Hand in Hand - Internationaler christlicher Lehr- und Hilfsdienst
Artikel und Bibelstudien

DIE SALBUNG ... ODER ... EHRBARKEIT
Von Paul Cain

 
Mir wurde kürzlich die Frage gestellt, „Was sagt der Heilige Geist heute zu der Gemeinde?“. Sofort sagte der Herr, daß Er nicht soviel sagt, wie wir sagen, daß Er sage, aber Er sagt eine ganze Menge mehr als manche von uns hören möchten. Ich war in einem anderen Treffen und fragte den Herrn, „Was wirst Du heute abend hier tun?“. Er sagte, „Ich werde gar nichts tun, und versuch Du bitte, auch nichts zu tun!“ Es scheint, daß da einiges an Änderung unserer Haltung notwendig ist, wenn es darum geht, den Herrn zu hören, was er denn nun zu uns sagt, um an dem teilzuhaben, was Er tun möchte. Ich bin zu dem Schluß gekommen, daß es einen Konflikt zwischen unserer Fähigkeit, in der Salbung zu gehen, und den vielen anderen Dingen, die wir tun, um Ansehen in den Augen von Menschen zu suchen, gibt.

Ich habe nachgeschlagen, was unter dem Begriff Ansehen bzw. Ehrbarkeit zu verstehen ist, und er bedeutet: „guter sozialer Standard“. Ein bißchen von Ansehen ist in Ordnung, aber wenn es zu wichtig wird, stehen wir in Gefahr, die Salbung zu verlieren. So warnt uns der Herr Jesus, „... was hoch ist bei den Menschen, ist ein Greuel vor Gott“ (Lukas 16:15). Wenn wir von Menschen geehrt werden wollen, dann werden wir Dinge tun, die von ihnen wertgeschätzt werden, und diese Dinge sind oft ein Greuel für den Herrn. Gott wird nicht salben, was Ihm abscheulich ist!

Die Gemeinde in Korinth stand in dem Ruf, eine der am meisten begabtesten und gesalbtesten Gemeinden im Neuen Testament zu sein; sie war aber auch die fleischlichste. Paulus hatte die Gemeinde in Korinth gegründet und war ein wahrer geistlicher Vater für sie, liebend, aufbauend und tadelnd, wenn sie es brauchten. In 1. Korinther 4,1–16 stellt Paulus den Lebensstil der Korinther dem der Apostel in einer schmähenden Weise von göttlichem Sarkasmus gegenüber: die Apostel werden zum Tode verurteilt als Schauspiel für die Welt und werden um Christi willen als Narren betrachtet, aber die Korinther seien klug und überlegen; die Apostel werden als schwach angesehen, die Korinther als stark. Die Apostel sind ohne Ehre, während die Korinther angesehen sind.

Paulus erklärt weiter: „Bis zu dieser Stunde sind wir beides: Hungrig und durstig, sind ärmlich bekleidet und werden hart behandelt, sind heimatlos und mühen uns mit unserer eigenen Hände Arbeit ab. Wenn man uns schmäht, segnen wir; wenn man uns verfolgt, so dulden wir es, wenn wir verlästert werden, so reden wir freundlich. Wir sind wie der Abschaum der Welt geworden, jedermanns Kehricht.“ Das bezeugt, daß die Apostel alles andere als ehrbar in den Augen der Welt waren. Statt dessen wurden sie tatsächlich als „der Abschaum der Welt und jedermanns Kehricht“ betrachtet. Aber sie hatten auch etwas, das wertvoller als die ganze Welt war – sie hatten die Salbung!

Weil sie beides bekommen hatten, Komfort und Ansehen, glaubten die Korinther, sich über Paulus erheben zu können. Da gibt es heute viele, die auf ihren Reichtum und ihr Ansehen als Beweis für Gottes Segen und Salbung hinweisen, wenn es tatsächlich auch ein Beweis sein kann, daß wir vom Kurs abgekommen sind. Die verfolgten Apostel, die in ihrer Zeit als der Abschaum der Menschheit und jedermanns Kehricht, betrachtet wurden, werden einen anderen Platz in der Ewigkeit haben. Wenn wir in der Ewigkeit Ansehen möchten, werden wir so manchmal Demut in diesem Leben umarmen müssen. Die in diesem Leben Ansehen haben möchten, werden sich selbst an einem sehr bescheidenen Platz in der Ewigkeit finden. Diese, die Ehre bei Menschen möchten, enden gewöhnlich damit, daß sie das tun, was ein Greuel in Gottes Sicht ist, um sie zu bekommen. Sogar Jesus Christus mußte sich selbst entäußern und „zu keinem Ansehen werden“, um den Willen Gottes zu tun (Philipper 2,7–8). Paulus warnte die Korinther, daß sie alles verlieren könnten, wenn sie die Salbung für Ansehen eintauschen würden.

Phineas F. Bresee war der Gründer der Nazarener Kirche. Seine letzten Worte an die Nazarener vor seinem Tod waren, „Behaltet die Herrlichkeit unten“, was bedeutet, die Herrlichkeit in den Versammlungen zu bewahren. Bevor er starb, fuhr er von Zelttreffen zu Zelttreffen, von Erweckung zu Erweckung, ermahnte alle, die Herrlichkeit hier unten zu bewahren, indem er sagte, „Wir mögen in Stücke geschlagen werden, wenn unsere Lehre angegriffen wird; wir sind vielleicht theologisch nicht in allem korrekt, aber wir haben die Herrlichkeit und die Kraft und die Salbung Gottes, und was immer ihr tut, verliert dies nicht oder ihr werdet nichts mehr haben.“

Thomas Aquinas war einmal mit einem Priester spazieren, der die Aufmerksamkeit von Thomas auf eine große Kathedrale zog, indem er sagte: „Schau dir das an! Wir können nicht länger sagen, „Silber und Gold haben wir nicht“. Thomas’ Antwort war mit Traurigkeit erfüllt: „Wir können auch nicht sagen: In dem Namen von Jesus von Nazareth, stehe auf und gehe.“ Es ist eine ganz ernsthafte Sache, die Salbung zu verlieren.

Die Tragödie an der Situation der Korinther war, daß sie angefangen hatten zu denken, daß sie es „erreicht“ hätten, als sie den Respekt der Welt zu gewinnen begannen. Ehrbarkeit in sich selbst ist nicht falsch; in Wahrheit könnten die meisten von uns etwas mehr davon gebrauchen, aber wir müssen achtsam sein, wie wir Ansehen erlangen. Umso mehr die Gemeinde danach getrachtet hat, entsprechend des gegenwärtigen kulturellen Standards respektiert und wohlhabend zu sein, desto mehr wurde sie gedemütigt und verachtet. Wir brauchen Ehrbarkeit und Autorität von Gott nötiger, als wir sie von Menschen brauchen.

Später schrieb Paulus an die Galater, welche in die gleiche Falle geraten waren wie die Korinther, „Wenn ich noch versuchen würde, Menschen zu gefallen, so wäre ich kein an Christus gebundener Diener“ (Galater 1,10). Unsere Arbeit auf Erden ist es nicht, den Respekt der Welt zu gewinnen, sondern die Menschen von der Welt zu retten! Wie Jakobus in seinem Brief beteuerte, „Ihr Abtrünnigen, wißt ihr nicht, daß Freundschaft mit der Welt Feindschaft mit Gott ist? Wer immer wünscht, Freund der Welt zu sein, der macht sich selbst zu Gottes Feind“ (Jakobus 4,4). Uns den Wegen der Welt anzuschließen, ist geistlicher Ehebruch. Freundschaft mit der Welt zu suchen bringt uns in Gefahr, uns selbst zu Feinden Gottes zu machen. Da sollte keine größere Furcht in unserem Leben sein als die, Freundschaft mit der Welt zu suchen!

Wenn wir zum Schnittpunkt (Zenit) dessen kommen wollen, was Gott in den Neunzigern tun will, müssen wir erkennen, daß einige Veränderungen kommen müssen. Es entfaltet sich eine prophetische Bewegung und egal wie unordentlich sie sein wird, so wird sie vorwärtsgehen und die Ziele (Verheißungen) Gottes erreichen. Es ist egal, wie töricht sie den Menschen erscheint, genauso wie Paulus den Korinthern erklärte, „Gott hat das Törichte der Welt erwählt, um das Weise zuschanden zu machen, und Gott hat das Schwache der Welt erwählt, um das zuschanden zu machen, was stark ist.“ (1. Korinther 1:27). Die Welt bezeichnet das Kreuz von Jesus als eine Torheit, so laßt uns getröstet sein, daß wir in guter Gesellschaft sind, wenn wir töricht genannt werden!

Aber laßt uns nicht beiden gegenüber töricht sein: Gott und der Welt, indem wir nur versuchen, töricht zu erscheinen. Es ist nicht unsere Bestimmung, töricht zu sein, sondern weise im Hinblick auf Gottes Weisheit. Seine Weisheit ist nicht von dieser Welt und kann nicht aus der Sicht der Welt verstanden werden. Wir können Seine Weisheit nicht verstehen, wenn wir von den Sorgen und Nöten der Welt beherrscht werden, die meistens davon kommen, daß man die Bestätigung der Welt sucht.

Aber warum in aller Welt würden wir jemanden bewundern, der sagt, er sei ein Narr für Christus? Oder warum würde dies sogar jemanden ansprechen? Es würde niemals den natürlichen Menschen ansprechen, aber sehr wohl denjenigen, der seinen Schatz und seine Hoffnung in himmlischen Orten hat, der die Absichten Gottes schätzt und sich entscheidet, daß besser Jesus die Belohnung für Sein Opfer empfängt, als daß er persönlich Gewinn erzielt. Solcherart ist die Natur derjenigen, die einen wahren Dienst haben und nicht nur einen Beruf ausüben.

Da sind vier Male oder Stigmas, die normalerweise diejenigen begleiten, die geistlich gesinnt sind:

Nr. 1 ist Verlegenheit bzw. Beschämtheit.Diese Art wird von denen nicht akzeptiert, die selbstsüchtig sind und sondert viele aus, die Heuchler im Dienst wären. Wenn wir in der Kraft gehen wollen, die für die Treuen freigegeben wird, haben wir gelegentlich Beschämtheit zu akzeptieren.

Nr. 2 ist mißverstanden zu werden. Jesus wurde mißverstanden, Seine Apostel wurden mißverstanden, ebenso wurde es jeder Prophet oder Bote, der der Gemeinde Erweckung und Vorankommen gebracht hat. Als Jesus am Kreuz hing, wurde er mißverstanden. Die kleine Maria Magdalena weinte sich das Herz aus, seine Feinde verhöhnten ihn, aber Er konnte nicht sagen, daß Er wirklich der Sohn Gottes war und daß Er am Kreuz für ihre eigene Errettung war. Wenn wir unser eigenes Kreuz auf uns nehmen, müssen wir auch akzeptieren, daß wir mißverstanden werden, wenn wir die innersten Absichten Gottes durchführen. Solche, die darauf beharren, verstanden zu werden, trennen sich oft selbst von der Salbung ab.

Nr. 3 ist das gelegentliche Erfordernis, abseits zu stehen und nichts zu tun. Gott hat uns nicht berufen, um erfolgreich zu sein; Er hat uns gerufen, gehorsam zu sein. Gott hat bereits all den Erfolg, den Er braucht. Alles, was Er von uns erwartet, ist, an dem teilzunehmen, was Er bereits getan hat und was Er tut.

Die meisten von uns sind so von menschlicher Aufmerksamkeit abhängig, daß uns eine schlechte Presse(meinung) lieber wäre als gar keine. Ein Nichts zu werden oder keine Aufmerksamkeit zu bekommen, kann die schwerste Bürde für diejenigen sein, die ihren Lohn von menschlicher Aufmerksamkeit empfangen. Wenn es uns Mühe macht auszuruhen, wenn uns Gott dazu ruft, und wir losgingen und Zehntausend von den Toten auferwecken, würden wir Gott doch mißfallen. Er hat uns zum Gehorsam berufen, nicht zum Opfern.

Nachdem er die ganze Stadt von Samaria aufgewühlt hatte, wurde Philippus, dem Evangelist, befohlen, alles anderen Menschen zu übergeben und in die Wüste hinauszugehen, um nur mit einem Menschen zu sprechen. Wie viele von uns wären gehorsam genug, eine Erweckung, die durch uns losgelöst wurde, auf ihrem Höhepunkt zu verlassen, nur um hinzugehen, um Einzelnen im Verborgenen zu dienen? Wenn du das nicht annehmen kannst, wirst du irgendwann das Ziel Gottes verfehlen und dabei enden, deine eigenen Dinge zu tun, anstelle die des Herrn.

Eine der meist beschämensten Perioden in meinem Leben war, als Gott mich für siebenundzwanzig Jahre zur Seite in die Unbekanntheit setzte. Niemand kaufte etwas von meinem Bestand. Einige spendeten für meinen Dienst, weil sie dachten, ich wäre ein „Da-Gewesener“, der nirgendsmehr hingeht. In Wahrheit war ich das auch, und so blieb nichts übrig außer Gott und Seine Salbung. Ich bin tatsächlich ein irdenes Gefäß, und diese Zeit hat mir offenbart, daß ich ohne Ihn nichts bin und nichts habe. Doch das ist es, was wir in der Charismatischen Bewegung versäumt haben: Das Brandmal des Kreuzes. Das Resultat war eine kleine Herrlichkeit, ein bißchen Kraft, etwas von der Salbung, und paradoxerweise ist die Demütigung sowieso gekommen! Wenn wir ohnehin töricht erscheinen werden, warum tun wir es nicht gleich mit der richtigen Einstellung und laufen in der Salbung?

Wir müssen erkennen, daß wir in der sogenannten prophetischen Bewegung oder jeder anderen Bewegung nicht irgendwo hingehen, ohne die Schande des Kreuzes zu tragen. Sind wir willig, auf den Punkt des „Nichts“ gesetzt zu werden? Sind wir bereit, wie Jesus, der verworfene Eckstein, abgelehnt zu werden? Sind wir bereit, als Nichts dazustehen, bis Gott etwas aus dem Nichts macht? Sind wir bereit zu warten, wie Gott bereits wartet, um für Seinen Namen gerechtfertigt zu werden? Jesus ist gerechtfertigt für die Ewigkeit; es ist besser, auf die Ewigkeit zu warten, daß sie uns rechtfertige, als darauf, in diesem Leben zu bestehen.

Nr. 4 ist wehrlos gemacht zu werden. Es ist beschämend und schwierig, wenn man sich selbst nicht verteidigen kann, wenn du weißt, daß du richtig gehandelt hast, aber dir Gott nicht erlaubt, dich selbst zu verteidigen, weil Er ein höheres Ziel hat. Paulus sagt an einer Stelle, daß alle ihn verlassen hatten und daß niemand bei ihm blieb. Das mag keinen Sinn für die Kultivierten haben, aber es war tatsächlich die Antwort auf Paulus’ eigene Gebete. Paulus hatte gebetet, daß er die Kraft der Auferstehung des Herrn kennen möchte (könnte), indem er in das Ebenbild Seines Todes verwandelt wird. Jesus starb im wesentlichen allein, sogar seine ganz intimen Jünger waren vor einer Identifikation mit Ihm geflohen. Paulus starb fast ebenso, aber er empfing die Kraft des Auferstehungslebens, für die er gebetet hatte, sie zu kennen – und obwohl er nun fast 2000 Jahre tot ist, ist er noch immer eine der mächtigsten Stimmen in dieser Welt und erntet noch immer Frucht für das ewige Leben. Er wurde während seines Lebens wie sein Herr verlassen, er wurde geehrt, wie es wenige andere nach ihrem Tod wurden. Wenn wir die ewige Ehre wollen, müssen wir lernen, nicht über das Zeitliche besorgt zu sein.

Das brachte keinen Sinn für die Charismatische Bewegung, als ich anfangs dazu kam. Tatsächlich paßte ich überhaupt nicht hinein. Ich werde nie die erste Mega-Glaubenskirche vergessen, in der ich predigte. Mir wurde direkt mitten der Predigt schlecht. Du solltest vermeiden, krank zu werden, während du in einer Glaubensgemeinde predigst. Aber ich war krank und gab es zu, damit die Gemeinde für mich betete. Ich war eine Beschämung für diese Leute. Ich wollte es wieder gut machen. Diese Menschen haben sich für mich geschämt, doch der Herr hat mich geheilt. Sobald der Gottesdienst vorbei war, rief mich der Pastor an die Seite und sagte, daß ich nicht wieder in diese Gemeinde kommen könnte. Als ich fragte warum, sagte er mir, daß ich einen guten Dienst für den Herrn getan hätte, nachdem der Herr mich berührt hatte, aber daß seine Gemeinde eine „positive Gemeinde“ sei. „Du mußt in dieser Gemeinde positiv sein“, sagte er. Als ich ihn noch fragte, wie er das meinte, sagte er, „du bist aufgestanden und hast all den Leuten gesagt, daß du krank bist.“ „Na und?“ erwiderte ich, „ich war nie positiver in meinem Leben, als ich da gerade krank war!“

Die Schrift sagt, daß Gott zu Zeiten „die Dinge, die nicht so sind, wie wir denken, daß sie sein sollen,“ erklärt. Aber einige haben das umgedreht und versuchen, die Dinge so zu bezeichnen, wie sie sein sollten, obwohl sie es nicht sind, was eine Illusion ist. Wie können wir die Ältesten fragen, für die Kranken mit Glauben zu beten, wenn wir nicht zugeben, daß wir krank sind? Das ist eine Art von Torheit, die nicht von Gott, sondern einfach dumm-töricht ist.

Ich habe zu Zeiten die Salbung gekannt, und zu Zeiten Ehrbarkeit gehabt. Zu einer Zeit hatte ich das größte Evangelisationszelt in der Welt, und mir wurde eine ehrenamtliche Doktorwürde gegeben, aber heute bin ich dazu bereit, jedes bißchen von Ansehen und Status aufzugeben, nur für ein kleines bißchen Salbung, um die Kraft Gottes zu sehen, die dann kommt, wenn wir uns Ihm selbst mit einem kindlichen Glauben hingeben.

Da gab es eine Zeit, die die erste Heilungsbewegung kurierte, als ich dachte, wir hätten ein Maß von kindlichem Glauben, das Gott gefallen würde. Wir vertrauten in das ewige Leben bis zu einem Ausmaß, das keinen Respekt vor Gefahr oder Furcht hatte; wir fühlten uns, als wenn wir nicht sterben würden, und wenn es der Fall sein würde, würden wir uns gegenseitig wieder zum Auferstehen bringen. Ich betete sogar, daß eine unheilbare Krankheit auf mich kommen sollte, damit ich Gott durch die Heilung verherrlichen könnte. Sicherlich war das töricht, aber es offenbarte die Hingabe, die wir hatten, um die Herrlichkeit Gottes zu sehen, und die Hingabe, die Ihm gebührt mit all den außergewöhnlichen Erweisen Seiner Kraft. Kinder haben nicht immer die richtige Theologie, aber ihre Herzen sind richtig, ihr Glaube ist richtig, und das ist die Art von kindlichem Glauben, die das Königreich Gottes betritt und die Herrlichkeit Gottes sieht.

Die einst demütige Gemeinde in Korinth hatte die Salbung, doch sie wurden noch immer wie Abfall behandelt und wollten aber geachtet werden. Für eine Weile machte ihnen die Verfolgung nichts aus, es war ihnen egal, daß man sich über sie lustig machte. Als die meisten von uns wiedergeboren und im Heiligen Geist getauft wurden, waren wir so verrückt für Gott, und wir erschienen für die anderen genauso und wenn wir nicht als verrückt bezeichnet wurden, wurden wir Ketzer genannt. Aber wieviel mehr Leute haben wir da zum Herrn geführt? Zu wieviel mehr Wundern und Heilungen wurden wir gebraucht, als wir „verrückt“ waren, bevor wir „reif“ und ehrbar wurden? Wäre es zu messen, dann werden wohl die meisten Christen zu über 90 % von ihrem effektivsten Dienst in den ersten zwei Jahren nach ihrer Wiedergeburt und Taufe in den Heiligen Geist gebraucht.

Ein gutes, erlebtes Wunder wird mehr für unseren Glauben tun, als tausend Lehren über Wunder zu hören. Wir brauchen Lehre, aber müssen fähig sein, das zu tun, worüber wir lehren. Es wird gesagt, daß die, die es tun können, tun, aber die, die es nicht tun können, lehren. Jesus tat beides, „die Tat und die Lehre“ (Apg. 1,1). Er tat die Werke Gottes, bevor er über sie lehrte. Wenn wir es ebenso praktizieren würden, gäbe es mehr Werke und weniger Lehre, aber die Lehre, die dann gegeben würde, würde weit mehr erreichen, wie es scheint, daß sie es jetzt tut. Doch zu lehren bringt Ansehen, während für die Kranken zu beten Risiko erfordert – Risiko, daß die Person nicht geheilt wird und wir für närrisch betrachtet werden (Nr. 1). Also, was ist, wenn nur 10 % geheilt werden, oder nur 2 %; das ist immer noch besser als die 0 %, auf die die Kritiker gesetzt haben.

Aber die Korinther mochten die Stigmas, die mit der Salbung kommen, nicht. Sie schätzten es nicht, geächtet zu werden und anders zu sein, worüber gelacht wurde. So verloren sie ihre Begeisterung, die sie hatten, als sie sich bekehrten. Wir können sehen, daß, wenn die Begeisterung in unserem Leben weniger wird, wir nicht verfolgt oder noch mehr lächerlich gemacht werden wollen. Wir versuchen dann, gerade genug Ansehen zu bekommen, um die Salbung zu halten, doch haben wir bald zu viel Ansehen und verlieren die Salbung. Erinnere dich nochmals, daß Gott das Törichte und das Schwache salbt.

Die Korinther öffneten ihre Herzen für die Weisheit der Welt. Schließlich hatten sie ein Erbe aufgegeben. Die Griechen waren für ihr philosophisches Potential bekannt. So tauchten sie in die weltliche Weisheit ein und fingen an, sich selber gut vorzukommen. Sie erreichten den Platz, wo sie über Paulus hinauswuchsen, den Mann, der sie „bevatert hatte“ und sie in dieses wunderbare Erlebnis mit Christus gebracht hatte.

Die Kirche in Jerusalem fiel tatsächlich in das gleiche Problem wie die Korinther und mußte von Jakobus in seinen Briefen getadelt werden. Zehn oder fünfzehn Jahre später, nachdem sie gegründet worden waren, wurden sie ihrer einfachen und normalen Treffen, die einfache Gläubige besuchten, müde. Sie fingen an, mehr Ehre den reichen und starken Personen, die kamen, zu geben. Sie machten sich selbst zu Narren, indem sie Achtung und Positionen den Leuten mit goldenen Ringen gaben. Dieser gleiche Geist war es, der die Kraft der Gemeinde dreihundert Jahre später tötete. Es wird von einigen gesagt, daß die Gemeinde drei Jahrhunderte brauchte, um das Römische Reich zu erobern. Das mag wahr sein, aber als die Kirche durch die Römer geachtet und respektiert wurde, brauchten die Römer lediglich drei Jahre, um die Kirche mit ihrem Geist der Welt zu erobern.

Der einzige Weg, jemanden zu gewinnen, ob reich oder arm, schwach oder mächtig, ist durch die Herrlichkeit, die Salbung, die Kraft des Allmächtigen Gottes und durch den Heiligen Geist. Keiner kann zu dem Sohn kommen, es sei denn, der Vater zieht ihn, wozu Er den Heiligen Geist sendet. Alles was wir als natürliche Menschen zu der Herrlichkeit und Salbung Gottes hinzuzufügen versuchen, ist eine Verunreinigung und wird bewirken, daß die Herrlichkeit verschwindet. Wie Francis Frangipane gesagt hat, ist das Einzige, was die Kirche braucht, daß sie Gott vermißt!

Ein Pfingstler oder Charismatiker zu sein, bedeutet mehr als der 4. Juli oder irgend ein anderer freier Tag – es bedeutet, daß die Salbung Gottes gekommen ist. Das ist es, worauf wir stolz sein sollten. Den Heiligen Geist zu empfangen, ist ein größerer Schatz, als die ganze Welt zu gewinnen. Die Welt mit all ihrem verblassenden Glanz wird vergehen; der Heilige Geist ist ewig. Laßt uns das verherrlichen, was wahren Wert hat, und nicht nach Ehre bei denen suchen, die entsprechend der verblassenden, zeitlichen Wertschätzung von dieser Welt leben.

Die Ironie der Situation der Korinther war, daß Paulus mehr Ansehen hatte als sie alle zusammen. Er gehörte zur jüdischen Aristokratie, ein Jünger der wertgeachtesten Lehrer seiner Zeit, ein Pharisäer aller Pharisäer, der ohne Tadel nach dem Gesetz war, und sogar ein römischer Staatsbürger war – und er gab das alles auf, um Christus zu folgen; er gab es für die Salbung, für die Kraft des Evangeliums und für die Kraft Christi auf. Paulus betrachtete die Schande des Kreuzes als wertvoller, als alle Ehre und Wertschätzung, die die Welt ihm geben könnte.

Der Herr Jesus selbst hätte mit aller Ehre und Wertschätzung und menschlicher Herrlichkeit, die er wollte, kommen können, aber er hat es gewählt, in Bescheidenheit zu kommen. Er wurde in einem Stall geboren, wuchs in der meist verachteten Stadt in der am geringsten angesehenen Nation der Welt wie ein Bauer auf.Der größte Mann Gottes aller Zeiten, der eingeborene Sohn Gottes selbst, hatte nicht einmal einen Platz, wo er sein Haupt hinlegen konnte. Er, der mit einem einzigen Gebet die Römer hätte richten können, wählte den Weg des Kreuzes, den demütigsten und schmerzlichsten Tod, den jemand erleiden kann. Er hat auch gesagt, daß, wenn wir ihm nachfolgen wollen, auch wir unser eigenes Kreuz täglich auf uns nehmen müssen.

„Gott widersteht dem Hochmütigen, doch dem Demütigen gibt er Gnade.“ (Jakobus 4,6) Nach Ansehen zu suchen, wurzelt in dem törichten menschlichen Stolz, der tatsächlich Gottes eigenen Widerstand in unser Leben bringt. Wenn wir die Gnade Gottes haben wollen, sollten wir uns selbst der Bescheidenheit und Demut hingeben und nicht der Ehrbarkeit.

Als Jesus die Kirche in Laodicea ansprach, tadelte Er sie, weil sie glaubten, wegen der Reichtümer der Welt, die sie besaßen, reich zu sein, aber tatsächlich waren sie arm, blind und nackt. Auf der anderen Seite dachte die Kirche in Smyrna, daß sie arm wären, weil sie in Armut waren und verfolgt wurden, aber Jesus selbst sagte, daß sie reich waren. Jesus hat hier definiert, was die wahren Reichtümer sind – Gott zu erfreuen ist unser Reichtum.

Heute haben wir Materialismus, aber nur wenig Salbung. Da scheint es beinahe unvereinbar zu sein, die Salbung und Ansehen zu haben. Ich sagte „beinahe“, weil Ansehen auch seinen Platz haben kann und Gott es benutzen kann. Luther sagte: „Gott benutzt Sex, um einen Mann zur Heirat zu bringen, Ehrgeiz, um einen Mann in den Dienst zu bringen, Furcht, um einen Mann zum Glauben zu bringen.“ Eine bestimmte Art von geistlichem Ehrgeiz bringt uns dazu, uns verbessern zu wollen, und Gott benutzt das. Doch wenn wir reif werden, müssen wir dahin kommen, wo wir uns mehr dem hingeben, was Gott dient, als dem, was uns dient. Es ist nicht falsch, persönliche Vorteile zu begehren; doch selbst Jesus ertrug das Kreuz für die Herrlichkeit, die vor Ihm lag. Aber wenn wir uns wirklich verlieben, werden wir tatsächlich mehr für den einen begehren, als wir es für uns selbst tun. Wenn wir uns in Gott verlieben, begehren wir Seine Herrlichkeit und Ehre viel mehr als die unsrige. Wenn wir Ihn lieben, wie Er es verdient, geliebt zu werden, werden wir alles opfern, einschließlich unseres Ansehens und der materiellen Werte; wer Ihn sieht, empfängt die Belohnung für sein Opfer.

Die Charismatische Bewegung hat in den letzten Jahren an Ansehen gewonnen – nun besteht die Gefahr, die Salbung zu verlieren, mit der diese Bewegung begonnen hat. Wir werden bald alles verlieren, wenn wir nicht wieder aufstehen und mit der Hingabe, die wir am Anfang hatten, dafür eintreten, egal wie unordentlich es werden kann. Laßt uns dafür eintreten, egal wie schlimm das Prophetische aussieht, laßt uns losgehen! Alles wird vom Ansteigen und Weggehen der Salbung abhängen. Der Aufstieg oder der Niedergang des Dienstes im prophetischen Bereich hängt davon ab, ob der Heilige Geist sich zurückzieht oder bleibt.

Dieses Jahr wird der Heilige Geist viele der Kirchen erheben. Billy Graham und R.T. Kendall erklärten einstimmig, daß, wenn der Heilige Geist heute nacht von der Erde zurückgezogen werden würde, neunzig Prozent der kirchlichen Aktivitäten ungestört, so als wenn nichts geschehen wäre, weiterlaufen würden. Sind auch wir da angelangt, wo wir nicht einmal merken , wenn der Heilige Geist weggenommen wäre? Bemerken wir es überhaupt, wenn Er nicht mehr zu unseren Versammlungen kommt?

Alles, was die Gemeinde – die Charismatische Bewegung – ist, hängt von der Gegenwart des Heiligen Geistes ab, und Er ist geblieben, wo Er es kann. Er ist zart wie eine Taube; Er hat sich alles angehört, was Er aushalten konnte, sich anzuhören. Er ist dabei, Seinen Flug zu starten. Wenn wir Ihm erlauben, auf uns zu bleiben, dann müssen wir mit unseren Empörungen aufhören. Wir müssen mit unserem Lärm und mit unserem Neid aufeinander aufhören und müssen den Geist der Rivalität und Konkurrenz hinauswerfen. Wir müssen Gerüchte für immer beerdigen und umsichtig in Heiligkeit im Herrn wandeln und unsere Brüder lieben. Wir müssen die Baptisten und die Methodisten lieben, wie auch die Presbyterianer und alle Katholiken. Wir müssen nicht mit jemanden übereinstimmen, um sie zu lieben, sondern wir müssen sie lieben, sonst wird der Heilige Geist nicht bleiben.

Wir haben den Heiligen Geist ohnehin nur in einem gewissen Maße, aber Er will alles nehmen, was wir haben; Er will unsere eigenen Kerzenständer entfernen. Ich hatte noch nie in meinem Leben ein glühenderes Wort vom Herrn als dieses – in den frühen neunziger Jahren; daß der Heilige Geist von denen genommen wird, die nicht Buße tun und zu ihrer ersten Liebe zurückkehren. Wir müssen von unserem Ehebruch mit der Welt umkehren. Wie viele von euch würden ihren Gatten geheiratet haben, wenn sie an eurem Hochzeitstag erklärt hätten, daß sie 364 Tage im Jahr völlig treu sein würden und daß sie nur an einem Tag im Jahr untreu sein würden? Unser Flirten mit der Welt und ihrer Aufmerksamkeit hat bewirkt, daß wir in einen ernsten geistlichen Ehebruch geraten sind, und Gott ist dabei, uns auszusondern, wenn wir nicht Buße tun.

Wir, die das Volk sind, dem so viel gegeben wurde, nämlich die Kirche offen für den Heiligen Geist zu sehen, müssen lernen, wie leicht der Heilige Geist betrübt wird und weggeht. Wie eine Taube fliegt er schnell weg, wenn er beleidigt wird. Er wird dort, wo zuviel Lärm und Fleisch involviert sind, nicht bleiben. Manchmal geht es wegen der Salbung unordentlich zu und es ist keine fleischliche Unordnung. Tatsächlich ist es so, umso wertvoller uns die Salbung wird, desto weniger fühlen wir uns durch die Unordnung, die sie mit sich bringt, bedroht.

Jetzt sind wir noch sehr kleinlich (penibel) wegen des Durcheinanders im Prophetischen, doch ohne das wirst du das wahre Prophetische nicht bekommen. Genauso erklärte Salomo, „wo kein Ochse im Stall ist, ist der Stall sauber“, doch wenn du die Stärke eines Ochsen haben möchtest, mußt du bereit sein, auch den Mist wegzuräumen.Gott hat es so gemacht, daß die Salbung eine bestimmte Art von Unordnung hervorbringt. Sie handelt an unserem Stolz. Stolz hat verursacht, daß der Mensch anfangs gefallen ist, und hat seither fast jeden Abfall von der Gnade verursacht. Wie gesagt, „Gott widersteht dem Hochmütigen, aber dem Demütigen gibt Er Gnade“ (Jakobus 4,6). Wenn wir zu stolz für die Unordnung geworden sind, sind wir bereits an dem Punkt angekommen, an dem Gott uns widersteht. Wenn wir die Gnade Gottes wollen, müssen wir in der Demut wandeln, die die Unordnung umarmen wird, und müssen bereit sein, töricht in den Augen der Menschen zu erscheinen. Laßt uns die Unordnung annehmen, um die Stärke des Ochsen zu bekommen; nur laßt uns sicher dabei sein, daß die Unordnung von der Salbung kommt und nicht von unserer eigenen Fleischlichkeit.

Die Warnung des Heiligen Geistes betrifft, daß wir es erlaubt haben, daß das Ansehen mit der Salbung konkurriert. Es schleicht so leise und scheinbar harmlos ein, hat aber viele der großen geistlichen Bewegungen in der Kirchengeschichte getötet. Auf diesem Weg war die Gemeinde in Korinth neutralisiert worden, und bei uns kann auch das Gleiche passieren. Heute wählen wir, ob wir die Salbung für den Rest der Neunziger Jahre behalten wollen.

William Boothe, Gründer der Heilsarmee, hat einmal vorausgesagt, daß die Zeit kommen würde, wo es Christentum ohne Christus geben würde, Errettung ohne das Blut Jesu und Religion ohne den Heiligen Geist. Wie nahe sind wir an diesem Zustand?

Dies ist eine der wichtigsten Zeiten, und dies mag die wichtigste Botschaft, die ich bis heute zu geben hatte, sein. Da ist so viel in der Schwebe; wir sind in der Schwebe! Da sind wertvolle Männer Gottes, die ich außerordentlich liebe und auf die ich mich auf Jahre von Freundschaft freuen würde, wir dies aber auf dieser Seite der Ewigkeit nicht haben können, wenn wir nicht Gott durch diese Botschaft hören.

Der Prophetische Dienst ist nicht mehr und nicht weniger, als Gott zu hören. Erinnern wir uns an 1. Korinther 1,26: „nicht viele Weise, nicht viele Große, nicht viele Noble“ sind berufen. Die Christenheit und die Charismatische Bewegung mögen Mittelklasse geworden sein, aber bist du bereit, wie immer es aussehen mag, zu leiden, um pfingstlerisch zu sein? Und zu allererst als Christ bezeichnet zu werden? Die ersten Pfingstler waren nicht sehr geachtet, aber sie hatten die Kraft. Das Reizvolle an dem Ansehen, die Gefahr und der Betrug von Ehrwürdigkeit können tödlich sein. Es ist verblendend und bindend. Und zwar so verblendend, daß wir uns als reich ansehen können, wenn wir arm, blind und nackt sind.

Als Michal David vor den Sklavenmädchen, von oben her, tanzen sah, wie er sich selbst zum Schauspiel machte, und all seine Ehrwürdigkeit verlor, fing sie an zu tadeln und verachtete ihn. David hatte sich kaum was daraus gemacht, weil er in der Salbung war, die ihn vor Freude tanzen ließ, ganz egal, was die Menschen dachten. Michal war eine echte Tochter Sauls, dem König, der seine Salbung verlor, weil er die Menschen mehr als Gott fürchtete. Wenn du wie Saul denkst und dich darüber sorgst, was Menschen mit der gleichen Natur wie Saul über dich denken, wirst du die Salbung genauso sicher verlieren, wie sie es taten. Einige Leiter, die mehr an ihr Ansehen als an die Salbung denken, werden um die gleiche Zeit im nächsten Jahr geistlich tot sein – so sagt der Herr.

Nun, du kannst Ansehen in den Neunzigern bekommen, wenn Ehrwürdigkeit das ist, was du möchtest. Doch du wirst zerbrochene Ehen haben, mehr eigenwillige Kinder, du wirst mehr Herzeleid und Enttäuschungen haben, mehr Schwierigkeiten von der falschen Art. Ich bitte dich und flehe mit dir – wachse nicht aus dem Brandmal des Kreuzes und aus der Furcht vor Christus heraus. Ich bete, daß wir genug Zeit haben, uns über die Väter zu freuen, die Maleachi 4,6 erfüllen werden, und sehen, wie die Herzen der Väter sich zu den Kindern wenden und die Herzen der Kinder zu den Vätern. Das ist die Hoffnung der Gemeinde und die Hoffnung für die Welt.

Der Herr gab mir 2. Könige 7,8 für diese Botschaft: Heute ist ein großer Mangel an Wort Gottes. In diesen Kapiteln war auch eine große Hungersnot, weil eine Menge von Syrern ihr Lager gegen Samaria aufgeschlagen hatte. Da waren vier leprakranke Männer. Bob Mumford beschreibt die vier Sprecher dieser Konferenz, gemeint sind John Wimber, Jamie Buckingham, Bob und ich, als verwundete Heiler. Ich habe den Herrn nie leidenschaftlicher zu mir sprechen hören – Er sagte, da gibt es eine Knappheit bzw. Hungersnot um das Wort Gottes, und wir vier wären wie die vier Leprakranken. Wir haben die Wahl, und ich predige nicht nur zu den Sprechern, sondern zu Euch allen. Wir haben die Wahl und können hier sitzen, bis wir sterben, oder wir können in eine neue Epoche eintreten. Dann gab er den „Erlaß“, daß nächstes Jahr um diese Zeit die Charismatische Bewegung entweder lebendig und gut sein wird oder daß sie tot sein wird. Im nächsten Jahr um diese Zeit werden, wenn wir nicht hören, was Gott uns sagt, einige von uns nicht hier sein.

Wenn wir uns für die Salbung entscheiden, haben wir, auch wenn es uns unser Ansehen kostet, nichts zu verlieren. Wir werden sowieso sterben. Einige von uns haben ohnehin schon den Geruch des Todes über sich, und es wird nicht mehr viel brauchen, den Weg zu beenden, wenn die Dinge so wie bisher weiter laufen. Einige von uns werden um diese Zeit im nächsten Jahr tot sein, wenn sie nicht auf Gottes Stimme hören. Gott hat uns aber die Gelegenheit gegeben, Seine Stimme zu hören und sich zu erheben und zu leuchten, weil unser Licht gekommen ist, damit wir nie wieder eine Grenze überschreiten und so ohne Kompromisse schamlos für Ihn vorwärtsgehen. Wir wollen leben und wir alle wollen die Herrlichkeit Gottes sehen; unser Ansehen ist ein kleiner Preis hierfür.

Wie bei den vier Leprakranken sieht es zur Zeit nicht sehr gut aus. Wenn wir hier sitzen, werden wir sterben. Der Heilige Geist wird sich erheben und wir werden geistlich, wenn auch nicht körperlich, tot sein. Ich weiß, daß ich im kommenden Jahr nicht hier sein werde, wenn ich nicht der Stimme des Herrn gehorche. Wir sind in das Tal der Entscheidung gekommen. Es ist Zeit für uns, daß wir unsere Chance wahrnehmen, von diesem Platz der Verderbtheit und Hungersnot herausgehen. Wenn wir wie die Leprakranken vorwärtsgehen, werden wir nächstes Jahr um diese Zeit einen unvorstellbaren, geistlichen Reichtum haben.

Dieser Artikel stammt von einer Botschaft, die Paul Cain der Nationalen Leiterschafts-Konferenz in Ridgecrest, North Carolina, im Mai 1991, gab. Paul ist in der letzten Zeit zu einer bedeutenden Stimme der Gemeinde geworden. Obwohl Paul oft außergewöhnliche prophetische Gaben und Kraft zeigt, ist er genau so sehr durch seine Demut, Integrität, Hingabe an die Wahrheit und reine Hingabe an den Herrn bekannt geworden. Sein Dienst ist (zur Zeit der Abfassung d. Textes) in Ft. Worth, Texas, stationiert.

Quelle: Morningstar Journal 1992, www.eaglestar.org/MSJ.htm

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