalter der Herrlichkeit mit Ehrerbietung, Respekt und Gehorsam sein können, so daß auch er selbst bei uns bleibt. Gott gab Johannes dem Täufer einen Meterstab, um den Messias aus der ihn umgebenden Menge von Menschen herauszufinden. Er sagte: Auf wen du siehst den Geist herabfahren und auf ihm bleiben, der ists, der mit dem Heiligen Geist tauft. (Johannes 1, 33b). In der charismatischen Bewegung haben wir gelernt, Gott die Ehre zu geben und von Zeit zu Zeit seinen Geist in sehr dichter Form auf uns herabkommen zu sehen, aber wir wußten nicht, wie wir seine Gegenwart dazu anregen konnten, bei uns zu bleiben. Ich glaube, daß ein Lebensstil des disziplinierten Fastens und Betens (allein und in Gemeinschaft) eines der Elemente ist, die von Menschen erwartet werden, welche die bleibende oder verweilende Gegenwart und Herrlichkeit Gottes genießen wollen. Wir müssen diese Lektion lernen, glauben Sie mir; denn wenn Sie von der Herrlichkeit Gottes berührt werden, dann gibt es nichts auf dieser Welt, was dem gleichkäme! Ich glaube, daß ich bereit wäre, alles zu tun, daß ich tausend Meilen auf meinen Knien zurücklegen würde, nur um in die Nähe der Herrlichkeit Gottes zu gelangen. Der Schlüssel, um die beiden Hauptgründe für Gefallene im Dienst zu überwinden, ist die Intimität, die aus dem Hunger geboren wird, und die persönliche Kapitulation durch Gebet und Fasten. |