| WENN DIE BERGE ZERSCHMELZEN Ach, daß du die Himmel zerrissest, daß du herabstiegest, daß vor deiner Gegenwart die Berge zerfließen mögen. So wie das schmelzende Feuer brennt und das Wasser zum Kochen bringt um deinen Namen deinen Gegnern kundzutun, so daß die Nationen vor deiner Gegenwart erzittern, wenn du furchtgebietende Taten vollbringst, die wir nicht erwarteten und du herniederkommest, daß die Berge zerschmelzen in deiner Gegenwart. Jesaja 64,13 Ich habe diese drei Verse nie gelesen, ohne mit meinem Verstand dahin zurückzugehen, was tatsächlich in der Gemeinde von Barvas auf der Insel Lewis geschehen ist. Am Anfang möchte ich klarstellen, daß nicht ich Erweckung zu den Hebrides gebracht habe. Ich hatte das Vorrecht, dort zu sein und auf irgendeine Art und Weise ein kleines Stück, etwas über drei Jahre die Bewegung zu leiten, aber Gott bewegte sich schon in der Gemeinde von Barvas, bevor ich meinen Fuß auf die Insel setzte. Erweckung ist immer noch ein Zeichen, gegen das gesprochen wird, und du kannst nicht jede Geschichte, die du über die Lewis-Erweckung gehört hast, glauben. Über die Jahre sind Dinge, die tatsächlich keinerlei Grundlage haben, gesagt worden. Wie auch immer ist es so, daß Tatsachen kraftvolle Dinge sind. Zu allererst, laß mich dir sagen, was ich unter Erweckung verstehe. Evangelistische Feldzüge oder spezielle Versammlungen sind nicht Erweckung. In einem erfolgreichen evangelistischem Feldzug wird es hunderte oder sogar tausende Menschen geben, die Entscheidungen für Jesus Christus treffen, aber die Allgemeinheit bleibt unberührt und die Gemeinden machen ungefähr genauso weiter wie davor. In der Erweckung bewegt sich Gott in der ganzen Gegend. Plötzlich wird die Allgemeinheit sich Gottes bewußt. Der Geist Gottes ergreift Männer und Frauen auf solch eine Weise, daß sogar die Arbeit aufgehört wird, wenn Menschen sich selbst hingeben und auf Gott warten. Inmitten der Lewis-Erweckung schrieb der Gemeindediener von Barvas: Der Geist des Herrn ruhte wunderbar auf verschiedenen Ortschaften einer Region. Seine Gegenwart war in den Häusern von Menschen, auf der Wiese und im Moorland und sogar auf den öffentlichen Straßen. Diese Gegenwart Gottes ist das hauptsächlichste Charakteristikum einer von Gott gesandten Erweckung. Von den Hunderten, die Jesus Christus während dieser Zeit fanden, wurden volle 75 Prozent errettet, bevor sie in die Nähe einer Versammlung kamen oder eine Predigt durch mich selbst oder irgend einen anderen Diener der Gemeinde hörten. Die Kraft Gottes und der Geist Gottes bewegten sich in Aktion (Betätigung) und die Furcht Gottes ergriff die Seelen von Menschen. Das ist gottgesandte Erweckung im Unterschied zu speziellen Bemühungen auf dem Evangelisationsfeld. Wie begann diese gnadenvolle Bewegung? 1949 gaben die örtlichen Presbyterianer eine Proklamation heraus, die an einem bestimmten Sonntag in allen Freikirchen auf der Insel von Lewis gelesen wurde. Diese Proklamation rief die Menschen auf, den niedrigen Stand von lebendiger Religion ... im Land ... und das gegenwärtige Vorhandensein von göttlichem Mißfallen ... im Gegensatz zur wachsenden Sorglosigkeit gegenüber öffentlicher Anbetung ... und den wachsenden Einfluß des Geistes des Vergnügens, welcher wachsenden Einfluß auf die jüngere Generation genommen hat, zu betrachten. Sie riefen die Kirchen dazu auf, sich diese Sachen zu Herzen zu nehmen und ernsthafte Untersuchungen zu machen, was das Ende sein würde, wenn da keine Umkehr sein würde. Wir rufen jeden Einzelnen heraus, sein oder ihr Leben vor Gott im Lichte dieser Verantwortung zu überprüfen, welche uns alle begleitet und daß wir glücklicherweise in göttlicher Gnade von einem Geist der Buße besucht werden und wir uns wieder zum Herrn, den wir so betrübt haben, hinwenden. Ich bin nicht darauf vorbereitet, sagen zu können, welche Auswirkung das Lesen dieser Deklaration auf die Diener oder Menschen der Insel ganz allgemein hatte, aber ich weiß, daß in der Gemeinde von Barvas ein Anzahl von Männern und Frauen es sich zu Herzen nahmen, besonders zwei alte Frauen. Ich schäme mich, wenn ich daran denke zwei Schwestern, eine zweiundachtzig und eine fünfundachtzig, die letztere blind. Diese zwei Frauen entwickelten ein großes Herz für Gott, daß er etwas in der Gemeinde tun möge, und gaben sich selbst, indem sie in ihrem kleinen Landhaus auf Gott warteten. Eines nachts gab Gott einer der Schwestern eine Vision. Nun, wir müssen lernen zu verstehen, daß in der Erweckung bemerkenswerte Dinge passieren. Es ist übernatürlich, du wirst in Erweckung bemerkenswerte Dinge geschehen sehen. Es ist übernatürlich und du bewegst dich nicht auf menschlichen Ebenen; du bewegst dich an göttlichen Plätzen. In der Vision sah sie die Gemeinde gedrängt voll mit jungen Leuten und sie sagte zu ihrer Schwester, Ich glaube, daß Erweckung in die Gemeinde kommt. Zu dieser Zeit nahm nicht eine einzige junge Person an der öffentlichen Anbetung teil, eine Tatsache, die nicht bestritten werden kann. Sie sandte nach dem Pastor und erzählte ihm ihre Geschichte und der nahm sich ihre Botschaft als ein Wort von Gott zu Herzen. Er wandte sich zu ihr und fragte, Was denkst du, daß wir tun sollen? Was? sagte sie, Gib dich selbst dem Gebet hin und gib dich selbst hin, indem du auf Gott wartest. Bring deine Ältesten und Diakone zusammen und verbringt mindestens zwei Nächte pro Woche, indem ihr im Gebet auf Gott wartet. Wenn du das in deinem Bereich der Gemeinde tun wirst, werden meine Schwester und ich es an unserem Ende der Gemeinde von zehn Uhr nachts bis zwei oder drei Uhr morgens tun. So rief der Pastor seine Leiter zusammen und sie warteten für einige Monate in einer Scheune mit Stroh auf Gott. Während dieser Zeit flehten sie um eine Verheißung: Denn ich will Wasser ausgießen auf den, der durstig ist, und Fluten auf das trockene Land: Ich werde meinen Geist auf deine Saat ausgießen und meinen Segen auf deine Nachkommen. (Jesaja 44,3) Dies dauerte mindestens drei Monate. Nichts passierte. Aber eines nachts erhob sich ein junger Diakon und begann von Psalm 24 zu lesen, Wer darf auf den Berg des Herrn hinaufsteigen? Und wer darf stehen an seiner heiligen Stätte? Derjenige, der unschuldige Hände und ein reines Herz hat, der seine Seele nicht auf Eitelkeit gerichtet hat noch betrügerisch geschworen hat. Er wird Segen vom Herrn empfangen und Gerechtigkeit von dem Gott seines Heils. Während er die Bibel schloß, sprach er den Pastor und die anderen Amtsträger mit den Worten an, die in Englisch so roh klingen, aber nicht so in unserer gaelischen Sprache: Es scheint mir solch ein Humbug zu sein, zu warten, so wie wir warten, zu beten, so wie wir beten, wenn wir selbst nicht in der richtigen Beziehung zu Gott sind. Dann richtete er seine Hände gegen den Himmel und betete: O Gott, sind meine Hände sauber? Ist mein Herz rein? Dann ging er auf seine Knie und fiel in eine Art Trance. Nun, frage mich nicht darum, die physischen Manifestationen dieser Bewegung zu erklären, weil ich es nicht kann, aber das eine weiß ich, daß etwas in der Scheune in diesem Moment an diesem jungen Diakon passierte. Da wurde eine Kraft (los)gelöst, die erschütterte, daß ER in Barvas durchbrach. Nun, zu dieser Zeit war ich nicht auf der Insel. Ich war in einem anderen Gebiet, als ich angefragt wurde, für zehn Tage auf die Insel Lewis zu kommen. Ich hatte andere Versammlungen geplant und schrieb zurück, daß ich Barvas auf meinen Kalender für das folgende Jahr setzen würde. Wie auch immer, wegen der Umstände wollte ich nicht hingehen, aber meine anderen Versammlungen wurden abgesagt und so fand ich es möglich, wie gebeten zu der Insel zu gehen. Als ich mit dem Boot ankam, wurde ich vom Pastor der Gemeinde und einem seiner Amtsträger abgeholt. Gerade als ich an Land trat, kam der Amtsträger zu mir und sagte: Mr. Campbell, darf ich Sie eine Frage fragen? Gehen Sie mit Gott? Ich war glücklich, erwidern zu können: Ich kann auf jeden Fall sagen, daß ich Gott fürchte. Sie hatten für mich organisiert, daß ich vor der Gemeinde bei einem kurzen Treffen, um neun Uhr an diesem Abend beginnend, sprechen sollte. Es war eine bemerkenswerte Veranstaltung. Gott bewegte sich souverän und da war ein Bewußtsein von Gott, welches wunderbar war. Die Veranstaltung dauerte bis vier Uhr morgens und ich war noch nicht Zeuge von etwas gewesen, das man damit zu irgendeiner anderen Zeit während meines Dienstes hätte vergleichen können. Um Mitternacht herum erlaubte sich eine Gruppe junger Leute einen Tanz und drängten sich in die Kirche. Da waren Leute, die nicht schlafen gehen konnten, weil sie so von Gott ergriffen waren. Obwohl da ein Bewußtsein von Gott und ein Geist der Überführung bei diesem anfänglichem Treffen war, kam der wirkliche Durchbruch einige Tage später Sonntag Nacht in der Kirchengemeinde. Die Kirche war voll und der Geist Gottes bewegte sich auf solche Weise, daß ich nicht predigen konnte. Ich stand nur still und sah auf die wunderbare Bewegung Gottes. Überall in der Kirche schrien Männer und Frauen nach Gott aus um Gnade. Da war kein Aufruf oder sonst etwas gemacht worden. Nach drei Stunden Veranstaltung sprach ich den Segen und sagte den Leuten, daß sie gehen könnten, aber erwähnte, daß jeder, der die Versammlung fortsetzen wolle, später wiederkommen könne. Ein junger Diakon kam zu mir und sagte: Mr Campbell, Gott schwebt über uns. Um diese Zeit bat mich der damalige Gemeindeverwalter, zur linken Tür zu kommen. Da war eine Menge von wenigstens 600 Leuten im Hof außerhalb der Kirche versammelt. Jemand las den Psalm 102 vor und die Menge strömte zurück in die Kirche, welche nicht länger die Anzahl der Leute aufnehmen konnte. Eine junge Schullehrerin kam nach vorne und schrie aus: O Gott, ist (bleibt) da nichts für mich? Heute ist sie Missionarin in Nigeria. Da war ein Bus voll mit Leuten, die von sechzig Meilen entfernt zu der Veranstaltung kamen. Die Kraft Gottes kam in den Bus, so daß einige nicht einmal die Kirche betreten konnten, als der Bus ankam. Die Leute fielen überall in der Gemeinde um und ich kann mich nicht erinnern, daß eine einzige Person, die durch Gott in dieser Nacht berührt worden war, nicht glorreich wiedergeboren worden wäre. Als ich um vier Uhr morgens aus der Gemeinde ging, war da eine große Anzahl von Leuten, die entlang der Straße beteten. Zusätzlich zur Schullehrerin bekehrten sich einige auch so. Von der Kirche, von der Wiese und vom Moorland von Barvas verbreitete sich die Bewegung Gottes auf die benachbarten Bezirke. Ich erhielt die Nachricht, daß eine nahe Gemeinde um ein Uhr morgens gedrängt voll war und sie wollten, daß ich komme. Als ich ankam war die Kirche voll und Mengen waren außerhalb. Zwei Stunden später, als ich aus der Kirche herauskam, fand ich eine Gruppe von 300 Leuten, die nicht in die Kirche kommen konnten, betend in einem anliegendem Feld. Eine alte Frau beschwerte sich über den Lärm der Veranstaltungen, weil sie nicht einschlafen konnte. Ein Diakon ergriff und schockte sie, indem er sagte: Frau, du hast lange genug geschlafen! Da gab es ein Gebiet auf der Insel, wo sie wollten, daß ich hinkäme, aber ich fühlte keinerlei Führung, diese Einladung anzunehmen. Die blinde Schwester ermutigte mich hinzugehen und sagte mir: Wenn du so nahe bei Gott leben würdest, wie du es solltest, würde ER dir Seine Geheimnisse offenbaren. Ich stimmte zu, einen Morgen im Gebet mit ihr in ihrem Häuschen zu verbringen. Als wir beteten, sagte die Schwester: Herr, du erinnerst mich daran, was du mir heute sagtest, daß du sieben Menschen in dieser Gemeinde retten wirst. Ich gab gerade deine Botschaft an Mr. Campbell und bitte gib ihm Weisheit, weil er sie dringend braucht. Sie sagte mir, daß, wenn ich in dieses Dorf gehen würde, Gott ein Veranstaltung vorbereiten würde. Ich stimmte zu, hinzugehen und als ich um sieben Uhr ankam, waren da ungefähr 400 Menschen in der Kirche. Die Menschen konnten nicht sagen, was sie dazu veranlaßt hatte zu kommen; es war vom Geist Gottes geleitet worden. Ich sprach ein paar Minuten über den Text: Nachdem nun Gott die Zeiten der Unwissenheit übersehen hat, gebietet er jetzt den Menschen, daß sie alle überall Buße tun sollen. (Apostelgeschichte 17,30) Einer der Leiter unterbrach mich und sagte: Komm und schau dir das an. An einem Ende des Versammlungshauses waren die berüchtigsten Charaktere der Gesellschaft auf ihrem Angesicht und schrien nach Gott. Auf einer Reise zu einer benachbarten Insel fand ich die Menschen sehr kühl und steif. Als ich einige Männer herüberrief, um mit mir zu beten, bat ich besonders darum, daß ein junger Mann namens Donald sie begleiten möchte. Donald, der siebzehn Jahre alt war, war erst vor kurzem errettet worden und war auf einem Hügel zwei Wochen später mit dem Heiligen Geist getauft worden. Als wir in dieser Nacht in der Gemeinde waren, saß Donald nach vorne gerichtet mit Tränen, die von seinem Gesicht auf den Boden fielen. Ich wußte, daß Donald auf eine Art und Weise mit Gott in Berührung war, wie ich es nicht war. So hörte ich zu predigen auf und bat ihn zu beten. Donald erhob sich auf seine Füße und betete: Es scheint, als ob ich durch eine offene Tür hineinsehe und ich das Lamm inmitten auf dem Thron sehe und die Schlüssel des Todes und der Hölle an seiner Hüfte. Dann hielt er inne und fing zu schluchzen an. Nachdem er sich selbst gefaßt hatte, richtete er seine Augen gegen den Himmel, erhob seine Hände und sagte: Gott, da ist Kraft da. Laß sie frei (los)! Und in diesem Moment fiel die Kraft Gottes auf die Versammlung. Auf einer Seite des Raumes warfen die Menschen ihre Hände nach oben, hielten ihre Köpfe zurück und blieben für zwei Stunden in dieser Position. Es ist schwer, dieses nur für zehn Minuten zu tun, viel mehr noch zwei Stunden. Auf der anderen Seite wurden die Menschen umgestürzt und schrien aus um Gnade. In einem Dorf fünf Meilen entfernt fegte die Kraft Gottes durch die Stadt, und da war kaum ein Haus in diesem Dorf, wo nicht einer in dieser Nacht errettet wurde. In einer Gegend des Bezirkes war bittere Opposition zu der Bewegung, weil ich die Taufe des Heiligen Geistes als ein separates und unterschiedliches Ereignis, das der Bekehrung folgt, predigte. Jene, die mir Widerstand leisteten, waren so erfolgreich in ihrer Opposition, daß nur wenige Leute zu den Versammlungen kamen. Eines nachts kam der Administrator zu mir und sagte: Da gibt es nur eine Sache, die wir tun können, um die Situation, die vorherrscht, zu korrigieren. Wir müssen uns selbst hingeben und auf Gott im Gebet warten. Mir ist von einem Bauern erzählt worden, der gesagt hat, daß wir uns in seinem Haus treffen können. Er ist kein Christ und seine Frau ist auch nicht errettet, aber sie sind gottesfürchtige Leute. Um die dreißig von uns, Diener und Älteste des Bezirkes, trafen sich in diesem Bauernhaus. Ich fühlte, daß es sehr, sehr schwer voranging. Ich betete. Alle Diener beteten. Einer fühlte, als wären alle Kräfte der Hölle entfesselt. Um Mitternacht wandte ich mich zu einem der Ältesten und sagte ihm, daß ich dächte, daß die Zeit für ihn gekommen wäre, auf Gott Einfluß zu nehmen. Dieser Mann erhob sich auf seine Füße und betete über 1 ½ Stunden. (Natürlich mußt du dich erinnern, daß wir in Erweckung waren und in Erweckung Zeit nicht existiert. Niemand schaute auf die Uhr.) Der Mann pausierte, erhob dann seine Hand gegen den Himmel und sagte: Gott, weißt du, daß deine Ehre auf dem Spiel steht? Du gabst das Versprechen, daß du Wasser auf das durstige und Fluten auf das trockene Land ausgießen würdest und du tust es nicht. Es würde mich wundern, wie viele von uns sich Gott mit Worten wie diesen auf ihren Lippen nähern könnten. Dann sagte er: Da sind fünf Diener in diesem Treffen, Mr. Campbell eingeschlossen, und ich weiß nicht, wo einer von ihnen in deiner Gegenwart steht. Aber wenn ich etwas über mein eigenes Herz weiß, denke ich, daß ich sagen kann, daß ich durstig auf eine Manifestation deiner Kraft bin. Er unterbrach wieder, dann schrie er mit einer lauten Stimme aus: Gott, Deine Ehre steht auf dem Spiel, und nun fordere ich dich heraus, Wasser auf das durstige und Fluten auf das trockene Land auszugießen. Und in diesem Moment erschütterte es das steinerngebaute Haus buchstäblich wie ein Blatt. Sofort ging ich zur Apostelgeschichte, wo berichtet wird, daß sie beteten und der Ort, wo sie versammelt waren, erschüttert worden war. Sobald dieser liebe Mann zu beten aufhörte, sprach ich ein wenig nach zwei Uhr morgens den Segen und ging hinaus, um das ganze Dorf entflammt für Gott vorzufinden. Ich ging in ein Haus und fand neun Frauen, die nach Gott schrien in der Küche auf ihren Knien. Eine Frau, die in dieser Nacht errettet worden war, hat einige der schönsten gaelischen Hymen geschrieben. Am folgenden Sonntag war die Straße schwarz mit Leuten, die zwei Meilen zur Kirche gingen. Die Schankkneipe in diesem bestimmten Dorf schloß diese Nacht und wurde seither nicht wieder geöffnet. Das ist Gott an der Arbeit. Eine gottgesandte Erweckung ist immer eine Erweckung von Heiligkeit. Es bedarf des Übernatürlichen, um die Bindungen des Natürlichen zu brechen. Du kannst eine Gemeinde missionsbewußt machen. Du kannst eine Gemeinde evangelisationsbewußt machen. Aber nur Gott kann eine Gemeinde gottbewußt machen. Denk nur darüber nach, was geschehen würde, wenn Gott in irgendeine Gemeinde in Kraft käme. Ich glaube, daß dieser Tag kommt. Möge Gott uns alle auf ihn vorbereiten. Amen.
Duncan Campbell (18981972) wuchs im Hochland von Schottland auf. Er kam als Teenager zum Herrn und diente in den Versammlungen der United Free Church (Presbyterian) und als ein Wanderevangelist. Zusätzlich zu seiner Beteiligung bei der Lewis-Erweckung war er meist gefragt als ein Sprecher überall auf den britischen Inseln.
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