| Vorbereitung
auf Gottes Finale Teil 1 Die Zeit erkennen und aus dem Schlaf erwachen Die Schriftgelehrten zur Zeit Jesus konnten das Wetter für den nächsten Tag anhand von Zeichen vorhersagen. Aber Jesus mußte ihnen sagen: Das Aussehen des Himmels wißt ihr zwar zu beurteilen, aber die Zeichen der Zeiten könnt ihr nicht beurteilen. (Mat 16,3) Es ist von größter Wichtigkeit, dass wir das aktuelle Handeln Gottes an der Gemeinde und der Welt verstehen, um in richtiger Weise mit dem Herrn zusammenarbeiten zu können. Und dies [tut] als solche, die die Zeit erkennen, daß die Stunde schon da ist, daß ihr aus dem Schlaf aufwacht! Denn jetzt ist unsere Rettung näher, als da wir zum Glauben kamen: Röm 13,11 Das Wort „Schlaf“ kann auch „träge Untätigkeit“ bedeuten. Angesichts all der Dinge, die vom Herrn selbst und den Propheten angekündigt worden sind und die jetzt um uns herum geschehen, dürfen wir nicht untätig sein. Der Prophet Jesaja spricht von einem blinden und tauben Knecht des Herrn, der vieles gesehen und doch nicht beachtet hat. Ist das nicht ein Bild für uns als Volk Gottes? Uralte Prophetien erfüllen sich vor unseren Augen, aber anstatt unser Eifer durch diese Gewißheit immer feuriger wird, sieht es zur Zeit so aus, als würden wir immer apathischer. Vieles gesehen, aber nicht beachtet Naturkatastrophen kommen immer häufiger und heftiger. Die von Christus prophezeite Gesetzlosigkeit wächst immer weiter an. Sünde wird ein positiver Begriff, mit dem man jetzt Werbung machen kann. Im Jahr 1973 bekam David Wilkerson eine Vision, ein warnendes Wort vom Herrn für die westliche Christenheit. Als Neubekehrter las ich kurz darauf diese Vision. Die dort vorhergesagten Ereignisse schienen mir unvorstellbar zu sein, weit weg in der dunklen Zukunft der Endzeit.Vieles von dem damals Prophezeiten ist heute, dreißig Jahre später, bereits eingetroffen. In dem Abschnitt „Eine Flut von Schmutz“ kündigte Wilkerson damals einen moralischen Erdrutsch in den Medien und der ganzen Gesellschaft an.Heute mutet dieser Teil der Vision fast harmlos an, weil die Realität in den Medien schlimmer ist als in der Vision beschrieben. Sexuelle Unmoral im Fernsehen zur besten Sendezeit ist heute etwas Alltägliches geworden. Aber wer nimmt sich die Zeit, diesen Zustand einmal mit früheren Zeiten zu vergleichen und daraus Schlüsse zu ziehen? Der Geist der Welt sagt: Warum aufregen? Es war doch schon immer so!" Unaufgefordert bekam ich kürzlich Emails, in denen für Websites geworben wurde, die Frauen beim Sex mit Tieren zeigen. Vor unseren Augen können wir sehen, wie sich die Hure formiert, aber gleichzeitig gibt es auch Anzeichen, dass sich die Braut Christi bereitet. Auf dem letzten Kirchentag sprach der Dalai Lama, der sich als führender Buddhist mit „Seine Heiligkeit“ anreden läßt. Spitzenfunktionäre der evangelischen Kirche befürworten die Segnung der sogenannten „Homo-Ehe“ und erdreisten sich, unserem Volk einen Jesus zu predigen, der solche Segnungen selbst vornehmen würde, wenn er heute unter uns leben würde. Ein evangelischer Fernsehpfarrer präsentiert seinem Millionen-Publikum spiritistische Medien und Menschen, die in inniger Verbindung mit Verstorbenen leben. Die Zuschauer werden getäuscht, indem der Eindruck erweckt wird, solche Gräuel seien mit dem christlichen Glauben vereinbar, denn schließlich kommt es ja von einem studierten, anerkannten Pfarrer, dem keinesfalls kirchendisziplinarische Konsequenzen angedroht sind. Aber das Schlimmste bei all dem ist, dass wir als Nachfolger des wirklichen Sohnes Gottes angesichts solcher Gotteslästerungen kaum empört sind und nicht zum Herrn schreien, um das Gericht Gottes durch eine nationale Erweckung zu verhindern. Woher kommt diese Gedankenlosigkeit? Die Gemeinde steht unter massivem Beschuss des Feindes. Sie erleidet Angriffe vom Geist der Welt, der die Wahrnehmung der Realität verhindert und so die Gemeinde vernebeln und in eine falsche Sicherheit wiegen will. "Diese Dinge gab es schon immer! Das ist nichts Neues! Kein Grund zur Besorgnis!“ säuselt uns der Geist der Welt ins Ohr. Kaum jemand scheint sich daran erinnern, das es noch vor vierzig Jahren ein Skandal war, wenn ein unverheiratetes Paar zusammenlebte oder gar ein uneheliches Baby zur Welt kam oder es noch vor zehn Jahren undenkbar gewesen wäre, das sich ein führender Politiker stolz zu seiner Homosexualität bekennt und dafür Applaus vom Parlament erhält. Der Geist der Welt will uns Gläubige wegziehen von unserer Aufrichtigkeit und Hingabe gegenüber unserem Gott. (2.Kor 11,2-3) Stattdessen lockt er mit einem Lebensstil, der gekennzeichnet ist von Bequemlichkeit, Trachten nach Vergnügungen, Kompromiß, falscher Toleranz und falscher Liebe. Es ist der Geist des Humanismus, der den Menschen mit seinen Bedürfnissen zum Mittelpunkt einer pseudo-christlichen Botschaft in einer ebensolchen Gemeinde macht. Als Folge der Aktivitäten dieses Geistes nimmt die Toleranz gegenüber vorsätzlicher und mutwilliger Sünde immer mehr zu, auch in den Gemeinden, die von sich sagen, wir folgen Jesus Christus nach auf der Grundlage des Wortes Gottes. Was Paulus heute nicht mehr sagen würde Denn es wird eine Zeit sein, da sie die gesunde Lehre nicht ertragen, sondern nach ihren eigenen Begierden sich selbst Lehrer aufhäufen werden, weil es ihnen in den Ohren kitzelt; und sie werden die Ohren von der Wahrheit abkehren und sich zu den Fabeln hinwenden. 2.Tim 4,3-4 Paulus könnte heute nicht mehr sagen: „Es wird eine Zeit sein...“ Diese prophetisch angekündigte Zeit ist HEUTE! Immer häufiger erleben wir, dass sich Gläubige von der Wahrheit abwenden und sich menschlichen Erfindungen zuwenden. Ja, sogar Lehren von Dämonen (1.Tim 4,1) sind heute in der Gemeinde zu finden, und zwar nicht nur in extremen Randgruppen des christlichen Spektrums, sondern in allgemein akzeptierten Denominationen. Beispielsweise werden die Jungfrauengeburt, die Schöpfung oder die Gaben des Geistes geleugnet, um nur einige solcher Lehren von Dämonen zu nennen. Kein Wunder, dass die Warnung vor Verführung ein wichtiger Punkt der Endzeitlehren von Jesus und den Aposteln darstellt. Wer diese prophetischen Warnungen nicht ernst nimmt und es nicht für möglich hält, dass er selbst ein Opfer der Verführung werden könnte, wiegt sich in falscher Sicherheit und ist in großer Gefahr. Wir müssen aufwachen aus dem Schlaf unserer falschen Zuversicht, die Güte Gottes würde schon dafür sorgen, dass uns nichts geschieht! Wir müssen die Gefahren klar erkennen und uns heute mit aller Entschiedenheit danach ausstrecken, Gottes Schutz vor Verführung kennen zu lernen und in unserem Leben zu etablieren, damit wir morgen kein böses Erwachen erleben. Unsere einzige Chance: wachen und beten Es gibt nur einen Weg, wie wir aus dem Würgegriff des Geistes der Welt herauskommen. Wir müssen die Zusammenarbeit mit diesem einschläfernden, tödlichen Einfluß abbrechen und uns dem Heiligen Geist hingeben. Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung kommt! Der Geist zwar ist willig, das Fleisch aber schwach. Mk14,38 Wachen bedeutet, im Licht des Wortes Gottes aufmerksam die Dinge zu beobachten, die um uns herum, aber auch mit uns selbst geschehen. Wer wacht, ist entschlossen, sich jedem Einfluß zu entziehen, der ihn vom Weg der echten Nachfolge abbringen könnte. Paulus mahnt uns, sehr genau unseren Lebensstil anzuschauen und die Zeit nicht zu vertrödeln. (Eph 5,15-16) Es ist sehr Augen öffnend, das eigene Leben anzuschauen und sich zu fragen: Was mache ich überhaupt? Warum mache ich es? Wie paßt das mit meinen geistlichen Prioritäten zusammen, die ich mir gesetzt habe? Vertiefen diese Aktivitäten meine Liebe zum Herrn oder bringen sie mich weiter weg von Ihm? Wenn wir uns das Gesetz von Saat und Ernte vor Augen halten, wie es Paulus in Gal 6,7-8 beschreibt, wird es für uns eine sehr motivierende Kraft freisetzen. Wenn wir uns bei unseren Freizeitaktivitäten klar machen, welche Auswirkungen unsere Beschäftigungen auf unser geistliches Leben haben, werden wir lernen, uns fernzuhalten von den Dingen der Welt. Eine mangelnde Wachsamkeit in Bezug auf die geistlichen Entwicklungen entsteht nicht nur durch unbereinigte „schwerwiegende Sünden“, nein, auch ein „ganz normaler“ Lebensstil, der sich nur um die Dinge des Alltags dreht, führt dazu, dass wir blind und schläfrig werden und die Zeiten nicht mehr erkennen können. „Sorglos und unvorbereitet“ - das sind die Merkmale, mit denen Jesus die Menschen in den Tagen vor Seiner Wiederkunft beschreibt. Ebenso auch, wie es geschah in den Tagen Lots: sie aßen, sie tranken, sie kauften, sie verkauften, sie pflanzten, sie bauten; an dem Tag aber, da Lot von Sodom hinausging, regnete es Feuer und Schwefel vom Himmel und brachte alle um. Ebenso wird es an dem Tag sein, da der Sohn des Menschen geoffenbart wird. Luk 17,28-30 Was ist denn verkehrt mit essen, trinken, kaufen oder bauen? Gar nichts! Wovor Jesus warnt, ist ein Lebensstil, bei dem es nur oder zuerst um die Dinge des persönlichen Lebens geht und bei dem ein Warten auf das kommende Reich und eine Sehnsucht nach der Wiederkunft des Herrn keine tragende Rolle spielt. Es wäre ein schwerwiegender Irrtum, wenn wir meinen, diese Warnung vor der Blindheit und der Unfähigkeit, Gottes Zeitplan zu erkennen, gelte nur den Ungläubigen. Die bloße Tatsache, dass wir an Jesus glauben, rettet uns nicht davor, unvorbereitet mit der Wiederkunft des Herrn konfrontiert zu werden, sondern nur ein Leben in Wachsamkeit, dass sich nicht in den Dingen des Lebens verliert. Die Fähigkeit, die Zeichen der Zeit zu erkennen, hat überhaupt nichts mit unserem Intellekt zu tun, sondern mit dem Zustand unseres Herzens. Hütet euch aber, daß eure Herzen nicht etwa beschwert werden durch Völlerei und Trunkenheit und Lebenssorgen und jener Tag plötzlich über euch hereinbricht wie ein Fallstrick! Denn er wird über alle kommen, die auf dem ganzen Erdboden ansässig sind. Wacht nun und betet zu aller Zeit, daß ihr imstande seid, diesem allem, was geschehen soll, zu entfliehen und vor dem Sohn des Menschen zu stehen! Luk 21,34-36 Wachen und Beten ist der einzige Ausweg aus dem Betrug des Geistes der Welt, den der Herr uns weist. Wenn unser Herz durch materiellen Genuß und Lebenssorgen beschwert wird, ist es einfach nicht in der Lage, wachsam zu sein und für das Kommen des Reiches Gottes zu kämpfen. Ein Herz, das gefüllt ist mit den Bildern und der Musik der Welt wird nicht Raum machen können für heilige Verzweiflung, ernsthaftes Gebet, Fasten und tiefe Sehnsucht nach dem Kommen des Herrn. Wir würden nicht empfindsam sein können für das Reden des Heiligen Geistes. Die gleiche Warnung finden wir auch in dem bekannten Gleichnis vom vierfachen Acker, mit dem der Herr uns sehr praktische Anleitungen gibt, wie wir unser Herz bewahren können (Spr 4,23), damit es durch das Wort Gottes Frucht bringt. Und andere sind die unter die Dornen Gesäten, es sind die, die das Wort gehört haben, und die Sorgen der Zeit und der Betrug des Reichtums und die Begierden nach den übrigen Dingen kommen hinein und ersticken das Wort, und es bringt keine Frucht. Mk 4,18-19 Warum sprach der Herr mit Abraham über die Zerstörung von Sodom und Gomorra und nicht direkt mit Lot, der doch dort wohnte? Lot und seine Familie waren längst beeinflußt und gefangen genommen von den Dingen, die das Gericht Gottes herbeiführten. Sie konnten die Stimme des Herrn nicht mehr hören, weil ihr Herz bereits verhärtet war durch den Betrug der Sünde.(Heb 3,13) Als Lots Frau mit völliger Gewißheit wußte, dass die Zerstörung kommen würde, war es bereits zu spät, die Anziehungskraft Sodoms aus ihrem Herzen zu vertreiben. Es ist eine unangenehme, aber lebensrettende Wahrheit, dass es ein „Zu Spät“ gibt. Das Gleichnis von den beiden Häusern, eines auf den Felsen und das andere auf Sand gebaut, ist ein Beispiel für die Warnung vor einem „Zu spät“. Beide Bauherren hatten eine Zeit, sich um die Fundamente zu kümmern. Als die Flut zu beiden kam, gab es keine Zeit mehr, etwas nachzubessern. Vor der Flut sahen beide Häuser gleich gut aus, aber die Flut machte offenbar, welches Haus sicher gebaut war. JETZT ist für uns die Stunde der Vorbereitung auf die dunkelste Stunde der Menschheit, die zugleich die strahlendste Stunde der Brautgemeinde und der großen Ernte sein wird. Steh auf, werde licht! Denn dein Licht ist gekommen, und die Herrlichkeit des HERRN ist über dir aufgegangen. Denn siehe, Finsternis bedeckt die Erde und Dunkel die Völkerschaften; aber über dir strahlt der HERR auf, und seine Herrlichkeit erscheint über dir. Jes 60,1-2 Der Herr fordert uns auf, von der Passivität aufzustehen und uns Seinem reinigenden Licht entgegenzustrecken. Im zweiten Teil dieses Artikels werden wir uns ansehen,
Teil 2 Gottes Plan mit der Gemeinde in der Endzeit Vor dem Kommen des Herrn wird es eine Zeit der Wiederherstellung der herrlichen Gemeinde geben, in deren Mitte die mächtige Gegenwart Gottes wohnt. (Ps 102,14-17) Das Zepter der Macht Gottes wird aus der herrlichen Gemeinde heraus ausgestreckt werden und Gericht über die Mächte der Finsternis bringen. Überall in der Welt werden den Menschen unübersehbare Zeichen der Realität Gottes gegeben werden, die den Herrschaftsanspruch Gottes an die Welt bekräftigen. (Ps 110,2 / Mat 24,14) Und die Herrlichkeit des HERRN wird sich offenbaren, und alles Fleisch miteinander wird es sehen. Denn der Mund des HERRN hat geredet. Jes 40,5 Die Herrlichkeit Gottes, die erfahrbare Offenbarung Seiner Macht, Größe und Schönheit, wird der Gemeinde in einer Zeit von großer Dunkelheit gegeben werden. Steh auf, werde licht! Denn dein Licht ist gekommen, und die Herrlichkeit des HERRN ist über dir aufgegangen. Denn siehe, Finsternis bedeckt die Erde und Dunkel die Völkerschaften; aber über dir strahlt der HERR auf, und seine Herrlichkeit erscheint über dir. Jes 60,1-2 Diese Schau der herrlichen Endzeitgemeinde gilt es durch das Wort Gottes und den Dienst des Heiligen Geistes zu bekommen und dann vor allem festzuhalten. Dies ist eine überaus wichtige Aufgabe für uns in diesen Tagen der Vorbereitung auf Gottes Finale. Ohne eine lebendige Hoffnung, gewirkt durch das Wort und den Geist Gottes, werden wir den hereinbrechenden Mächten der Finsternis schutzlos ausgeliefert sein. Lähmende Furcht würde uns genau so ergreifen wie diejenigen, die den Herrn überhaupt nicht kennen. Es gibt einen Weg heraus aus unserem gegenwärtigen Zustand der Kraftlosigkeit und Verwirrung und hinein in die versprochene Fülle unseres Erbes. Ein ganz wichtiger Schlüssel heißt "echte, geistgewirkte Erkenntnis unseres wunderbaren Gottes". Wenn wir das Wort "Erkenntnis" gebrauchen, klingt das immer sehr verstandesmäßig, aber die Bibel meint damit "persönliches Kennen aus Erfahrung". In Daniel 11,33 wird die endzeitliche Verführung und der Abfall von vielen Gläubigen erwähnt, und es heißt dann: Aber das Volk, das seinen Gott kennt, wird sich stark erweisen und entsprechend handeln. Und die Verständigen des Volkes werden die Vielen unterweisen. Persönliche Offenbarungserkenntnis über das Wesen Gottes und Seine Absichten werden uns zu einer tiefen Liebe zum Herrn, einem Verlangen nach einem Leben in Reinheit, in der Furcht Gottes und zu Hingabe, Furchtlosigkeit und Opferbereitschaft führen. Der Gebetsdienst macht Bahn für die Erkenntnis Gottes Weil die Erkenntnis Gottes der Schlüssel für Veränderung, Durchbrüche, tieferes Gottvertrauen und Reife ist (siehe hierzu auch folgende Schriftstellen: Joh 17,3 / 2.Kor 3,18 / 2.Pet 1,2 und Ps 9,11), werden wir aufgefordert, dies zur ersten Priorität in unserem Leben machen! So lasst uns ihn erkennen, ja, lasst uns nachjagen der Erkenntnis des HERRN! Hos 6,3 a Paulus wusste, dass seine vollmächtige Lehre allein nicht ausreicht, um Gläubige in die Reife zu führen. Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt war deshalb sein systematischer Gebetsdienst, der das Ziel hatte, die Gläubigen in geistliche Realitäten hinein zu führen. Die Betonung bei den Schriftstellen, die von Gebet um die Erkenntnis Gottes handeln, liegt auf Beharrlichkeit und Beständigkeit. Wir sollen uns intensiv nach dem Geist der Weisheit und Offenbarung ausstrecken, denn Offenbarungserkenntnis wird uns vom Heiligen Geist geschenkt. Wir aber haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist, der aus Gott ist, damit wir die Dinge kennen, die uns von Gott geschenkt sind 1.Kor 2,12 Weil der Heilige Geist uns in das Wesen Christi umgestalten will, wird echtes Streben nach persönlichem Kennenlernen und tieferer Gemeinschaft mit dem Herrn immer verbunden sein mit einem Leben in Heiligung. Die Furcht des Herrn ist der Anfang der Erkenntnis Gottes. Wenn wir danach trachten, in immer tiefere Übereinstimmung mit dem Heiligen Geist zu kommen, machen wir Bahn für Sein Wirken an uns. Das Herz des Vaters und des Bräutigams wird offenbar Durch den Geist der Weisheit und Offenbarung werden uns die Liebe Gottes und der Himmel als unsere Heimat real. Wenn wir den himmlischen Vater erkennen, bekommen wir die Identität von Söhnen und Töchtern. Christus als unseren Bräutigam zu erkennen, der uns mit heiliger Eifersucht begehrt, bringt uns in die Identität als Braut Christi. Diese beiden Offenbarungen werden das Leben der Endzeitgemeinde radikal bestimmen. Wertgefühl, das nicht aus eigener Leistung kommt, sondern aus der bedingungslosen Liebe des Vaters, wird uns Geborgenheit, Schutz, Furchtlosigkeit, Freude im Heiligen Geist bringen. Die totale Erfüllung in Ihm, nicht in den Vergnügungen der Welt, die Lust am Herrn wird das normale Leben der Gläubigen sein. Wenn wir ohne persönlichen Ehrgeiz, ohne selbstsüchtiges Streben nach Positionen und ohne falsche Tröster leben, sondern stattdessen unsere Erfüllung in der Beziehung zum Herrn haben, sind wir wirklich frei und nicht mehr manipulierbar. Wenn in naher Zukunft Gläubige in größerer Zahl hervorkommen werden, die durch ihre Geborgenheit und Sicherheit im Herrn wirklich frei und kühn geworden sind, werden Gemeindesysteme, die auf Menschengefälligkeit und Streben nach eigener Ehre gebaut sind, in starker Weise erschüttert werden. Mündige Christen, die nicht mehr von menschlichen Impulsen und Lehren hin- und herbewegt werden und die Wahrheit in Liebe reden, sind nicht mehr verführbar, sondern stellen die Verführer bloß, wie Paulus es tat. Hirten nach meinem Herzen - ein neuer Typ von Leiterschaft David wird vom Heiligen Geist als ein Mann nach dem Herzen Gottes bezeichnet. Tiefe Sehnsucht nach der Gegenwart Gottes und Reinheit des Herzens waren seine herausragenden Qualitäten. Wenn der Heilige Geist uns aufgrund des systematischen Gebetsdienstes in großer Breite und Tiefe eine Offenbarung des Vaters geben wird, dann werden wir im Volk Gottes einen neuen Typ von Leiterschaft hervorkommen sehen. Der Herr hat verheißen, dass Er uns Hirten nach Seinem Herzen geben wird.(Jer 3,15) Das Erkennungszeichen dieser Leiter wird ein Leben und ein entsprechender Dienst sein, wie er in Kapitel 2 des Philipperbriefes beschrieben ist. Hirten nach dem Herzen Gottes suchen nichts für sich selbst und tun Dinge nicht um der Anerkennung von Menschen willen. Weil sie nicht daran interessiert sind, gesehen und geehrt zu werden, müssen sie nicht Aufgaben und Gelegenheiten an sich reißen, sondern sie haben ein dienendes Herz. Sie sind darauf ausgerichtet, dass andere in ihre Berufung hineinkommen und frei gesetzt werden. Sie leben nicht eigenmächtig, sondern sind Gesandte und Beauftragte, die auch mit anderen Dienern Gottes auf einer Ebene von Freiwilligkeit, Ehrlichkeit und Vertrauen Rechenschaft über ihr Leben und ihren Dienst geben. Durch diese Leiterschaft wird die Fülle des Geistes in der Gemeinde freigesetzt werden so dass die heilende und befreiende Liebe Gottes mit bis jetzt unvorstellbarer Macht fließen kann. Das Volk Gottes wird die Ermahnung von Paulus achten und nur noch den Leitern nachfolgen, die selbst Jesus nachfolgen.(Phil 3,17) Leiter, die versuchen würden, ihr eigenes Reich zu bauen, hätten keine Chance mehr, weil die Gläubigen das Wesen Jesu in tiefer Weise persönlich kennengelernt haben werden und nur dieses als Maßstab nehmen. Nicht länger werden Popularität, beindruckende Persönlichkeit, Redegewandtheit oder Anzahl der Nachfolger das entscheidende Kriterium sein, sondern die Demut Jesu und Seine selbstlose Hingabe an den Vater. Die Gemeinde wird ein Ort der Heilung werden, ein Zufluchtsort für verwundete und gequälte Menschen. Die Endzeiternte kann durch diese Gemeinde eingebracht werden, und die Wiederkunft des Herrn wird so herbeigeführt. Möge dieser Plan Gottes durch die Kraft des Heiligen Geistes und durch unsere fleißige, beständige Zusammenarbeit mit Ihm eine Realität in unseren Herzen werden! Möge der Hunger nach echter, geistgewirkter Erkenntnis immer mehr Gläubige zu einem Streben nach Gottes Gegenwart drängen! Denn die Erde wird voll werden von Erkenntnis der Ehre des HERRN, wie Wasser das Meer bedeckt. Hab 2,14 Ó Hartwig Henkel, Hand in HandWeitergabe an Freunde unter der Bedingung des unveränderten Inhaltes ist erlaubt und erwünscht. Veröffentlichungen im Internet oder in Print bedürfen der Genehmigung des Autors.
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