Hand in Hand - Internationaler christlicher Lehr- und Hilfsdienst
Artikel und Bibelstudien

DIE LEITERSCHAFTSPRINZIPIEN JESU
Von Rick Joyner

 
Einführung
Prinzip 1 – Jesus tat nur, was Er den Vater tun sah
Prinzip 2 – Jesus kam nicht, um Dinge aufzubauen, sondern Menschen
Prinzip 3 – Jesus wählte Sein Leitungsteam nicht danach aus, wer sie waren, sondern wer sie sein würden
Prinzip 4 – Jesus baut einen Tempel auf
Prinzip 5 – Jesus gab seinen Jüngern die Freiheit, zu versagen
Zusammenfassung

 
In Psalm 127,1 heißt es: „Wenn der HERR das Haus nicht baut, arbeiten seine Erbauer vergebens daran.“

Wir sind nicht einfach dafür da, gute Dinge zu tun, sondern vielmehr Sein Leib zu sein, durch den Er Sein Werk tut. Der Herr wird Seine Gemeinde bauen (Matthäus 16,18). Wir können das nicht selbst, aber wir können von Ihm in Seinem Werk gebraucht werden.

Das Augenmerk des Herrn lag nicht darauf, was für die Menschen attraktiv war oder was erfolgreich war, sondern was der Vater wollte. Wenn wir Seinen Tempel bauen wollen, muß unser Augenmerk darauf liegen, was den Herrn anzieht und nicht nur, was eine Menge Leute anzieht. Es ist vielleicht möglich, bewährte Werbeprinzipien zu benutzen, um große Menschenmengen anzuziehen, und dann die Ressourcen dieser Menschenmengen dazu zu benutzen, große Monumente für unseren „Glauben“ zu bauen. Aber wozu sind solche Dinge gut ohne die manifeste Gegenwart des Herrn?

Manchmal wollte der Vater, daß Jesus Botschaften predigte, welche die Massen zurückschrecken ließ. Manchmal sagte Er absichtlich Sachen, welche für die Menschen anstößig waren, sie vor den Kopf stießen und sie sich abwenden ließen. Sind wir bereit, genauso gehorsam zu sein? Ist unser Ziel Gehorsam oder daß sich eine Menge Leute für unsere Projekte einspannen lassen. Versuchen wir, Menschen für Programme zusammenzubringen, und ist unser eigentliches Motiv dabei, uns selbst einen Namen zu machen? Das war der Grund für den Turmbau zu Babel, wie wir in 1. Mose 11,4 sehen können:

Und sie sprachen: Wohlan, wir wollen uns eine Stadt und einen Turm bauen, und seine Spitze bis an den Himmel! So wollen wir uns einen Namen machen, damit wir uns nicht über die ganze Fläche der Erde zerstreuen!

Wenn wir so bauen, wird es letztlich dazu führen daß die Menschen zerstreut werden, statt daß sie auf Dauer gesammelt werden. Diese Motive sind ein Grund dafür, daß die Gemeinde gegenwärtig mehr wie Babylon als wie das neue Jerusalem aussieht. Gegenwärtig haben wir Tausende von verschiedenen geistlichen Sprachen in der Gemeinde, und jedes neue Projekt scheint uns sogar noch mehr zu zerstreuen.

Von Anfang an setzte Jesus Sein Vertrauen auf den Vater, nicht auf die Menschen. Als die Menschen ankamen, um Ihn zum König zu machen, floh Er in die Berge (Johannes 6,15). Wenn die Menschen Sie zum König machen wollen, wer wird dann regieren? Jesus empfing Seine Autorität vom Vater, nicht von den Menschen. Menschen konnten Ihm Seine Autorität nicht geben, und sie konnten Sie Ihm auch nicht nehmen. Wenn wir nicht so bauen, wie Jesus gebaut hat, können wir zwar eine Menge Dinge erreichen, aber nichts davon wird ewig sein. Die Botschaft vom Reich Gottes beginnt mit der Frage: „Wer ist der König, wer regiert?“

Der Hauptgrund für Versagen und Burn-out-Syndrome im geistlichen Dienst ist unsere Tendenz, daß Joch der Menschen auf uns zu nehmen, anstatt das Joch des Herrn. Wenn wir Seine Leiter sein wollen, muß sich das ändern.

 
Prinzip 2 – Jesus kam nicht, um Dinge aufzubauen, sondern Menschen

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