| HEILIGES FEUER VON DER ERNEUERUNG ZUR ERWECKUNG William Cowper Leonard Ravenhill, Leider kann es aber auch vorkommen, daß so stark eine Erweckung auch ist man von äußeren Dingen beeinflußt wird, von Dingen, die außen um uns herum passieren. Wir wissen, daß Gott Menschen auf dramatische Weise berührt. Wir sehen sie weinen, umfallen und über Manifestationen staunen. Doch wir können währenddessen mehr als nur Zuschauer sein. Wir Können über die Sünde unserer Nation sprechen, über ihren moralischen Niedergang und über den Rassismus trauern. Wir Können gegen die endlosen Abtreibungen und unaussprechliche Sittenlosigkeit unsere Stimme erheben und uns über den die Gesellschaft durchdringenden Drogenmißbrauch und die abscheulichen Morde empören, und dennoch ist unser Blick nur nach außen gerichtet. Unsere Nation nicht ich befindet sich in einem schlimmen Zustand. Wir können sogar über die Abtrünnigkeit der Kirche, unsere kraftlosen Worte und über unsere schwachen Taten jammern. Und trotzdem sehen wir mehr bei ihnen die Schuld als bei uns. Das liegt daran, daß wir nur Teil eines diffusen Leibes sind. Damit entfernen wir uns jedoch vom Kerngedanken der Erweckung. Nein. In einer Erweckung bohrt Gott tiefer! Er legt Seinen Finger auf mich ganz persönlich. Wir brauchen Erweckung, weil wir gesündigt haben, weil unser Herz erkaltet ist, weil unser Leben lau geworden ist. Gott möchte das Feuer in uns neu entzünden. Er möchte die Leidenschaft in uns neu entfachen. Das ist der Sinn von Erweckung. Der Herr reinigt Seine Braut. Der Herr holt Seinen Leib zurück ein Glied nach dem anderen. Es ist schrecklich, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen! Er ist von Natur aus eifersüchtig. Er sagte zu Mose: Denn du darfst dich vor keinem andern Gott anbetend niederwerfen, denn der HERR dessen Name Eifersüchtig ist, ist ein eifersüchtiger Gott. (2. Mose 34,14). Etwas oder jemanden vor oder über Ihn zu stellen, ist Götzendienst. Götzendienst? Ja! Denn es bedeutet, mit anderen Göttern einen Bund zu schließen. Wenn du diesen Gedanken abstoßend findest, dann vergiß eines nicht: Unser Herr findet ihn noch viel abstoßender, denn Er vergoß Sein Blut, damit wir Ihm gehören. Es ist an der Zeit, die Götzen zu zerschlagen! Es ist an der Zeit, daß wir für Gott leben, für Ihn allein. Es ist an der Zeit, daß wir uns in Hingabe verzehren und in unserer Gottesbeziehung radikal werden. Etwas Geringeres ist Seiner nicht würdig. Als wir noch dieser Welt angehörten, haben sich einige unter uns den Leidenscha8en maßlos hingegeben, ohne auch nur einen Gedanken an die Konsequenzen zu verschwenden. Wir gaben unseren Leib und unsere Seele der Sünde hin. Wir frönten gerne der Lüsternheit und der Freizügigkeit. Aber die Zeiten haben sich geändert zum Negativen hin. Einige von uns haben ihre Gesundheit dem Teufel geopfert, sind jedoch nicht bereit, für den Herrn ihren guten Ruf zu opfern. Einige von uns sind für den Feind ins Gefängnis gekommen, doch sind wir nicht bereit, für unseren Freund Jesus zum Gebetstreffen zu gehen. Einige von uns waren forsch für Satan, nun sind sie lasch für Jesus! Einige von uns waren heiß auf die Hölle, nun sind sie lauwarm für den Himmel. Das macht überhaupt keinen Sinn. Wir gaben uns freiwillig Dingen hin, die uns alles kosteten, aber nichts einbrachten. Nun halten wir uns von dem zurück, was Gott alles kostete und uns alles bringt dem Tod Seines Sohnes! Wie kann das sein? Erweckung rückt die Dinge wieder ins rechte Licht. Gott möchte nichts Geringeres als alles von uns. Und wenn wir durch eine Erweckung neu belebt worden sind, möchten wir nichts Geringeres als alles von Ihm. Es handelt sich um eine Ehe, die im Himmel geschlossen wird. Erweckung wird verdeutlicht durch Hohelied 8, 6f: Lege mich wie ein Siegel auf dein Herz, wie ein Siegel auf deinen Arm. Denn Liebe ist stark wie der Tod und Leidenschaft unwiderstehlich wie das Totenreich. Ihre Glut ist feurig und eine Flamme des HERRN, so daß auch viele Wasser die Liebe nicht auslöschen und Ströme sie nicht ertränken können. Wenn einer alles Gut in seinem Hause um die Liebe geben wollte, so könnte das alles nicht genügen. (Luther) Es geht bei einer Erweckung um die Forderungen der Liebe. Ihr Ehemänner, wie stark ist eure Liebe zu eurer Ehefrau? Ihr Ehefrauen, wie tief ist eure Liebe zu eurem Ehemann? Ihr Eltern, wie sehr liebt ihr eure Kinder? Gottes Liebe zu euch ist unbeschreiblich viel starker, tiefer und großer. Ihn verlangt unter Schmerzen nach dir! Er sehnt sich nach dir! Wie sind deine Gefühle Ihm gegenüber? Ist der Schrei deines Herzens derselbe bei wie David? Gott, du bist mein Gott, den ich suche. Es dürstet meine Seele nach dir, mein ganzer Mensch verlangt nach dir aus trockenem, dürrem Land, wo kein Wasser ist. So schaue ich aus nach dir in deinem Heiligtum, wollte gerne sehen deine Macht und Herrlichkeit. Denn deine Gute ist besser als Leben; meine Lippen preisen dich. (Psalm 63, 2-4, Luther) Dieses ernsthafte Suchen nach Gott, dieser verzweifelte Durst, dieser nicht nachlassende Hunger sind typische Merkmale einer Erweckung. Sie führen zu einer Gottesbegegnung, die so dramatisch ist, daß wir nur sagen Können: Deine Liebe ist besser als das Leben selbst! Was können wir mehr verlangen als Ihn selbst? Und wonach könnte Ihn mehr verlangen als nach dir und mir? Höre auf die forschenden Worte Duncan Campbells: Schafft mein Gefühl der Bedürftigkeit, dein Gefühl der Bedürftigkeit eine angemessene Grundlage, auf der Gott arbeiten kann? Wie wahr ist es doch, daß Hunger, echter Hunger, einen Freiraum für Gott verschafft ... Daß wir nicht satt werden, liegt einfach daran, daß uns nicht nach Gott hungert und dürstet. Die Krise der Bekehrung geht stets mit dem Überführtwerden von eigener Schuld einher; bei der Krise der Heilung aber werde ich von meiner Bedürftigkeit überführt. Dies kommt in einem Kirchenlied folgendermaßen zum Ausdruck: Wann findet mein Seel ihre Ruhe, Hier hören wir den Schrei eines Bedürftigen. Hier äußert sich geistlicher Hunger. Hier spürt man echte Sehnsucht nach Gott. Hier sieht man ein Gefäß, in das Gott bereit ist, sich selbst hineinzugießen. Sehnst du dich mehr nach Ihm als nach irgend etwas oder irgend jemand anderen? Du darfst die Gewißheit haben, daß Gott sich ebenso nach dir sehnt. Seine Sehnsucht ist so unendlich groß, wie Er unendlich groß ist. Das hat Er bewiesen, als Er Seinen Sohn dahingab. (Was hätte Er mehr tun können?) Und ebenso wie Jesus uns nichts vorenthielt Er legte für uns sogar Sein Leben nieder , erwartet Er von uns die gleiche Hingabe. Du darfst dir folgendes als Richtlinie des Heiligen Geistes merken: Wenn du Gott nichts vorenthältst, wird Er auch dir nichts vorenthalten. Liefere Ihm einfach jeden Bereich deines Lebens aus, der von Ihm gesegnet werden soll. Das Problem liegt niemals an dem, was Er uns gibt, sondern an dem, was wir Ihm geben. Was Ihm ausgeliefert wird, das segnet Er auch. Gehörst du Ihm ganz? Ohne jeden Vorbehalt? Jetzt ist nicht die Zeit, sich zurückzuhalten. Du hast keine andere Wahl: Völliger Gehorsam ist das Gebot der Stunde. Gott verlangt dein Alles. Beunruhigt dich das? Höre mir bitte genau zu (insbesondere wenn du ein vollzeitlicher Mitarbeiter im Reich Gottes bist obwohl wir in gewisser Hinsicht alle vollzeitliche Mitarbeiter sind): Gott interessiert sich nicht in erster Linie für deine Fähigkeiten. Er will nicht nur deine Zeit. Er will dich. Sein Anspruch ist absolut. Das geht über den Dienst hinaus. (Letzten Endes kann der geistliche Dienst zu einer reinen Äußerlichkeit verkommen. Einige Leute verstehen es besser als andere, den äußeren Schein zu wahren.) Gott beansprucht mehr als nur den Teil deines Lebens, den du im Rampenlicht der Öffentlichkeit führst. (Hast du schon einmal von Menschen vielleicht waren es sogar Christen gehört, die ein Doppelleben führten? Führst du etwa ein Doppelleben?) Der Herr will sogar mehr, als dein Privatleben. (Einige von uns sind Gewohnheitschristen. Unser Verhalten ist aufrichtig. Dennoch fehlt etwas Entscheidendes.) Gott möchte dein Herz. Damit kommen wir zum absoluten Kern der Angelegenheit. Hier wird unsere Heuchelei aufgedeckt, hier wird alles Falsche ans Licht gebracht. Meine Motive, meine Gedanken, meine Ziele, meine Wünsche, mein Innerstes Gott möchte sie alle. Ich gehöre nicht mir selbst. So schrieb Paulus an die Korinther: Oder wißt ihr nicht, daß euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes in euch ist, den ihr von Gott habt, und daß ihr nicht euch selbst gehört? Denn ihr seid um einen Preis erkauft worden. Verherrlicht nun Gott mit eurem Leib! (1. Korinther 6, 19f) und an die Kolosser: Wenn ihr nun mit dem Christus auferweckt worden seid, so sucht, was droben ist, wo der Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes! Sinnt auf das, was droben ist, nicht auf das, was auf der Erde ist! Denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit dem Christus in Gott. Wenn der Christus, euer Leben, geoffenbart werden wird, dann werdet auch ihr mit ihm geoffenbart werden in Herrlichkeit. (Kolosser 3, 1-4) Brüder und Schwestern, ihr seid gestorben! Jesus ist jetzt eurer Leben. Darum konnte Petrus schreiben: Da nun Christus im Fleisch gelitten hat, so wappnet auch ihr euch mit derselben Gesinnung denn wer im Fleisch gelitten hat, hat mit der Sünde abgeschlossen um die im Fleisch noch übrige Zeit nicht mehr den Begierden der Menschen, sondern dem Willen Gottes zu leben. Denn die vergangene Zeit ist uns genug, den Willen der Nationen vollbracht zu haben, als ihr wandeltet in Ausschweifungen, Begierden, Trunkenheit, Festgelagen, Trinkgelagen und frevelhaften Götzendiensten. (l. Petrus 4, 1-3) Jetzt ist es an der Zeit, den Willen Gottes zu tun! Aus diesem Grund hat Jesus Sein Blut vergossen: Und für alle ist er gestorben, damit die, welche leben, nicht mehr sich selbst leben, sondern dem, der für sie gestorben und auferweckt worden ist (2. Korinther 5, 15). Er starb für uns, damit wir für Ihn leben. Das ist das Allerwesentlichste, gewissermaßen das Einmaleins des Christseins. Für viele Gemeinden in Amerika und somit für viele unter uns scheint das heute ein hohes, sogar unerreichbares Ziel zu sein. Für einen erweckten Christen hingegen ist das so normal, wie essen und trinken. Jesus ist für uns alles in allem, und unser Leben ist alles in Ihm. Der feurige irische Evangelist W. P. Nicholson hat bekanntlich zwei Themen hervorgehoben: Gottes Liebe und Gottes Hölle. Er predigte beides mit überwältigender Überzeugungskraft. Aber seine Verkündigung war das Ergebnis seines Gebetslebens (Er stand grundsätzlich morgens um sechs Uhr auf und ließ sich bis gegen Mittag von niemandem stören, damit er seine Vormittage im Gebet verbringen konnte.), und sein Gebetsleben war das Ergebnis seiner Hingabe an den Herrn. Die wahrscheinlich süßeste Frucht von Nicholsons Gebetsleben war die tiefe Vertrautheit, die zwischen ihm und der Person Jesus entstand. In seinem Buch Dem Ziel entgegen schreibt er: Ich kenne niemanden besser als den Herrn. Selbst meine Frau und meine Mutter kenne ich nicht so gut wie den Herrn. Den besten Freund, den ich jemals hatte, kannte ich nicht so gut wie den Herrn. Der Herr und ich, wir gehen zusammen, weil wir miteinander verbunden sind, und ich habe nichts außer Ihm. Dies ist das Wesentliche, der Kern von Erweckung: eine innige Beziehung und Gemeinschaft mit Jesus Christus ... Kennst du Ihn auch so gut? Er lädt dich ein näherzukommen. Er ruft dich an Seine Seite. Er möchte, daß du nicht nur mit deinen Worten, deinen Taten oder mit deinem Besitz, sondern du selbst zu Ihm kommst. Er beruft dich in die vollkommene Heiligkeit. Das Wesen der Heiligkeit aber ist ein an Gott hingegebenes Leben. Wir neigen schnell dazu anzunehmen, daß Heiligkeit lediglich eine Frage von äußerlichen Moralvorstellungen sei. Aber Andrew Murray kam dem Kern der Sache schon näher, als er schrieb: In der Heiligung ist es unsere Aufgabe, unser ganzes Leben, und zwar jedes Teil davon, der Herrschaft dieses heiligen Gottes zu unterwerfen und jedes Glied und jede Fähigkeit auf Seinen Altar zu legen ... Heiligkeit ist, wo Gott in uns ist ... Heiligkeit bedeutet, sich selbst zu verlieren und mit dem Geist und dem Ebenbild Jesu angetan zu werden. Heiligkeit bedeutet, Gott in mir und ich in Ihm. Es handelt sich um ein Leben, das in Seiner Liebe versunken ist. Heiligkeit heißt, Ihm ganz zu gehören und daß Er mir ganz gehört. Wagen wir es, nach etwas Geringerem zu streben als nach aufrichtiger Heiligkeit? Wagen wir es, nach etwas anderem zu streben als nach vollkommener Hingabe? Aber es ist so schwer! sagst du mit Tränen in den Augen. Ich weiß. Ich habe es ebenso erfahren. Es ist schwer, sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf zu ziehen. Es ist schwer, Gewohnheitssünden abzulegen. Es ist schwer, einem entmutigten alten Christen neue Kniffe beizubringen. Es ist schwer, wieder zu glauben, wenn alle deine Hoffnungen schon so oft am Boden zerschlagen wurden. Doch es gibt eine Antwort! Was du brauchst, ist eine frische Ausgießung göttlichen Lebens. Was du brauchst, ist ein größeres Maß an persönlicher, inniger Gotteserkenntnis. Er ist alles, was du brauchst! Und Er ist greifbar nahe. Seine erweckende Gegenwart liegt in der Luft. Es ist jetzt an der Zeit zu glauben! Suche Ihn von ganzem Herzen. Rufe laut zu deinem Retter und Freund. Er wird deine Tränen nicht unbeachtet lassen. Er wird deine Bitten nicht abschlagen. All die Jahre der Enttäuschung und des Verlangens wurden deinem himmlischen Konto gutgeschrieben. Deine geistliche Investition zahlt sich aus. Wonach du dich gesehnt hast, ist jetzt hier! Sage Ihm, daß du nur Ihn möchtest, und bitte Ihn, dich Ihm ganz hingeben zu dürfen. Damit betest du ein unwiderstehliches Gebet, das unbestreitbare Ergebnisse bringen wird. Gib nicht auf, bevor die Erhörung da ist. Der Herr steht vor der Tür. Mache die Worte des Lieddichters und Bibelauslegers Edwin Hatch gerade jetzt zu deinen eigenen: Hauche mich an, Odem Gottes, Hauche mich an, Odem Gottes, |