Hand in Hand - Internationaler christlicher Lehr- und Hilfsdienst
Artikel und Bibelstudien

DIE LEITERSCHAFTSPRINZIPIEN JESU
Von Rick Joyner

 
Einführung
Prinzip 1 – Jesus tat nur, was Er den Vater tun sah
Prinzip 2 – Jesus kam nicht, um Dinge aufzubauen, sondern Menschen
Prinzip 3 – Jesus wählte Sein Leitungsteam nicht danach aus, wer sie waren, sondern wer sie sein würden
Prinzip 4 – Jesus baut einen Tempel auf
Prinzip 5 – Jesus gab seinen Jüngern die Freiheit, zu versagen
Zusammenfassung

 
Dieses Prinzip ist für viele Leiter schockierend und unhaltbar. Es ist auch ein Grund, warum wir viele Lehrer, aber nicht viele Väter haben. Viele haben große Dienste, aber sie reproduzieren ihren Dienst nicht in anderen. Jesus tat Seine Werke nicht einfach selbst, sondern Er lehrte Seine Jünger, die Werke zu tun. Dann sandte Er sie – auf sich allein gestellt – aus. Wenn wir so leiten wollen wie Jesus, müssen wir andere aussenden, damit sie genau das tun, was wir sonst tun.

Die fundamentale Berufung der Gemeinde
und jedes Gläubigen ist es,
Jesus gegenüber der Welt zu repräsentieren.
Um Ihn richtig zu repräsentieren,
müssen wir das tun, was Er tat,
und zwar so, wie Er es tat.

Sogar die größten Apostel werden niemals in der Lage sein, das, was Jesus tat, so gut zu tun wie Er. Als Jesus die Apostel aussandte zu predigen, war es keine Frage, daß Er es selbst besser gekonnt hätte. Jesus demonstrierte das wichtige Prinzip, daß „alles, was sich zu tun lohnt, sich auch lohnt, es dürftig zu tun.“ Das heißt natürlich nicht, daß unser Ziel dürftige oder schlechte Arbeit ist, sondern es geht um ein Verständnis dafür, daß die ersten Töne auch des größten Musikgenies bestimmt etwas schief klingen. Die ersten Bilder, die der vielleicht größte Maler gezeichnet hat, waren wahrscheinlich Strichmännchen.

Von Thomas Edison berichtet man, daß ihm annähernd tausend Experimente fehlgeschlagen waren, bevor er die Glühbirne erfand. John Wimber hat mir einmal erzählt, daß er für etwa tausend Leute um Heilung gebetet hatte, bevor er seine erste Heilung sah.

Auch der größte Apostel wird als unreifer Apostel anfangen. Gleich nachdem Petrus direkt vom Vater eine Offenbarung darüber hatte, daß Jesus der Christus war, und der Herr ihm die Schlüssel des Himmelreiches gegeben hatte, waren die nächsten Worte aus seinem Mund von Satan (Matthäus 16,13–23). Die Gründungsapostel der Gemeinde, die „Säulen“ der Wahrheit, diejenigen, welche die größten Mächte der Finsternis attackierten, genau diese Apostel verließen den Herrn und leugneten, Ihn auch nur zu kennen, als Er sie am meisten brauchte. Sogar der, der die Offenbarung über den Christus direkt vom Vater hatte, leugnete, Ihn zu kennen. Trotz seines eklatanten Versagens nahm der Herr ihm die Schlüssel des Himmelreiches niemals wieder ab. Der Herr wußte, daß diejenigen, welche die größten Siege erlebt hatten, oft dadurch wuchsen, daß sie die größten Fehler machten.

Wir haben zur Zeit etwa 300 Leute, die in unseren hiesigen prophetischen Dienstteams in Charlotte arbeiten. Alles fing mit einem kleinen Treffen bei uns zu Hause an. Als ich den Herrn um eine Strategie für dieses Treffen bat, sagte Er, daß Er gerne einen Platz für Sein Volk hätte, zu dem sie kommen und wo sie versagen dürften und trotzdem nicht verdammt würden. Er gab mir Sprüche 14,4: „Wo keine Rinder sind, ist die Krippe leer, doch kommt reichlicher Ertrag durch die Kraft des Stieres.“ Ich sagte einfach unserem hiesigen Dienstteam, sie sollten sich große Schaufeln besorgen, weil wir große Stiere haben wollten.

Wir hatten schon etwas „Mist“ zum Aufräumen und haben auch weiterhin welchen, aber die große „Kraft“, die aus dieser Offenheit entstanden ist, war das sicherlich wert. Steve Thompson hat das Training weitergeführt und die prophetischen Teams gebaut. Inzwischen haben unsere Teams Zehntausenden von Menschen gedient. Überall, wohin ich komme, treffe ich Menschen, die mir berichten, daß ihr Leben durch ein paar Minuten mit einem dieser Teams verändert wurde.

Bis zum jetzigen Zeitpunkt hatten wir nur etwa ein Dutzend Beschwerden über Fehler, die von diesen Teams gemacht wurden. Ich bin mir sicher, daß es mehr Fehler gab, aber nur diese wenigen wurden uns berichtet. Und einige dieser „Fehler“ haben sich später sogar noch als spektakuläre „Volltreffer“ erwiesen; die Worte, die weitergegeben wurden, schienen nur zunächst verkehrt zu sein – bis sie sich doch erfüllten.

Der Herr hat uns verheißen, daß wir hier schließlich 200 reife prophetische Dienste stationiert haben werden, wahre Söhne Issaschar, „die die Zeiten zu beurteilen verstanden und wußten, was Israel tun mußte“ (1. Chronik 12,33). Wir sind bereits eine Art prophetischer Ressource für einen ziemlich großen Teil des Leibes Christi geworden, aber alles begann mit einigen krassen Außenseitern. Diese Außenseiter sehen immer mehr wie Generäle aus.

 
Zusammenfassung

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