DAS WORT GOTTES Einer der vielen Titel und Namen, die Jesus Christus hat, lautet "Das Wort Gottes" ( Off 19,13; Joh 1,1-4). Deshalb bedeutet Jesus als Herrn aufzunehmen, das ganze Wort Gottes, die Heilige Schrift, als verbindlichen Maßstab anzuerkennen und bereit zu sein, danach das eigene Leben verändern zu lassen. Die Vorstellung eines Glaubens, der losgelöst vom geschriebenen Wort Gottes seinen Weg finden will, ist der Bibel völlig fremd und hat keine berechtigte Hoffnung, Gott zu gefallen und Seine versprochenen Segnungen zu erleben. Gott zu dienen ist immer auf das Engste verbunden mit einem Leben gemäß Seinem Wort. Diese Sicht ist ein klarer Affront gegen den humanistischen Freiheitsbegriff des Geistes dieser Welt, der eine grenzenlose Freiheit verspricht, wo jeder sich seine eigene Vorstellung von Gott machen kann und bei der man sich vor niemandem verantworten muß. Offensichtlich bemüht sich der Herr sich in keiner Weise, diesen Affront zu verstecken oder sich dafür zu entschuldigen. Jesus hatte die religiösen Kräfte Seiner Zeit demaskiert. So ist es bis heute. Ein Evangelium, das nicht die Götzen unserer Zeit konfrontiert und entmachtet, ist nicht das wahre Evangelium. Es ist von entscheidender Bedeutung für unser ganzes Leben, daß wir die Bibel als Gottes Buch für uns akzeptieren. Persönlich sehe ich drei mir einleuchtende Gründe, an die Bibel als das Wort Gottes zu glauben.
1. Das Selbstzeugnis der Bibel In der Bibel finden wir den nicht zu übersehenden Anspruch, kein normales Buch zu sein, sondern das Buch Gottes, welches uns den Weg zum Leben weist und uns über das Wesen und die Absichten des einen wahren Gottes informiert. Dieser Anspruch ist sehr radikal und hat weitreichende Konsequenzen. Jeder denkende Mensch, ganz gleich ob Christ oder Atheist oder Anhänger einer anderen Religion, sollte diesen Anspruch zur Kenntnis nehmen und überprüfen, ob er zu Recht besteht oder nicht. Wenn der Anspruch der Bibel durch nichts zu beweisen ist, sind wir frei, nach eigenem Maßstab unser Leben zu führen. Wenn er aber zu Recht besteht, können wir uns ein Ignorieren dieses Buches nicht leisten. Alle Schrift ist von Gott eingegeben. 2.Tim 3,16 Ebenso sagt es auch Petrus, wenn er von den Weissagungen in der Schrift spricht: Denn niemals wurde eine Weissagung durch den Willen eines Menschen hervorgebracht, sondern von Gott her redeten Menschen, getrieben vom Heiligen Geist. 2.Petr 1,21
Jesus glaubte ohne jede Frage an die Inspiration der Heiligen Schriften durch den Heiligen Geist. Das müssen wir beispielsweise folgender Aussage aus Seinem Mund entnehmen: David selbst hat im Heiligen Geist gesagt... Mk 12,36 Siehe auch Mt 22,31-32; Mt 22,43! Es wird bei uns an machen Orten viel von Jesus gesprochen. Aber bevor wir uns einer Botschaft über Jesus öffnen, sollten wir sicher sein, daß von dem Jesus der Bibel die Rede ist. Der Jesus des Neuen Testamentes hatte als Grundlage Seines Glaubens und Handelns die Heilige Schrift, weil sie göttlichen Ursprungs ist, und sah sich in allen Seinen Entscheidungen ihr gegenüber verpflichtet. Die Jünger Jesus glaubten ebenso wie Jesus an die Inspiration der Heiligen Schriften durch den Heiligen Geist. Folgende Schriftstelle gibt uns gleich drei wichtige Fakten über das Glaubensverständnis der ersten Christen: Sie aber, als sie es hörten, erhoben einmütig ihre Stimme zu Gott und sprachen: Herrscher, du bist es, der den Himmel und die Erde und das Meer gemacht hat und alles, was in ihnen ist; der du durch den Heiligen Geist und den Mund unseres Vaters, deines Knechtes David, gesagt hast: `Warum tobten die Nationen und sannen Eitles die Völker? Apg 4, 24 - 25 Die Apostel Petrus und Johannes zusammen mit den anderen Christen glaubten also, daß ihr Gott der Schöpfer des Universums und des Lebens ist, daß Er in der gegenwärtigen Zeit herrscht und auch zugleich der Autor der Heiligen Schriften, wie sie ihnen im Kanon des Alten Testamentes vorlagen. Diese Glaubenssätze bilden bis heute die Grundvoraussetzung jeder gesunden biblischen Theologie. Was für ein wunderbares Bekenntnis: Gott, unser Herrscher und der Schöpfer von allem, der durch den Heiligen Geist und Mund von Menschen uns die Heilige Schrift gegeben hat. Durch diese Wahrheiten bleiben wir verbunden mit der Geschichte der Menschheit und des Volkes Gottes und kennen unseren Anfang und unser Ende. Ohne diese Verbindung wird der Mensch innerlich heimatlos, unverbindlich und verantwortungslos und ist nur noch sich selbst überlassen. Weitere Belege über das Verständnis der Jünger, daß Gott selbst durch die Verfasser des Alten Testamentes spricht: Ihr Brüder, es mußte die Schrift erfüllt werden, die der Heilige Geist durch den Mund Davids vorhergesagt hat über Judas, der denen, die Jesus festnahmen, Wegweiser geworden ist. Apg 1,16 der du durch den Heiligen Geist und den Mund unseres Vaters, deines Knechtes David, gesagt hast: `Warum tobten die Nationen und sannen Eitles die Völker? Apg 4,25 Siehe auch Luk 1,55, Luk 1,70, Apg 2,17;Apg 7,3 und Apg 15,15-18! Auch der Apostel Paulus stimmte mit den übrigen Jüngern in dieser Sicht völlig überein: Als sie aber unter sich uneins waren, gingen sie weg, als Paulus ein Wort sprach: Trefflich hat der Heilige Geist durch Jesaja, den Propheten, zu euren Vätern geredet Apg 28,25 Weitere Schriftstellen belegen ebenfalls dieses Schriftverständnis von Paulus: Röm 12,20; Röm 14,11;1.Kor 14,21;2.Kor 6,17!
Auch für den Autor des Hebräerbriefes ist es völlig klar, daß die alttestamentlichen Schriften nicht die selbst hervorgebrachten Gedanken von Menschen sind, sondern daß der eigentliche Autor dahinter der Heilige Geist ist. Hebr 3,7 Deshalb, wie der Heilige Geist spricht: ... Das danach folgende Zitat aus den Psalmen wird also als das Reden des Heiligen Geistes vorgestellt. Ähnliches findet sich viele weitere Male in der Bibel. Die Bibel enthält nicht Gottes Wort, sie ist Sein Wort. Siehe auch Heb 8,8; 8,10; 9,8 und 10,15!
2. Erfüllte Prophetien Als einziges Buch der Weltliteratur enthält die Bibel eine ungeheure Fülle von Voraussagen, die sich im Laufe der Geschichte erfüllt haben. Gott will uns damit einen nachvollziehbaren Beweis Seiner Existenz und Glaubwürdigkeit geben. So spricht der HERR, der König Israels und sein Erlöser, der HERR der Heerscharen: Ich bin der Erste und bin der Letzte, und außer mir gibt es keinen Gott. Und wer ist wie ich? Er rufe und verkünde es und lege es mir dar! - Wer hat von Urzeiten her das Kommende hören lassen? Und was eintreten wird, sollen sie uns verkünden! Erschreckt nicht und zittert nicht! Habe ich es dich nicht schon längst hören lassen und <es dir> verkündet? Und ihr seid meine Zeugen: Gibt es einen Gott außer mir? Es gibt keinen Fels, ich kenne keinen. Jes 44,6-8 Gott selbst erhebt den Anspruch, einzigartig zu sein und möchte uns Menschen davon überzeugen. Er untermauert diesen Anspruch mit einer einfachen, aber sehr wirksamen Feststellung: nur der wahre Gott kann uns die Zukunft verkünden. Mit wem wollt ihr mich vergleichen und gleichstellen und mich ähnlich machen, daß wir uns gleichen? Sie, die Gold aus dem Beutel schütten und Silber auf der Waage abwiegen, dingen einen Goldschmied, daß er einen Gott daraus macht. Sie beugen sich, ja, sie werfen sich nieder. Sie heben ihn auf die Schulter, tragen ihn umher und setzen ihn nieder an seine Stelle, und er steht da: von seinem Platz weicht er nicht. Auch schreit man zu ihm, aber er antwortet nicht, hilft ihm nicht aus seiner Not. Denkt daran und ermahnt euch, nehmt es wieder zu Herzen, ihr Abtrünnigen! Gedenket des Früheren von der Urzeit her, daß ich Gott bin. Es gibt keinen sonst, keinen Gott gleich mir, der ich von Anfang an den Ausgang verkünde und von alters her, was noch nicht geschehen ist, -der ich spreche: Mein Ratschluß soll zustande kommen, und alles, was mir gefällt, führe ich aus, der ich den Raubvogel rufe von Osten her, aus fernem Land den Mann meines Ratschlusses. Ja, ich habe es geredet, ja, ich werde es auch kommen lassen. Ich habe es gebildet, ja, ich führe es auch aus. - Jes 46, 5-11 Die Wahrscheinlichkeit, daß sich diese und viele andere Prophetien zufällig erfüllt haben könnten, ist mathematisch so verschwindend gering, daß am schon einen nicht mehr nachvollziehbaren „Glauben“ an den Zufall haben. Zu dieser Thematik möchte ich das ausgezeichnete Buch "So steht's geschrieben" ( Hänssler, ISBN 3-7751-1703-2) von Prof. Dr. Gitt, dem Leiter der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig empfehlen. Obendrein gewinnen wir aus der Tatsache erfüllter Prophetien große Zuversicht, daß der zukünftige Verlauf der Menschheitsgeschichte unserem Gott nicht aus den Händen geglitten ist, sondern sich alles am Ende so wunderbar und herrlich gestalten wird, wie Er es vorhergesagt hat. Wir brauchen die tiefe Gewißheit, daß der Gott der Bibel auch der Herr der Geschichte ist. Das wird unsere Waffe sein gegen die lähmende Angst, die die Menschen im Endzeitchaos terrorisieren wird.
Einige Beispiele erfüllter Prophetie In 1. Kön 13,2 wird von einem Propheten ein König mit Namen Josia angekündigt, der bestimmte Dinge tun würde. Etwa 150 Jahre ist dies genau so eingetreten. 2. Kön 23,16-17 In Jes 44,28ff spricht der Prophet von einem Herrscher namens Kyrus, der Jerusalem wieder aufbauen läßt, was gut 200 Jahre später auch geschah. In Jes 13,17-22 wird dem als uneinnehmbar geltenden Babylon die Zerstörung angekündigt, was sich 100 Jahre später auch ereignete. Mich 5,1 Mehr als 330 erstaunlich genaue Prophetien über Geburt, Leben und Sterben des Messias gibt es in der Bibel (siehe Anhang, Roger Liebi, Erfüllte Prophetie). Bsp. Ps 22,17+13 Zerstreuung Israels 5.Mo 4,27 Jer 9,15 Jer 30,11 seine Rückkehr: 5.Mo 30,3-5 Jer 29,14 Hes 11,17 Dan 12,7 Hes 38,8 Die Zerstreuung und Sammlung der Juden.
In den kommenden Tagen wird Jakob Wurzeln schlagen, Israel blühen und knospen; und sie werden mit Früchten füllen die Fläche des Erdkreises. Jes 27,6 Blumen und Obst sind interessanterweise heute unter den Hauptexportgütern Israels. Wer hätte vor nur hundert Jahren geglaubt, daß dieses Wort sich einmal buchstäblich erfüllen und die lebensfeindliche Wüste Obst im Überfluß hervorbringen würde? Jesus spricht von der Funktion der Prophetie: Von jetzt an sage ich es euch, ehe es geschieht, damit ihr, wenn es geschieht, glaubt, daß ich es bin. Joh 13,19 Die erfüllte Prophetie soll uns eine Hilfe zum Glauben sein. Gott erwartet nicht, daß wir einfach blind glauben, daß die Bibel Sein Buch ist. Er kommt uns entgegen und gibt uns viele Hinweise und Fakten, aus denen unser Verstand den Schluß ziehen muß, daß dieses Buch göttlichen Ursprungs ist. Wer diesen Schluß nicht zieht, tut es nicht wegen mangelnder Fakten, sondern trotz der Vorhandenen. Die biblische Erwähnung der Hethiter galt lange Zeit als Beweis für die Unzuverlässigkeit und Zweifelhaftigkeit der Bibel, weil bis vor kurzem kein Zeugnis ihrer Kultur außerhalb der Bibel zu finden war. Heute ist der Bericht über die Hethiter ein weiterer Beweis für die Glaubwürdigkeit der Bibel (siehe Factum Nr. 2/86). Die Glaubwürdigkeit der Bibel wird auch eindrucksvoll bestätigt durch die Erwähnung naturwissenschaftlicher Fakten, die dem Wissensstand des Altertums weit voraus sind. In Jer 33,22 heißt es, die Sterne des Himmels können nicht erfaßt werden. Demgegenüber war die Zahl der bekannten Sterne im Altertum sehr begrenzt. Ptolomaeus (100 bis 160 v. Chr.) zählte 1056 Sterne. Im Altertum war man überzeugt, daß es ca. 3000 Sterne gab. Nach heutiger Sicht gibt es etwa 10 hoch 25 Sterne. Zur Veranschaulichung dieser unvorstellbaren Zahl: die schnellsten Computer schaffen heute (1995) etwa 10 Milliarden Rechenoperationen pro Sekunde. Aber um nur einmal bis zur Zahl der Sterne zu zählen, bräuchte er 30 Millionen Jahre! (zitiert aus einem Artikel von Prof. Dr.Werner Gitt, dem Leiter der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig in Idea 26/95 ) 3. Erfahrungen Die Verheißungen Gottes werden durch persönliche, aber nachprüfbare Erfahrungen derer als zuverlässig bewiesen, die nach dem Wort Gottes gehandelt haben und so Frieden, Sündenvergebung, die Kraft des Heiligen Geistes, Heilung und vielfältige Gebetserhörungen erlebt haben. Jemand bemerkte einmal zur Frage der Glaubwürdigkeit der Bibel: vier Erklärungen über die Herkunft der Bibel sind denkbar. Aber drei von ihnen scheitern an den Fakten. Nur die letzte Erklärung, daß die Bibel wirklich göttlichen Ursprungs ist, macht Sinn. 1. Möglichkeit "Es gibt keinen Gott und keinen Teufel und damit auch keine übernatürliche Dimension des Lebens. Die Bibel wurde von wohlmeinenden, aber irregeleiteten Menschen geschrieben." Hätten wahrheitsliebende Menschen die Bibel geschrieben, so wären viele Berichte über Begegnungen mit Gott und über Wunder gelogen. Und wie erklären sich dann aber die präzisen Erfüllungen vieler Prophetien? Woher stammen dann die Aussagen über z.B. astronomische Tatsachen, die weit über den Wissenshorizont der Gelehrten des Altertums hinausgingen? 2. Möglichkeit "Es gibt keinen Gott und keinen Teufel. Die Bibel ist eine bewußte Täuschung." Hätten Menschen, die die Wahrheit und das Gute ablehnen, mit bewußter Täuschung und zerstörerischen Absichten die Bibel geschrieben, warum gaben sie dann so viele wertvolle, praktische Anweisungen für ein glückliches Leben? 3. Möglichkeit "Es gibt Gott und den Teufel. Die Bibel ist uns vom Teufel gegeben." Wäre die Bibel vom Teufel, warum enthält sie funktionierende Anleitungen, wie man den Teufel überwindet und andere aus seiner Macht befreit?
4. Möglichkeit ""Es gibt Gott und den Teufel. Die Bibel ist Gottes Wort!" Wenn es einen denkenden Gott gibt, ist es doch verstehbar, daß Er Seine Gedanken und Gefühle uns Menschen gegenüber schriftlich mitteilt. Die Sprache ist nun einmal das präziseste Kommunikationssystem, das wir als Menschen besitzen. Es ist von größter Wichtigkeit für die Tragfähigkeit unseres Glaubens, daß wir von der Glaubwürdigkeit der Bibel überzeugt sind. Nicht nur der lehrmäßige Inhalt der Bibel ist wichtig, sondern auch der Bezug der Bibel zu Zeit und Raum. Der christliche Glaube ist fest verankert in den geschichtlichen Tatsachen der Menschheit. Darum finden sich in den biblischen Berichten auch so viele genaue Orts- und Zeitangaben. Viele sind bisher überprüft worden. Keine einzige Angabe, auch nicht von denen, die von Historikern zunächst stark angezweifelt wurden, hat sich als verkehrt erwiesen. Der Kernpunkt des christlichen Glaubens ist die Auferstehung Jesu Christi von den Toten. Offensichtlich geben sich die neutestamentlichen Autoren alle Mühe, dieses Ereignis mit Fakten zu belegen. Die moderne Theologie behauptet, es komme lediglich auf den Glauben an, ob das Ereignis sich in der Realität so abgespielt habe oder nicht, sei nicht entscheidend. Aber Paulus stellt mit Recht fest, daß, wenn Jesus nicht buchstäblich auferstanden ist, die Gläubigen die elendsten aller Menschen wären. Er schreibt zum Beipiel im 1. Korintherbrief, der etwa zwanzig Jahre nach der Auferstehung abgefaßt wurde, daß etwa fünfhundert Menschen den Auferstandenen gesehen haben, von denen die allermeisten noch leben. Mit einer solchen Aussage hat er sich sehr angreifbar gemacht, wenn sie nicht der Wahrheit entspricht. Man stelle sich vor, jemand hätte in dieser Art behauptet, John F.Kennedy sei von den Toten zurückgekehrt. Außer einigen Wirbel in gewissen Boulevardblättern hätte diese Behauptung schon wenige Wochen später nichts mehr hinterlassen. Die Schriften des Paulus aber gehören noch zweitausend Jahr später zu den Klassikern der Weltliteratur. Unzählige Menschen waren bereit, für diesen Glauben ihr Leben zu geben. Unser Verstand kann durch Tatsachen und daraus gezogenen Schlüssen zu der Überzeugung kommen, daß die Bibel Gottes Buch für die Menschheit ist. Jeder Christ, der hier Zweifel erlebt, sollte sich mutig mit der Geschichte der Erforschung der Bibel und den vielfältigen Angriffen auf ihre Integrität und Zuverlässigkeit beschäftigen. Ebenso bilden die erstaunlichen Aussagen der Bibel über Geschichte und Naturwissenschaft eine gute Grundlage, um den kritischen, alles hinterfragenden Verstand zufrieden zu stellen. Zu lange sind wir Christen von dem verächtlichen Vorwurf der Wissenschaft, und ganz besonders der philosphischen Richtung der modernen Theologie, eingeschüchtert worden, daß jemand, der an die Bibel als Gottes Buch glaubt, damit sein Unaufgeklärtsein und seine Rückständigkeit zeige. Dein Verhältnis zum Wort Gottes bestimmt dein ganzes Leben als Christ. Gottes Wort soll an erster Stelle stehen vor eigenen Gedanken, Gefühlen und Erfahrungen. Erlaube dem Wort Gottes, dein absoluter Maßstab zu sein, der deinem Willen den Freiraum absteckt! Du wirst großen Nutzen davon haben. Diese radikale Hingabe an das Wort Gottes wird uns Spott und Verachtung von der Welt, ja oft sogar in noch in stärkerem Maße von der religiösen Welt, kosten. Aber die Natur des Menschen, das Fleisch, ist nun einmal in Feindschaft gegen Gott, und alle wahren Christen zu allen Zeiten haben das erleben müssen. Siehe auch 2.Ti 3,12! Die Natur des Wortes Gottes "Satan will dich in Unwissenheit lassen über die wahre Natur des Wortes Gottes", sagte einmal sehr treffend der hervorragende Bibellehrer Derek Prince. In der Tat ist die geistliche Erkenntnis über das Wesen und die Funktionsweise des Wortes Gottes ein ganz bedeutsamer Schlüssel für unser geistliches Wachstum. Das Wort ist Gottes einzige Möglichkeit, dich zu erreichen, zu korrigieren, zu informieren über neue Segnungen und dir Glauben für diese zu geben. Das Wort Gottes offenbart uns Einsichten und Zusammenhänge, die unser natürliches Denken, das lediglich Fakten aus der Welt der Sinne verarbeitet, niemals erfassen würde. Die Erkenntnis über den wahren Gott kommt nicht durch menschliche Klugheit zu Stande, sondern wird uns allein durch Offenbarung von Ihm selbst geschenkt. Gott ist der einzige, der uns verläßliche Auskunft geben kann über das Wesen Seines Wortes. Was sagt Gott über Sein Wort? Folgende Eigenschaften schreibt Er selbst Seinem Wort zu: Das Wort Gottes ist wahr. Denn richtig ist das Wort des HERRN, und all sein Werk <geschieht> in Treue. Ps 33,4 ...dein Wort ist Wahrheit. Joh 17,17 Ps 93,5 Ps119,160 Das Wort Gottes ist die Wahrheit, die Realität, d.h. es beschreibt die Dinge, wie sie wirklich sind, nicht wie sie uns erscheinen. Es gibt unserem Leben einen verläßlichen, festen Grund unter den Füßen. Wenn wir uns auf diesen Anspruch des Wortes Gottes einlassen, wird sich unser Denken und Handeln tiefgreifend verändern. Alles, was an weltanschaulichem Gedankengut nicht mit dem Wort Gottes übereinstimmt, werden wir mutig beiseite legen. Als Jünger Jesus sind wir tolerant, sanft und freundlich gegenüber Andersdenkenden, aber in unserem eigenen Leben werden wir weltanschauliche Aussagen, die der Wahrheit des Wortes Gottes widersprechen, nicht übernehmen wollen. Das Wort braucht keine Ergänzungen aus humanistischem Gedankengut, das sich uns oftmals in wichtigen Bereichen wie seelischer Gesundheit, Beziehungs- und Erziehungsproblemen aufdrängen will. In Kol 2,8 warnt Paulus vor Verführung durch Philosophie, die er auf eine Ebene stellt mit leerem Betrug. Jesus zeigt die Gefahr der Wertschätzung menschlicher Überlieferungen in lehrmäßigen Fragen: ...und ihr habt so das Gebot Gottes ungültig gemacht um eurer Überlieferung willen. Matth 15,6 Nach der Strongs-Konkordanz (Nr. 208 a-kuroo) bedeutet diese Wort: ungültig machen als jurist. t.t.: etw. rechtmäßiges außer Kraft setzen, allg.: etw. unwirksam machen, vereiteln, außer Geltung setzen, etw. seiner Autorität berauben Es ist also möglich, das kraftvolle, lebenschaffende Wort Gottes außer Kraft zu setzen, wenn wir menschliche Traditionen an seine Stelle setzen. Gegründet in Wahrheit, das heißt in Realität, sind wir unerreichbar für die Lügen des Teufels. Bevor der Verderber seine zerstörerische Macht über einen Menschen ausüben kann, muß er ihn erst auf den schwankenden Boden der Täuschung und Lüge führen. Siehe 2.Th 2,9-10 Unsere Hingabe an das geschriebene Wort Gottes wird uns bewahren vor den religiösen Endzeitverführungen des Satans. Nur Liebe zur Wahrheit, die wir vom Herrn annehmen, kann uns vor den Täuschungen Satans bewahren. Paulus wußte mit letzter Gewißheit, daß er das Evangelium Gottes verkündet hatte und daß Gott niemals Seinem eigenem Wort widersprechen würde. Deshalb konnte er die Galater mit folgendem Satz so radikal herausfordern: Wenn aber auch wir oder ein Engel aus dem Himmel euch etwas als Evangelium entgegen dem verkündigten, was wir euch als Evangelium verkündigt haben: er sei verflucht! Gal 1,8 Keine übernatürliche Offenbarung, Vision oder Erscheinung wird jemals dem Wesen Gottes oder den Prinzipien Seines Wortes widersprechen.
Das Wort Gottes ist unveränderlich. Ich werde...nicht ändern, was hervorgegangen ist aus meinen Lippen. Ps 89,35 ...Aber das Wort unseres Gottes besteht in Ewigkeit. Jes 40,8 Der Himmel und die Erde werden vergehen, meine Worte aber sollen nicht vergehen. Matth 24,35 Es gibt keinen sonst, keinen Gott gleich mir, der ich von Anfang an den Ausgang verkünde und von alters her, was noch nicht geschehen ist, - der ich spreche: Mein Ratschluß soll zustande kommen, und alles, was mir gefällt, führe ich aus... Jes 46,9b-11 ...denn ich werde über meinem Wort wachen, es auszuführen. Jer 1,12 Gott ist eine unauflösliche Verpflichtung eingegangen, treu zu Seinem Wort zu stehen. Die Erkenntnis der unwandelbaren Treue Gottes ist die Voraussetzung, Ihm vertrauen zu können. Einem willkürlichen und launenhaften Gott könnten wir weder vertrauen noch ihn lieben. Das Wort Gottes ist schöpferisch. Die Worte, die ich zu euch geredet habe, sind Geist und sind Leben. Joh 6,63b Mit dem Vergleich des Samens im sogenannten Gleichnis vom Sämann ( Luk 8 und Mark 4) gibt der Herr uns ein anschauliches Bild über die Wirksamkeit des Wortes Gottes. Die hierin vermittelten Wahrheiten haben eine starke Kraft, unseren Glauben an die Wirksamkeit des Wortes zu entzünden und uns zur intensiven Beschäftigung mit dem Wort anzureizen:
Weitere Schriftbelege zur schöpferischen Kraft des göttlichen Wortes: Denn er sprach, und es geschah; er gebot, und es stand da. Ps 33,9 Denn er gebot, und sie waren geschaffen. Ps 148,5b Gott, ...der...das Nichtseiende ruft, wie wenn es da wäre. Röm 4,17 So wird mein Wort sein, das aus meinem Mund hervorgeht. Es wird nicht leer zu mir zurückkehren, sondern es wird bewirken, was mir gefällt, und ausführen, wozu ich es gesandt habe. Jes 55,11 Das Wort Gottes ist nicht nur bloße Information, sondern auch Aktion, Ereignis und Tat. Diese schöpferische Kraft möchte der Herr auch durch unseren Mund wirksam werden lassen, um dadurch unser Leben und das Leben vieler anderer zu verändern. Diese Freisetzung der schöpferischen Kraft kann durch Segnen, Prophezeien, Proklamation, Gebet oder Gebieten geschehen. Das Wort Gottes ist eine Waffe. Ist mein Wort nicht brennend wie Feuer, spricht der HERR, und wie ein Hammer, der Felsen zerschmettert? Jer 23,29 ...das Schwert des Geistes, das ist Gottes Wort. Eph 6,17 Der Herr erläßt einen Ausspruch: `Siegesbotinnen, eine große Schar! Die Könige der Heere fliehen, sie fliehen! Und auf der Stätte des Hauses verteilt man Beute: Ps 68,12-13 Mit dem kraftvollen Wort Gottes sind wir bestens ausgerüstet, nicht nur, um uns vor dem Feind zu verteidigen, sondern um ihn in die Defensive zu bringen. Dem Wort Gottes aus unserem Mund ist Satan genauso hilflos ausgeliefert wie dem Wort aus dem Munde Jesu, als Er ihm in der Wüste widerstand.
Das Wort Gottes gibt uns Besonnenheit, Schutz und Bewahrung. Deine Wahrheit Schirm und Schild. (Luther) Ps 91,4 b Sitzen auch Oberste und verhandeln gegen mich, dein Knecht sinnt nach über deine Ordnungen. Ps 119,23 Auch wird dein Knecht durch sie gewarnt; in ihrer Befolgung liegt großer Lohn. Ps 19:11 Denn Weisheit zieht ein in dein Herz, und Erkenntnis wird deiner Seele lieb. Besonnenheit wacht über dir, Verständnis wird dich behüten: Spr 2, 10 - 11 Achte auch auf den ganzen Zusammenhang von Spr 2, 1 - 16! Das Wort Gottes ist Heilung. Denn Leben sind sie denen, die sie finden, und Heilung für ihr ganzes Fleisch. Spr 4,22 Er sandte sein Wort und heilte sie. Ps 107,20a ...sprich ein Wort, und mein Diener wird gesund werden. Luk 7,7 Als es aber Abend geworden war, brachten sie viele Besessene zu ihm; und er trieb die Geister aus mit einem Wort, und er heilte alle Leidenden, damit erfüllt würde, was durch den Propheten Jesaja geredet ist, der spricht: "Er selbst nahm unsere Schwachheiten und trug unsere Krankheiten." Matt 8,16-17 Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht, ist es doch Gottes Kraft zum Heil jedem Glaubenden... Röm 1,16 Das Wort Gottes ist wirksam in uns. Gottes Wort hat die Kraft unser Herz zu verändern. Es transformiert die Art unseres Denkens, Fühlens und Wollens und somit auch unseres Verhaltens. Erst wenn diese Kraft des Wortes Gottes erkannt wird, entsteht das Verlangen in uns, diesem Wort in uns Raum zu geben. Gerade für diesen Aspekt der lebensverändernden Kraft sehen wir noch einmal wie wichtig es ist, den lebendigen Gott als Autor der biblischen Lehre anzuerkennen. Nur wenn wir das Wort Gottes wirklich als von Ihm stammend annehmen, kann es auch in uns wirken: Und darum danken auch wir Gott unablässig, daß, als ihr von uns das Wort der Kunde von Gott empfinget, ihr es nicht als Menschenwort aufnahmt, sondern, wie es wahrhaftig ist, als Gottes Wort, das in euch, den Glaubenden, auch wirkt. 1.Thes 2,13 Denn kein Wort, das von Gott kommt, wird kraftlos sein. Luk 1,37 Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und durchdringend bis zur Scheidung von Seele und Geist, sowohl der Gelenke als auch des Markes, und ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens. Hebr 4,12 Und nun befehle ich euch Gott und dem Wort seiner Gnade, das die Kraft hat, aufzuerbauen und ein Erbe unter allen Geheiligten zu geben. Apg 20,32 ...nehmt das eingepflanzte Wort mit Sanftmut auf, das eure Seelen zu erretten vermag. Jak 1,21 ...und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen. Joh 8,32 Das Wort Gottes ist reinigend. ... reinigend durch das Wasserbad im Wort... Eph 5,26 Ihr seid schon rein um des Wortes willen, das ich zu euch geredet habe. Joh 15,3 Das Wort Gottes gibt uns Hoffnung und Glauben. Denn alles, was zuvor geschrieben ist, ist zu unserer Belehrung geschrieben, damit wir durch das Ausharren und durch die Ermunterung der Schriften die Hoffnung haben. Röm 15,4 "Das Wort ist dir nahe, in deinem Mund und in deinem Herzen." Das ist das Wort des Glaubens, das wir predigen... Röm 10,8 Also ist der Glaube aus der Verkündigung, die Verkündigung aber durch das Wort Christi. Röm 10,17 Unter den vielfältigen Eigenschaften nimmt diese letztgenannte einen ganz besonderen Platz ein, weil der echte Glaube im Herzen der Schlüssel ist, um Gott zu gefallen und Seine Segnungen zu erlangen.
Das Wort Gottes ist unsere Nahrung. Denn nicht ein leeres Wort ist es für euch, sondern es ist euer Leben. Und durch dieses Wort werdet ihr eure Tage verlängern in dem Land, in das ihr über den Jordan zieht, um es in Besitz zu nehmen. 5.Mo 32,47 Die Vorschriften des HERRN sind richtig und erfreuen das Herz. Ps 19,9a
"Nicht von Brot allein soll der Mensch leben, sondern von jedem Wort, das durch den Mund Gottes ausgeht." Matth 4,4 Wenn du dies den Brüdern vorstellst, so wirst du ein guter Diener Christi Jesu sein, der sich nährt durch die Worte des Glaubens und der guten Lehre, der du gefolgt bist. 1.Tim 4,6 Unser neuer Geist wird ernährt, aufgebaut und stark gemacht durch das Verspeisen des Wortes Gottes und kann erst dann die Widerstände der Finsternis überwinden. Dieser Zusammenhang wird besonders deutlich in folgender Schriftstelle: Ich habe euch, ihr jungen Männer, geschrieben, weil ihr stark seid und das Wort Gottes in euch bleibt und ihr den Bösen überwunden habt. 1. Joh 2,14 b Damit alle genannten Eigenschaften und Wirkungen des Wortes sich auch so in unserem Leben auswirken, müssen wir das Wort so behandeln, wie Gott selbst es uns vorschreibt.
Wie wir das Wort Gottes behandeln sollen Wenn wir in der Schrift nach Anweisungen suchen, wie wir mit Gottes Wort umgehen sollen, finden wir eine Fülle von Hinweisen, die alle sehr ähnlich lauten. Die praktischen Umsetzung dieser Anweisung wird eine deutliche Änderung unserer Prioritäten im Umgang mit unserer Zeit verlangen. Mit dieser Disziplin, dem Wort Raum zu geben, beginnt das Leben eines Jüngers Jesu.
Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollen in deinem Herzen sein. 5.Mo 6,6 Das Wort Gottes muß in unser Herz gelangen. Nur dort entfaltet es seine gewaltige Kraft.
Mein Sohn, auf meine Worte achte, meinen Reden neige dein Ohr zu! Laß sie nicht aus deinen Augen weichen, bewahre sie im Innern deines Herzens! Denn Leben sind sie denen, die sie finden, und Heilung für ihr ganzes Fleisch. Spr 4,20-22 ...dein Herz bewahre meine Gebote! Spr 3,1b ...schreibe sie auf deines Herzens Tafel! Spr 3,3b Sondern ganz nahe ist dir das Wort, in deinem Mund und in deinem Herzen, um es zu tun. 5.Mo 30,14 Dieses Buch des Gesetzes soll nicht von deinem Mund weichen, und du sollst Tag und Nacht darüber nachsinnen, damit du darauf achtest, nach alledem zu handeln, was darin geschrieben ist; denn dann wirst du auf deinen Wegen zum Ziel gelangen, und dann wirst du Erfolg haben. Jos.1,8 ...die seiner Vorschriften gedenken, um sie zu tun. Ps 103,18 Die Befähigung zum Gehorsam kommt nicht durch unsere eigene Kraft, sondern durch das Wort Gottes, das durch Aussprechen und Nachsinnen in unserem Herzen verwurzelt wird und so seine Kraft freigibt. Das in der guten Erde aber sind die, welche in einem redlichen und guten Herzen das Wort, nachdem sie es gehört haben, bewahren und Frucht bringen mit Ausharren. Luk 8,15 ...weil ihr stark seid und das Wort Gottes in euch bleibt und ihr den Bösen überwunden habt. 1.Joh 2,14 In meinem Herzen habe ich dein Wort verwahrt, damit ich nicht gegen dich sündige. Ps 119,11 Das Wort des Christus wohne reichlich in euch; in aller Weisheit lehrt und ermahnt euch gegenseitig, mit Psalmen, Lobliedern und geistlichen Liedern singt Gott in euren Herzen in Gnade. Kol 3,16 ...sondern seine Lust hat am Gesetz des HERRN und über sein Gesetz sinnt Tag und Nacht! Er ist wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und dessen Laub nicht verwelkt; alles was er tut, gelingt ihm. Ps 1,2-3 Glücklich der Mann, der den HERRN fürchtet, der große Freude an seinen Geboten hat! Ps 112,1 ...aber das gehörte Wort nützte jenen nicht, weil es bei denen, die es hörten, sich nicht mit dem Glauben verband. Hebr 4,2 Wir müssen uns hüten vor der Gefahr einer bloßen mechanischen Anwendung des Wortes. Wie wir diese Gefahr vermeiden können, ist in nächsten Abschnitt "Wie können wir die Bibel studieren?" näher beschrieben. ...sein Wort rühme ich... Ps 56,5 ...der an dem der Lehre gemäßen zuverlässigen Wort festhält, damit er fähig sei, sowohl mit der gesunden Lehre zu ermahnen als auch die Widersprechenden zu überführen. Tit 1,9 Mit meinen Lippen habe ich erzählt alle Bestimmungen deines Mundes. Ps 119,13 Deine Vorschriften will ich bedenken... Ps 119,15 Dein Wort vergesse ich nicht. Ps 119,16b Öffne meine Augen, damit ich schaue die Wunder aus deinem Gesetz. Ps 119,18 ...dein Knecht sinnt nach über deine Ordnungen. Siehe, ich sehne mich nach deinen Vorschriften! Ps 119,23 Dies ist mir zuteil geworden: Daß ich deine Vorschriften bewahre. Ps 119,40a Wie liebe ich dein Gesetz! Es ist mein Nachdenken den ganzen Tag. Ps 119,97
Diese überwältigende Fülle von Beschreibungen des Umgangs mit Gottes Wort, die keineswegs erschöpfend ist, zeigt uns, welchen Stellenwert das Wort im Leben des Gläubigen haben soll. Hier ist unser Fleiß und unsere Disziplin (zu der der Herr auch wieder Seine Kraft geben will!) gefragt. Wenn wir Gottes Aussagen über Sein Wort aufnehmen, durchdenken, immer wieder laut aussprechen, Ihm dafür danken, entsteht in uns lebendiger Glaube an die Kraft des Wortes Gottes. Wir bekommen und behalten so eine ständige Motivation zur Beschäftigung mit Gottes Wort. Es wird wirksam in uns, befreit, heilt und macht uns fähig zum Gehorsam. Entwickle auf diese Weise eine konstante, brennende Liebe zu Gottes Wort!
Wie können wir die Bibel studieren? Es ist von großer Bedeutung, daß wir unsere völlige Abhängigkeit vom Heiligen Geist erkennen und anerkennen. Unser Intellekt, und sei er noch so ausgebildet, wird uns die Geheimnisse des Wortes Gottes nicht aufschließen können. Darum bitte den Heiligen Geist, dich zu lehren und vertraue Ihm, daß Er es tun wird, weil Jesus diesen Dienst des Heiligen Geistes jedem Nachfolger versprochen hat.
Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. Joh 14,26 Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, gekommen ist, wird er euch in die ganze Wahrheit leiten; denn er wird nicht aus sich selbst reden, sondern was er hören wird, wird er reden, und das Kommende wird er euch verkündigen. Joh 16,13 Dann öffnete er ihnen das Verständnis, damit sie die Schriften verständen, ... Lu 24,45 Unsere Beschäftigung mit der Schrift muß zu einer Begegnung mit Jesus führen, sonst würden wir nur Wissen anhäufen. Die Schriftgelehrten und Pharisäer beschäftigten sich ständig mit dem Worte Gottes und hatten doch nichts verstanden. Als der verheißene Messias, von dem sie so viel in den Schriften gelesen hatten, erschien, konnten sie Ihn nicht erkennen, ja, sie wurden sogar verführt, daß sie sich gegen Ihn stellten und Ihn bekämpften. Ihr Problem war, daß ihr Herz nicht aufrichtig war vor Gott. Sie benutzen ihren Glauben, um Menschen zu beeindrucken und über sie zu herrschen. Das wahre Ziel des Glaubens, ein völlig auf Gott ausgerichtetes Herz, das nur Ihm gefallen möchte, war ihnen nicht wichtig. Die irdischen Vorteile ihres "Glaubens" waren ihnen wichtiger. Siehe Joh 5,38-44! Durch das Wort Gottes soll die Haltung unseres Herzens verändert werden. Und es soll geschehen, wenn er auf dem Thron seines Königreiches sitzt, dann soll er sich eine Abschrift dieses Gesetzes in ein Buch schreiben, aus dem Buch, das den Priestern, den Leviten, vorliegt. Und sie soll bei ihm sein, und er soll alle Tage seines Lebens darin lesen, damit er den HERRN, seinen Gott, fürchten lernt, um alle Worte dieses Gesetzes und diese Ordnungen zu bewahren, sie zu tun, damit sein Herz sich nicht über seine Brüder erhebt und er von dem Gebot weder zur Rechten noch zur Linken abweicht, damit er die Tage in seiner Königsherrschaft verlängert, er und seine Söhne, in der Mitte Israels. 5.Mo 17,18 - 20 In dieser Schriftstelle finden wir noch einmal die zentralen Segnungen, die durch den regelmäßigen Umgang mit dem Wort Gottes in unser Leben kommen. Die richtige Beschäftigung mit Gottes Wort wird in uns die Furcht des Herrn entwickeln, ein völlig auf Gott ausgerichtetes Verlangen, Ihm allein gefallen zu wollen. Die Furcht des Herrn führt zum Gehorsam und zur Kompromißlosigkeit und hält unser Herz in Demut. Im Neuen Testament finden wir die gleiche Beschreibung bezüglich der Wirkung des Wortes Gottes in 1.Ti 3,16: Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit, Mache aus den Bibelversen, mit denen Du Dich beschäftigst, ein Gebet. Wenn Du zum Beispiel etwas über die Liebe Gottes liest, könntest Du in folgender Weise reagieren: "Vater, ich danke Dir für Deine große Liebe zu mir und allen Menschen. Ich glaube, daß es so ist, wie es in Deinem Wort geschrieben steht und ich von Dir geliebt werde, so wie Du Deinen Sohn Jesus liebst. Ich sehne mich danach, Deine Liebe noch viel mehr zu verstehen und zu erleben. Zeige mir bitte, was ich tun oder lassen soll, damit Du noch stärker Deine Liebe in mein Herz ausgießen kannst !" Ich empfehle solchen, die gerade zum Glauben an Jesus gekommen sind, ihre Bibellese mit folgenden biblischen Büchern zu beginnen: Johannes-Evangelium, Apostelgeschichte, Epheser, Philipper, Kolosser, Römer und die Psalmen. Ich schlage vor, eine Liste von Themen anzulegen und dann mit Hilfe von Konkordanz und fortlaufender Bibellese Schriftstellen zu diesen Themen zu sammeln. Diese Liste von Bibelversen können wir dann betender Weise durchgehen und werden so im Laufe der Zeit ein immer tieferes Verständnis des jeweiligen Themas erlangen. Auch einfache Fragen, die wir stellen, können uns helfen, Klarheit zu bekommen. Beispiel: Was ist die Furcht des Herrn? Wie wirkt sie sich im Leben aus? Wie erlangt man sie? Hier einige Beispiele von vorrangigen Themen, die wir studieren können: Herz, Gnade, Gerechtigkeit, das Kreuz, das Blut Jesu, Heiliger Geist, Herrlichkeit, Glaube, Furcht des Herrn, Sünde, der Name des Herrn, Lobpreis und Anbetung, Gebet, Fasten, Satan und sein Reich.
Ich möchte jeden ernsthaften Studenten des Wortes Gottes ermutigen, wenn es irgend möglich ist, mit einer Computerbibel zu arbeiten, weil dies gewaltige Vorteile mit sich bringt. Auch als völlig Unkundiger in Sachen Computer ist dies sehr leicht zu lernen und braucht nur wenig Aufwand in der Vorbereitung, der sich schon sehr bald bezahlt macht.
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