Hand in Hand - Internationaler christlicher Lehr- und Hilfsdienst
Artikel und Bibelstudien

ERFOLGREICHE GEISTLICHE LEITERSCHAFT
UND IHRE MULTIPLIKATION

Von Hartwig Henkel

 
Die Notwendigkeit von starker Leiterschaft ist uns allen bekannt. Die Qualität einer Arbeit ist bestimmt durch die Qualität des Leiters. Starke Leiterschaft ist nicht eine Naturbegabung, die von Anfang an da ist oder eben nicht, sondern das Ergebnis von jahrelanger Anwendung des Wortes Gottes im Leben eines zur Leiterschaft Berufenen!Gott ist der stärkste und kompetenteste Leiter und will uns seine Qualitäten vermitteln, wir sind Nachahmer Gottes, Epheser 5,1.

Definition von Erfolg: = Gottes Willen tun

 
1. Der Lebensstil des Leiters ist ein Vorbild für andere.

Philipper 3,17; 4,9; 2. Thessalonicher 3,9; Hebräer 13,7; 1. Timotheus 4,12; 1,16; Titus 2,7; 1. Petrus 5,3.

 
a) Der Leiter braucht eine klare Vision von Gott für sein Leben.

Je klarer seine Vision ist, um so zielgerichteter und gebündelter sind seine Handlungen. Wozu hat der Herr mich gerufen? In den Gedanken nicht mit Positionen (Apostel, Lehrer, Pastor, etc.) beschäftigen, sondern: auf welche Nöte bei Menschen will der Herr durch mich eine Antwort geben?

  • Verstärkte Betonung auch auf menschliche, praktische, soziale Hilfe für die Bedürftigen, Armen legen. S. Paulus in Galater 2,10; Jeremia 22,16: Dem Elenden und Armen zum Recht verhelfen = den Herrn erkennen.
  • Merkmal einer echten Vision – gesunde, realistische Selbsteinschätzung meiner Reife, Gaben und Berufung, die auch von anderen geteilt wird, die mich wirklich kennen.
  • Fortwährendes Gebet um mehr Klarheit und Beschäftigung mit dem Plan Gottes für mein Leben.
  • Festmachen der Berufung durch Bekennen: Das ist der Ruf Gottes für mein Leben. Dies und das werde ich tun mit Gottes Hilfe, zu Seiner Ehre. Dies vor Gott, dem Teufel und den Menschen bekennen.
  • Träumen und geistliches Sehen ist ein Beweis echten Glaubens. Beispiel Abraham: der neue Name brachte eine neue Identität; das Ansehen der Sterne war eine Glaubenshilfe für die vielen versprochenen Nachkommen.
  • Petrus erlebte durch den neuen Namen, den der Herr ihm gab, den Glauben Gottes. Sieh Dich, wie Du erfolgreich Gottes Plan erfüllst!

 
b) Regelmäßiges, ausdauerndes Gebet.

Unser Dienst wird nur wachsen, wenn die Intensität, die Dringlichkeit und die Menge unserer Gebete wächst! Persönliche Beziehung zum Herrn vertiefen wir durch Anbetung und Dank. Eine wichtige Rolle dabei ist die Gemeinschaft des Heiligen Geistes, 2. Korinther 13,13. Der Heilige Geist ist der Geist des Glaubens, der Liebe, Kraft, Besonnenheit, Gebetes, Offenbarung. Sein Ziel ist es, Jesus zu verherrlichen, deshalb ist er unser stärkster Partner!

  • Sättigung unserer Seele. Jeremia 31,14: Sättigung der Priester
  • Psalm 63; 30,14
  • Fürbitte für die Familie und die Mitarbeiter, Kolosser 2,1–2
  • für die Zielgruppen unseres Dienstes, Evangelisation, Predigt, Seelsorge, materielle Hilfe, die wir geben
  • Gebet für allgemeine Anliegen, die über meine persönliche Arbeit hinausreichen: mein Land, Regierung, Erweckung, Israel, andere geistliche Leiter, Weltmission. Diese Gebete helfen uns, das Ganze zu sehen, den Platz unserer Arbeit im Gesamtzusammenhang von Gottes Willen in unserer Zeit zu sehen.
  • kluge Zeitplanung erforderlich, siehe Punkt 1. h)
  • immer wieder unsere eigene Motivation wecken und steigern durch inspirierende Botschaften von erfahrenen Betern, die der Herr seiner weltweiten Gemeinde gegeben hat, damit sie wächst im Gebet. Z. B. David Cho, Suzette Hattingh, Carlos Annacondia u. a. Argentinier, Derek Prince, Larry Lea, Cindy Jacobs
  • Beten mit anderen ist eine Hilfe und Quelle der Inspiration! Christen mit dem Geist des Gebetes können andere anzünden!

 
c) Grundlagen von lebendiger, wachsender Vision und eines dynamischen Gebetslebens

  • regelmäßige Ernährung durch das lebendige Wort Gottes. 1. Timotheus 4, 6: ein guter Diener Christi Jesu, der sich nährt durch die Worte des Glaubens und der guten Lehre – Lukas 4,4; 1. Petrus 2,2: damit ihr durch sie wachst zur Errettung;
  • Apostelgeschichte 20,32: das Wort seiner Gnade, das die Kraft hat, aufzuerbauen und ein Erbe zu geben.
  • Definition: Was ist ein Pastor oder geistlicher Leiter? Trad. Anschauungen vs. Bibel!
  • Apostelgeschichte 6,2: das Wort Gottes vernachlässigen; 6,4: im Gebet und im Dienst des Wortes verharren >> Vers 7: das Wort wuchs
  • Josua 1,8: nachsinnen, achten zu tun >> auf deinen Wegen zum Ziel gelangen, Erfolg haben; Sprüche 1,1–7; Sprüche 2,1–12;
  • Sprüche 4,4–13: bewahren, erheben, Sprüche 4,20–23; Psalm 1: alles, was er tut, gelingt ihm. Bedingung: keine Gemeinschaft mit den Spöttern; Lust an Gottes Geboten.

Die Freude an Gottes Wort wächst, wenn wir erkennen, welche wunderbaren Eigenschaften Gottes Wort hat, und wenn wir lernen, damit so umzugehen, wie der Herr es uns geboten hat.

Psalm 112: Vielfältige Segnungen für denjenigen, der große Freude an seinen Geboten hat. Dies erfordert viel Zeit, ist aber eine unverzichtbare Grundlage eines starken Dienstes. Jeder Diener Gottes sollte als erstes das Thema von Psalm 112, die Furcht des Herrn, studieren.
Keine Schuldgefühle bei dieser Arbeit des Studiums von Gottes Wort wegen der Zeit! Nur so können wir selber wachsen und geistliche Tugenden, wie Freude, göttliches Erbarmen, geistliches Durchsetzungsvermögen mit Sanftmut, Ausdauer u.v.a. mehr kultivieren.

  • Apostelgeschichte 20,28: Gebt acht auf euch selbst und die Herde.
  • Timotheus 6,11: Strebe nach Gerechtigkeit, Gottseligkeit, Glauben bewahren, Liebe, Ausharren, Sanftmut.
  • Sprüche 4,20–27: Zusammenhang von Wort und Herz: Durch den richtigen Umgang mit dem Wort können wir unser Herz bewahren. Wenn wir unser Herz bewahren, sichern wir uns ein schönes, erfülltes, erfolgreiches Leben und einen entsprechenden Dienst!
    Dieser Umgang mit dem Wort bewirkt Verlangen, für den Herrn zu arbeiten, bewirkt Glauben, daß wir mit dem Herrn etwas können! Wir werden glaubensfähig, weil wir vom Herrn Liebe empfangen (Psalm 37,4).
  • Hilft uns, im Glauben zu bleiben, auch bei Fehlschlägen und Enttäuschungen.
  • Psalm 112,7+8: ... wird sich nicht fürchten vor böser Nachricht.
  • Paulus in 2. Korinther 4,18: ... sehen nicht auf das Sichtbare, sondern das Unsichtbare.

 
d) Nur bei ausreichender Ernährung durch das Wort ist ein richtiger Umgang mit Ehre möglich!

Dies ist ein entscheidender Punkt im Leben eines Leiters!
Grundsätzlich gilt: Gott allein gebührt die Ehre, weil ja alles, unser Erfolg, unsere Gaben und unser Glaube von Ihm kommt. Wir suchen seine Ehre. Unser Dienst soll seinen Ruhm mehren. Er gibt starke Warnungen an diejenigen, die das nicht beachten!
Jesaja 42,8; 48,11; Maleachi 2,1–2; Johannes 12,42–43.

Wenn wir darauf achten, wirklich zu Seiner Ehre zu leben und so unseren Dienst tun, dann will der Herr uns ehren, er selbst direkt und auch durch Menschen!
Wir alle wollen ja Ehre! Aber eine riesige Gefahr besteht darin, in eigenmächtiger Weise sich selbst Ehre zu verschaffen auf verbotenen Wegen: ohne den Herrn, sie direkt von Menschen zu suchen, Sprüche 18,12.

  • Johannes 5,41–44; 1. Thessalonicher 2,6: Nicht Ehre gesucht von Menschen.
  • Philipper 2,3: Tut nichts um eitler Ehre willen.
  • Galater 5,26: Laßt uns nicht nach eitler Ehre trachten.
  • Kolosser 3,23–24: Nicht als Menschengefällige >> kein Erbe, Menschengefälligkeit führt zum Kompromiß, Stolz führt zum Fall.
  • Der göttliche Weg: Johannes 12,26: Wer mir dienen wird, den wird mein Vater ehren.
  • Sprüche 22,4: Die Folge der Demut und der Furcht des Herrn ist Reichtum, Ehre und Leben.
  • Sprüche 18,12
  • Sprüche 13,18: Wer Zurechtweisung beachtet, wird geehrt.

Über die notwendigen Rahmenbedingungen eines geistlichen Aufstieges s. unten: „Verkehrte Dienste“.
Die Ehre des Herrn, die Ihm gebührt, dürfen wir nicht selbst nehmen. Das ist eine wichtige Lektion der Vorbereitung eines starken Leiters. Lukas 17,5–10: Nach dem Sieg besteht die große Gefahr! Wir befestigen uns in der Wahrheit!

 
e) Integrität

Satans Ziel (siehe auch Kapitel aus R. Bonnkes „Wenn das Feuer fällt“): Ps 24,3–5
Durch die erfahrene Liebe Gottes ist es uns möglich, Gottes Standard von Heiligkeit und Reinheit aufrecht zu erhalten.

  • Ps. 90,14: Sättigung; Tit.2,11+12: Die Gnade erzieht uns, unterweist uns.
  • Ps. 91,16; Weil wir die Freundschaft des Herrn genießen, können wir auf Selbsthilfe verzichten. Weltliche Methoden von Manipulation, Übertreibung, Bedrohung, um materieller Vorteile willen Dinge tun oder lassen, die man normalerweise nicht tun oder lassen würde. Unsere Beförderung kommt vom Herrn, und wir warten auf Ihn und dienen Ihm.
  • 1. Pet. 5,6: Geld, Macht, Ehre, Sexualität sind die bedeutsamen Bereiche, wo der Leiter stark und integer sein muß! Und mit Gottes Hilfe auch sein kann! Besonnenheit wacht über uns, wenn wir demütig sind, belehrbar, fleißigen Umgang mit dem Wort haben! Spr 2,1–12; 1. Pet. 5,8–9; Spr 16,18

 
f) Der Führungsstil des geistlichen Leiters

ist ein wichtiger Aspekt, der oft Anlaß von Lähmung, Streit und Spaltung ist, und viel wichtiger ist als richtige Lehre oder gute Ziele!
Dienstbereitschaft, Entschlossenheit, Klarheit, Stärke, Demut und Sanftmut; nicht autoritär, sondern hinterfragbar, transparent bzgl. Entscheidungen. Er muß bereit sein, Rechenschaft über sein Verhalten abzulegen und nötigenfalls auch Korrektur annehmen, willig sein, sich zu demütigen.
1. Samuel 12,3: Samuel war bereit, sich vor dem ganzen Volk zu verantworten!

Der demütige Leiter weiß, daß er es alleine nicht schaffen kann, er begehrt die Gebete derer, denen er vorstehen soll:
Römer 15,30–33; 2. Korinther 1,11; Epheser 6,18–19; Philipper 1,19; Kolosser 4,3; Philemon 22; 1. Thessalonicher 5,25; 2. Thessalonicher 3,1
und weiß, daß zur Einheit unter den Mitarbeitern auch seine Fürbitte notwendig ist: Kolosser 2,2.
Neben der Unterstützung im Gebet weiß der demütige Leiter auch den Wert von Ratgebern zu schätzen:

  • Sprüche 11,14: Wo es an Führung fehlt, kommt ein Volk zu Fall, doch kommt Rettung durch viele Ratgeber.
  • Sprüche 15,22: Pläne scheitern, wo keine Besprechung ist; wo aber viele Ratgeber sind, kommt etwas zustande.
  • Sprüche 24,6: Denn mit weiser Überlegung führst du deinen Krieg, und Rettung kommt durch viele Ratgeber.

Macht ohne Verantwortung ist immer gefährlich, auch bei besten Motiven am Anfang! Wir haben nur in so weit Autorität, wie wir selbst unter Autorität stehen. Lukas 7,8
Wo gibt der geistliche Leiter Rechenschaft über seinen Dienst? – Gegenüber seinen Ältesten, mit denen er zusammenarbeitet, und vor der eigenen Gemeinde. 1. Timotheus 5,19: Die Anweisung, nur bei 2 oder 3 Zeugen eine Klage gegen einen Ältesten anzunehmen, zeigt, daß Älteste nicht unantastbar sind, sondern sich vor den anderen verantworten müssen.

Es braucht keine organisierten, übergemeindlichen Strukturen, wie z. B. eine Denomination, um den Leitern den Rahmen von Verantwortung zu geben. Offene, freundschaftliche Beziehungen zu Leitern aus anderen Gemeinden und Werken sind die zweite Ebene der notwendigen Außenkorrektur.
Ein Leiter, der in Probleme und Spannungen mit seinen Ältesten geraten ist, wird immer gerne Rat und Vermittlung von außen suchen und gerne hereinholen, wenn es eine Pattsituation gibt, sogar bevor eine solche Lösungsmöglichkeit von seinen Ältesten gewünscht wird.

Sowohl in Gemeinden traditioneller Prägung als auch in charismatischen neuen Gemeinden besteht die Gefahr zu harter, autoritärer Leiterschaft, Mißbrauch des Begriffes „Rebellion“ zur Einschüchterung der Gemeinde. Die Forderung nach Gehorsam ist immer problematisch. Die Schafe folgen dem guten Hirten, weil sie es bei ihm gut haben. Vertrauen ist eine Sache des Herzens, kann nicht befohlen oder gefordert werden. Mein Führungsstil weckt Vertrauen in meinen Mitarbeitern oder nicht.
Nicht als Herrscher, sondern Vorbilder: 1. Timotheus 4,12; 1. Petrus 5,2–3.

  • Vers 2 griech: nicht gezwungen (durch Gewalt/Druck), sondern freiwillig, ohne Zwang, aus freien Stücken, eigenem Antrieb.
  • Vers 3 gewalttätige Herrschaft ausüben
  • Beispiel: Gemeinde hat Angst vor Pastor, er meint, das sei ein gutes Zeichen seiner Autorität.
  • Matthäus 20,25–28: Es gibt einen Führungsstil der Welt und einen im Reich Gottes.

Der geistliche Leiter hat geistliche Autorität in den Bereichen von Lehre und Lebensstil, die den Namen des Herrn verunehren, aber nicht in privaten Dingen, z. B. Eheanbahnung, Beruf.
Gehorsam = überzeugt werden (peitho): Hebräer 13,17

  • Griech. gehorcht eurern Führern: = sich binden, trauen, vertrauen. Dies kommt zustande aufgrund von Überredung, bzw. Überzeugung.
  • Ungehorsam (Apeitheia): = man ist nicht zu überzeugen oder weigert sich hartnäckig, die Wahrheit anzunehmen: Titus 3,3.

Wie schafft ein Leiter es, daß die Leute folgen und keine Rebellion und Spaltung da ist? – Er versucht, der Herde zu dienen in Wahrhaftigkeit, Liebe, Ermutigung. Er will jedem helfen, in seine Berufung, Erfüllung hineinzukommen. Er hält keinen fest, will niemanden mißbrauchen. Vertrauen ist nicht an ein Amt gebunden und darf nicht selbstverständlich von den zu Leitenden vorausgesetzt oder gar gefordert werden. Vertrauen muß der Leiter sich erwerben durch Echtheit, Wahrhaftigkeit, eigene Opfer und Hingabe an seine Leute. – 1. Thessalonicher 2,4–8
Wieviel Nähe lassen wir zu? Kennen uns unsere Mitarbeiter auch privat?

„Entscheidend ist, daß Leiter echtes Interesse an ihren Mitarbeitern zeigen und daß man spürt, daß ihnen an jedem einzelnen etwas liegt. Die Betonung liegt hier auf dem Wörtchen „echt“ – vorgetäuschtes Interesse wird von den Mitarbeitern schnell entlarvt. Ein Vertrauensklima erlaubt den Mitarbeitern, sich den Leitern gegenüber offen und ehrlich zu äußern, anstatt nur das zu sagen, was man von ihnen erwartet. Sie müssen sicher sein,daß ihre Leiter:

  1. wirklich wissen wollen, was sie denken;
  2. ihrer Meinung Repekt entgegenbringen;
  3. es ihnen nicht zum Fallstrick werden lassen, wenn sie gegensätzliche Ansichten vertreten.

Die Kommunikation muß in beide Richtungen erfolgen, d. h., die Leiter sollten mit den Mitarbeitern über ihre Träume, Ambitionen, Hoffnungen und Visionen sprechen.“ (aus: „Erfolgreiche Leiterschaft“ von Tom Marshal, S. 23: In Kontakt bleiben)

Leiterschaft = Dienerschaft: Matthäus 20,28; Lukas 22,2; Philipper 2,5–8
Der Fortschritt der anderen ist unsere Freude, keine Bedrohung für uns: 2. Thessalonicher 1,3–4; 2. Korinther 11,20
Verkehrte Leiterschaft äußert sich im Versklaven, Ausbeuten und anmaßendem Auftreten. Ein extremes Beispiel wäre, den Besuch anderer Gemeinden oder Konferenzen zu verbieten (hier ist alles, was du brauchst!), was jedoch meistens nicht der Fall ist. Solche Besitzansprüche werden meistens viel getarnter und subtiler durchgesetzt, z. B. durch Bestrafung, Zurücksetzung, Meidung, durch ungeschriebene Gesetze.

  • Titus 1,5–9: nicht eigenmächtig, jähzornig, schändichem Gewinn nachgehend, der an dem der Lehre gemäßen Wort festhält.
  • 1. Timotheus 3,1–13: lehrfähig, gütig, nicht streitsüchtig, nicht geldliebend.
    Offenheit, keine Heuchelei, Verleumdung, Schmeichelei; Wahrhaftig sein in Liebe.

Sind wir leicht ansprechbar auch in schwierigen Fragen, die uns selbst in Frage stellen? Ermutigen wir andere, ehrlich ihre Meinung zu sagen, auch wenn sie konträr ist zu unserer? Sind wir an der Meinung unserer Mitarbeiter oder Gemeinde- und Hauskreismitglieder zu den aktuellen Fragen der Gemeindearbeit interessiert?
Wie reagieren wir auf Kritik? Wie reagieren wir, wenn Gemeindeglieder oder gar enge Mitarbeiter zu einer anderen geistlichen Heimat wechseln möchten?

Der Leiter muß seine Mitarbeiter vor Angriffen schützen.
1. Timotheus 5,19–21: gegen einen Ältesten nur bei mehreren Zeugen eine Klage annehmen = Göttl. Schutz für die Leiterschaft!
Aufgabe des Leiters besteht auch gerade darin, das Potential seiner Leute zu erkennen und freizusetzen. Keine Angst vor Konkurrenz!

 
g) Harmonisches Familienleben

  • Männer, liebt eure Frauen – Epheser 5,25
  • Frauen, seid euren Männern untergeordnet – Epheser 5,24
  • Nicht Unterordnung fordern, sondern leicht machen.
  • Eph. 6, 1–4: Kinder, gehorcht euren Eltern – Verheißung!
  • Väter, reizt eure Kinder nicht zum Zorn.
  • Erfrischende, schöne, regelmäßige sexuelle Gemeinschaft, in Offenheit, ohne Schuldgefühle, ohne brutale, selbstsüchtige Gier.

 
h) Aktive Terminplanung

Es ist eine große Gefahr für den Leiter, zu viele Aktivitäten zu haben, unsystematisch, kopflos und planlos in jede Richtung Termine zu haben. Prioritäten setzen, z. B. Familientag einplanen.
Einen Terminkalender haben, darin Gebet, Studium, geistliche Erbauung einplanen. Impulse von gesalbten Dienern Gottes aufnehmen. Persönliche Erholung einplanen.

 
i) Die Beziehung zu anderen Leitern = Schutz, Hilfe und Stärke

Austausch, Anteilnahme, gegenseitige Korrektur durch Vorbild, aber auch durch direktes Ansprechen und Ermahnen. Dabei verzichten wir, andere belehren und korrigieren zu wollen. Keine Kritik oder Fehler finden bei denen, die einer anderen Gruppierung angehören, sondern bereit sein zu lernen und zu dienen. Wir lassen keinen Neid und keine Konkurrenz zu, sondern freuen uns über den Fortschritt und Segen der anderen. Wir bekommen eine Sicht für das Ganze. Es ist kein gutes Zeichen, wenn ein Leiter keine Zeit für Pastorentreffen hat!
Sprücher 18,1; Kolosser 2,2

 
2. Weiser Umgang mit verkehrten Diensten = wichtiger Aspekt von gesundem Dienst

  • Jeremia 3,15: Hirten nach meinem Herzen werden euch weiden mit Erkenntnis und Verstand – verspricht der Herr, aber Gottes Wort ist auch ganz klar darin, daß es verkehrte Diener Gottes gibt, die Schaden und Zerstörung anrichten. Apostelgeschichte 20,29–31
  • Jeremia 23,1–2: Gottes Gericht über die, welche Schafe zerstreuen!
  • Hesekiel 34,2–10; Jeremia 10,21; Jesaja 56,11.
    Es ist Aufgabe des Leiters, seine Herde zu schützen, deshalb muß er Gefahren rechtzeitig erkennen und den Mut haben, sie abzuwehren. So oft werden Gemeinden verwirrt, beunruhigt, gespalten, zerstört, weil die Gefahr zu spät oder gar nicht erkannt wurde. Manchmal besteht die Gefahr in falscher Lehre, aber viel häufiger in falschen Motiven!
  • 2. Petrus 2,14: unbefestigte Seelen an sich binden
  • Galater 3,1: Christen können verzaubert/verhext werden, damit sie der Wahrheit nicht gehorchen! Es entsteht eine Abhängigkeit von Menschen, nicht länger vom Herrn; Manipulation, Beherrschen, Einschüchterung und Angst werden früher oder später die Abhängigen in Isolation vom Rest der Christenheit treiben. Zauberei ist ein Werk des Fleisches, das die übernatürliche Kraft der Dämonen anzieht.
    Eine andere Gefahr, die zeitig erkannt werden muß, ist Gesetzlichkeit.
  • 1. Timotheus 4,1–11: betrügerische Geister, Lehre von Dämonen, falsche Opfer, Heiratsvorschriften, Speisen.
  • Epheser 4,11–13: Erbauung des Leibes Christi durch die Erkenntnis von Jesu zur vollen Mannesreife: Denn wir sollen nicht mehr Unmündige sein, hin- und hergeworfen von jedem Wind der Lehre.
  • Kolosser 2,8+16–23: Gesetzlichkeit, seinen eigenen Willen tun, nicht festhalten am Haupt, außerhalb der Verbindung mit den Gelenken.
  • 2. Thessalonicher 2,3–8: keine Menschengefälligkeit, Habsucht, kein gewichtiges Auftreten, obwohl Apostel; zart, die Kinder pflegend, keine Amtsautorität, Beispiel: Prophet! – Studieren: Der Geist Jesebels! Buchempfehlung: Tom Marshall: „Erfolgreiche Leiterschaft“, Jugend mit einer Mission Verlag

 
Multiplikation

Der Leiter fördert den Einzelnen, in seine Berufung und in den Dienst hineinzukommen. Er fördert ebenfalls die Gaben. David Pawson: „Der Test der Leiterschaft sind die Leute, die der Leiter hervorgebracht hat.“
Beispiel: David bereitet das Werk seines Sohnes Salomos vor, der den Auftrag zum Tempelbau erhielt, den er selbst so gerne ausgeführt hätte.

  1. Haltung des Dieners: Es ist meine Aufgabe, den anderen zu fördern und freizusetzen
    Leiterschaft = Dienerschaft: Matthäus 20,28; Lukas 22,27; Philipper 2,5–8.
    Der Fortschritt der anderen ist unsere Freude und keine Bedrohung für uns:
    2. Thessalonicher 1,3–4: Gehilfen eurer Freude

  2. Fürbitte mit Dankbarkeit und Freude

  3. Lehre, die Motivation weckt zum Dienst
    Gott ist der Belohner: Hebräer 11,6; Hebräer 6,10; Galater 6,7–10.
    Jesus sagt dreimal in Matthäus 6 bzgl. Gebet, Almosen, Fasten, daß der Vater lohnt.
    Warnung vor Selbstbetrug: Glaube ohne Werke ist tot

  4. Pers. Förderung des Einzelnen durch Ermutigung
    Der Leiter ermutigt durch Gespräche, Bestätigungen, z. B.: „Ich sehe in Dir folgende Qualitäten ...“, durch Lob, Weissagung, Begleitung und Rat, (z. B. „Ist vielleicht Zeit für Neues gekommen? Du machst zuviel! ...“)

  5. Der Mitarbeiter darf Fehler machen
    Wir vermeiden Streß, sprechen nicht jeden Fehler und jede Schwäche gleich an.

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